Gesundheitsprobleme bei hohen Temperaturen

Ärzte warnen: Auch im Allgäu künftig mehr Menschen mit Hitzebeschwerden

Hitze kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Ärzte gehen davon aus, dass davon künftig auch mehr Menschen im Allgäu betroffen sein werden.

Hitze kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Ärzte gehen davon aus, dass davon künftig auch mehr Menschen im Allgäu betroffen sein werden.

Bild: Jin Mamengni (Symbol)

Hitze kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Ärzte gehen davon aus, dass davon künftig auch mehr Menschen im Allgäu betroffen sein werden.

Bild: Jin Mamengni (Symbol)

Extreme Temperaturen können zu gesundheitlichen Problemen führen. Ärzten zufolge werden die Menschen davon auch im Allgäu künftig stärker betroffen sein.
13.08.2021 | Stand: 06:07 Uhr

48,8 Grad Celsius. Diese Extremtemperatur haben italienische Behörden am Mittwoch vermeldet. Solche Hitzewellen, wie sie derzeit über Südeuropa schwappen, stellen laut dem Bundesgesundheitsministerium „eine zunehmende Gefährdung für die Bevölkerung“ dar. Auch die Allgäuerinnen und Allgäuer werden in Zukunft stärker von gesundheitlichen Problemen wegen Hitze betroffen sein. Davon gehen jedenfalls Ärzte in der Region aus.

„Ich habe die Befürchtung, dass zukünftig mehr Menschen wegen Hitzebeschwerden in die Praxen kommen“, sagt Dr. Franz-Joseph Sauer, Sprecher des „Gesundheitsnetzes Westallgäu“. Der Facharzt für Innere Medizin glaubt, dass medizinisches Personal künftig verstärkt in Umweltmedizin geschult wird. In Fachliteratur werde das Thema bereits vermehrt behandelt.

Der Sprecher des Hausarztvereins Oberallgäu, Dr. Alexander Scharmann, betont, dass die Allgäuerinnen und Allgäuer im Gegensatz zu den Menschen in südlichen Ländern erst lernen müssten, mit den steigenden Temperaturen umzugehen. „Wir werden also in Zukunft mehr gesundheitliche Probleme durch Hitze sehen“, sagt der Mediziner. Die möglichen Beschwerden: Dauerschwitzen, Müdigkeit, vermehrter Durst, Schwindel und Benommenheit. Im Extremfall könne eine Hitzereaktion bis zum Kreislaufkollaps führen, sagt Dr. Jakob Berger, schwäbischer Bezirksvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands.

Ab ins Kühle und ruhen

Ein schneller Puls sowie eine schnelle Atmung und gerötete Haut seien meist Hinweise dafür, dass jemand eine Hitzereaktion habe, sagt Sauer. Wenn die Körpertemperatur auf über 39 oder sogar 40 Grad steigt, kann laut dem Mediziner die Schweißproduktion versiegen. Wer eine Hitzereaktion feststellt, sollte sich in einen kühlen Raum begeben und außerdem die körperliche Aktivität auf ein Minimum reduzieren.

Vorbeugen kann man Hitzebeschwerden laut Hausarzt Berger durch richtige Kleidung. Empfehlenswert sei, Hut und Sonnenbrille zu tragen sowie ausreichend zu trinken – mindestens zwei Liter am Tag. Das falle oftmals älteren Menschen schwer, da deren Durstgefühl von Natur aus nicht mehr so ausgeprägt sei, erläutert der Bezirkschef des Hausärzte-Verbandes. Das Gesundheitsministerium empfiehlt daher, Getränke an Stellen in der Wohnung zu platzieren, an denen man sich oft aufhält. Lauwarme Getränke werden vom Körper zudem besser aufgenommen und gleichen den Flüssigkeitsverlust schneller aus als sehr kalte.

Lesen Sie auch: So helfen Sie Ihren Haustieren bei Hitze.

Lesen Sie auch
##alternative##
Energiesystem in Griechenland an Grenze

Ende der Hitzewelle nicht in Sicht: Waldbrände in Griechenland, Italien und der Türkei