Corona-Demo

270 leere Stühle aufgestellt: Allgäuer Wirte und Hoteliers protestieren in Kempten

Allgäuer Gastronomen und Hoteliers haben am Freitag in Kempten für einen Fahrplan aus den Corona-bedingten Schließungen demonstriert. Dazu stellten sie leere Stühle auf dem Rathausplatz auf.

Allgäuer Gastronomen und Hoteliers haben am Freitag in Kempten für einen Fahrplan aus den Corona-bedingten Schließungen demonstriert. Dazu stellten sie leere Stühle auf dem Rathausplatz auf.

Bild: Martina Diemand

Allgäuer Gastronomen und Hoteliers haben am Freitag in Kempten für einen Fahrplan aus den Corona-bedingten Schließungen demonstriert. Dazu stellten sie leere Stühle auf dem Rathausplatz auf.

Bild: Martina Diemand

In Kempten haben am Freitag Wirte und Hoteliers aus der Region für einen Fahrplan für ihre Branche aus der Corona-Krise demonstriert. Eindrücke der Aktion hier.
01.05.2020 | Stand: 14:16 Uhr

Gastronomen und Hoteliers aus Kempten und dem Umland haben leere Stühle auf dem Rathausplatz aufgestellt. „Das sind 270 Stück“, sagt Michael Heel, Vorsitzender der Kreisstelle des Bayerischen Hotel und Gaststättenverbands. Der Verband will damit ein Zeichen setzen, denn es gehe um die Existenz von Hotels, Wirtschaften und Gasthäuser.

Seit sechs Wochen haben die Wirte und Hotelbesitzer wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Jetzt drohe nach der  „erzwungenen Schließzeit die erste Pleitewelle“, heißt es in einem Papier des Verbands. 

Die Kreisstelle Kempten schließt sich damit einer bundesweiten Aktion an – auch in Augsburg und in Berlin standen bereits leere Stühle als Protestaktion auf der Straße. In Kempten nahmen an diesem Freitag 25 Gastronomen vor Ort teil. Insgesamt unterstützen die Demonstration laut Heel, der Geschäftsführer des Hotels Waldhorn ist, 100 Wirte und Hoteliers aus dem Raum Kempten.

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Gastwirte protestieren in Kempten

Wirte-Protest: Auch Star-Koch Christian Henze dabei

Unter anderem beteiligte sich Sternekoch Christian Henze, Inhaber Goldenes Fässle und Markenbotschafter der Allgäu GmbH, an der Aktion. Sie fordern von der Regierung einen konkreten Fahrplan mit Öffnungsterminen, „um besser planen zu können“. Natürlich müsse der Fokus dabei darauf liegen, die Gesundheit der Mitarbeiter und der Gäste zu schützen. Nach Polizeiangaben verlief die Demonstration störungsfrei und friedlich, alle Vorgaben der Behörden seien eingehalten worden.