Arbeitsmarkt im Allgäu

Zahl der Arbeitslosen im Allgäu sinkt unter 10.000er-Marke

Im Allgäu ist die Zahl der Arbeitslosen im September gesunken

Im Allgäu ist die Zahl der Arbeitslosen im September gesunken

Bild: Sina Schuldt, dpa (Symbolbild)

Im Allgäu ist die Zahl der Arbeitslosen im September gesunken

Bild: Sina Schuldt, dpa (Symbolbild)

Im September gab es deutlich weniger Arbeitslose im Allgäu als im Vorjahresmonat. Vor allem Memmingen sticht aus der Statistik heraus – im positiven Sinne.
30.09.2021 | Stand: 19:00 Uhr

Auf dem Arbeitsmarkt neigt sich die Coronakrise offenbar dem Ende zu. Dies geht aus den September-Zahlen der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen hervor. „Die Arbeitsmarktzahlen nähern sich in allen Bereichen denen des Septembers 2019 an – erstmals seit Einsetzen der Pandemie sinkt die Arbeitslosenzahl wieder unter die Marke 10 000“, sagte Maria Amtmann, Leiterin der Allgäuer Arbeitsagentur. Besonders deutlich war der Rückgang bei Menschen unter 25 Jahren, in dieser Gruppe sind über 250 Menschen weniger arbeitslos als noch im August.

Die Zahl der Erwerbslosen sank im Vergleich zum Vormonat um 6,1 Prozent auf 9830. Noch stärker war der Rückgang mit 22,2 Prozent im Vergleich zum September des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote im Allgäu lag damit bei 2,5 Prozent, und somit nur leicht über der dem Vorkrisenwert aus dem September 2019 von 2,3 Prozent. Im Stadtgebiet Memmingen sank die Arbeitlosenquote auf 3,2 Prozent – und damit 0,1 Prozentpunkte unter den Vergleichswert für die Zeit vor der Coronakrise. Im September 2019 hatte die Quote noch bei 3,3 Prozent gelegen.

Fachkräftemangel statt Coronakrise

Die Unternehmen stehen nun jedoch vor neuen Herausforderungen. So stieg die Zahl der offenen Stellen auf 6999 – 56,6 Prozent mehr als im September 2020. „Die Coronaphase ist bei vielen Arbeitgebern vorbei, sie wird jetzt vom Fachkräftemangel ersetzt“, sagte Agenturleiterin Amtmann. Vor allem in den Bereichen Produktion, aber auch in der Logistik, der Lagerwirtschaft und der Gastronomie und Hotellerie suchten viele Firmen dringend Personal. In der Gastronomie werde in allen Bereichen gesucht, von der Küche über den Service bis hin zu Spülkräften. Manche seien nach Österreich abgewandert, andere hätten sich umorientiert. „Wer in der Gastronomie gearbeitet hat, ist stressresistent, serviceorientiert und an Wochenendarbeit gewöhnt“, sagte Amtmann. Damit sei man auch in anderen Branchen gefragt.

Nun soll ein neues Projekt Abhilfe in der Tourismusbranche schaffen. Speziell für die Wintersaison soll Hilfe aus dem Ausland den Bedarf in Gaststätten und Hotels decken. Man werde prüfen, ob man Personal aus Griechenland nach der dortigen Sommersaison für die Wintersaison im Allgäu rekrutieren könne, erklärte Amtmann. „Das sind kleine Bausteine, aber jeder Arbeitnehmer ist für die Region wichtig.“

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