Wer sich testen lassen kann

Allgäuer Corona-Teststationen: Noch nicht an der Belastungsgrenze

Corona-Teststation in Kempten: Wer sich auf das Virus untersuchen lassen will, fährt mit dem Auto vor.

Corona-Teststation in Kempten: Wer sich auf das Virus untersuchen lassen will, fährt mit dem Auto vor.

Bild: Matthias Becker

Corona-Teststation in Kempten: Wer sich auf das Virus untersuchen lassen will, fährt mit dem Auto vor.

Bild: Matthias Becker

Gute Nachrichten aus den Corona-Testzentren im Allgäu: Die meisten Tests sind negativ. Wer darf sich dort untersuchen lassen und wie sind die Kapazitäten?
15.09.2020 | Stand: 20:47 Uhr

Unterallgäu

Auf dem Gelände des Mindelheimer Kreisbauhofs lassen sich vor allem Reiserückkehrer auf das Virus untersuchen. Laut der Pressesprecherin des Landratsamtes, Eva Büchele, ist die Station aber längst nicht ausgelastet. „Pro Tag kommen bei uns etwa 40 bis 60 Personen“, mal seien es auch 80. „Wir könnten aber bis zu 200 Leute testen“, sagt Büchele.

Im März oder April, während der ersten Corona-Welle, seien es noch täglich über 100 Personen gewesen. „Im Schnitt werden pro Tag ein bis zwei Menschen positiv getestet.“ Wer sich untersuchen lassen möchte, müsse vorher einen Termin vereinbaren. Das geht im Unterallgäu „online oder auch telefonisch“. Dabei werde abgeklärt, ob jemand bereits Symptome hat, sagt Büchele. Wenn dies der Fall ist, werde der Betreffende an seinen Hausarzt verwiesen.

Lindau

In dem Testzentrum wurden in den vergangenen knapp drei Wochen weit über 1200 Menschen getestet. Fünf Mal gab es ein positives Ergebnis. Auch Angela Wolf vom Lindauer Landratsamt betont, dass Menschen mit Symptomen in der Teststation nicht untersucht werden und zum Hausarzt gehen müssen. Maximal können etwa 120 Personen pro Tag in der Lindauer Station getestet werden. Am Montag habe man diese Grenze auch nahezu erreicht.

Kaufbeuren

Die Kaufbeurer Corona-Teststation ist seit 1. September in Betrieb. „Wir könnten am Tag etwa 100 Tests durchführen“, sagt Peter Igel von der Stadtverwaltung. Doch man liege noch weit darunter. Bis Montag wurden 422 Menschen getestet, keiner davon war infiziert. „Wenn wir die Grenze von 100 Tests erreichen, denke ich, dass wir problemlos auch noch weiter hochfahren könnten“, versichert Igel. In Kaufbeuren wurde wie im Landkreis Lindau eine Privatfirma mit den Tests beauftragt.

Oberallgäu/Kempten

Das Oberallgäuer Landratsamt sei nicht nur für das Testzentrum in Sonthofen zuständig, sondern auch für das in Kempten, sagt Andreas Kaenders, Pressesprecher der Kreisbehörde. Das Problem sei dabei, dass das Gesundheitsamt nur über relativ wenig Personal verfüge und hier eine umfangreiche Aufgabe zu bewältigen habe.

„Dennoch sind wir mit dem Ablauf zufrieden“, sagt Kaenders. In Kempten haben sich bis Montag 930 Personen testen lassen, in Sonthofen 655. „Es gab noch keinen positiven Befund“, sagt Kaenders. Bislang haben Ehrenamtliche der Johanniter und des Technischen Hilfswerks die Tests durchgeführt, ab kommendem Montag ist das Bayerische Rote Kreuz in Sonthofen und Kempten dafür zuständig.