Oktober ist Reifenwechsel-Zeit

Allgäuer Kfz-Werkstätten: Was sie beim Reifenwechsel empfehlen und wie ausgelastet sie sind

In den Allgäuer Kfz-Werkstätten herrscht Hochbetrieb. Autos müssen auf den Winter vorbereitet werden. Dabei ist vor allem der Reifenwechsel wichtig.

In den Allgäuer Kfz-Werkstätten herrscht Hochbetrieb. Autos müssen auf den Winter vorbereitet werden. Dabei ist vor allem der Reifenwechsel wichtig.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

In den Allgäuer Kfz-Werkstätten herrscht Hochbetrieb. Autos müssen auf den Winter vorbereitet werden. Dabei ist vor allem der Reifenwechsel wichtig.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Kurz vor dem Winter ist es Zeit, die Autoreifen zu wechseln. Was Kfz-Werkstätten beim Reifen wechseln empfehlen und was man lieber den Profis überlässt.
14.10.2020 | Stand: 09:42 Uhr

Im Herbst hat man Zeit, sich auf den Winter einzustellen. Dazu gehört auch der alljährliche Reifenwechsel. In den Autowerkstätten herrscht deshalb Hochbetrieb. Denn wer die Reifen nicht selbst wechselt, greift auf die Fachleute der Werkstätten zurück. Und diese haben sich bereits auf die Arbeit eingestellt.

Thomas Tenyer vom Reifendienst Vergölst-Henkel in Marktoberdorf sieht das hohe Pensum an gewechselten Reifen für Oktober als normal an. "Wir ziehen jeden Tag bei 20 oder 30 Autos die Winterreifen auf“, berichtet der Geschäftsführer Tenyer. Auch das Autohaus Angerer in Immenstadt verzeichnet bereits seit Ende September einen Reifenwechsel-Ansturm. "Derzeit haben wir sogar eine Vorlaufzeit von zwei Wochen", sagt Mitarbeiterin Lisa Heim.

Darauf sollte man beim Reifen wechseln achten

Doch was muss man beachten, wenn man die Autoreifen selbst wechseln möchte?

Als Faustregel kann Michael Mayer, Geschäftsführer von Autotechnik Mayer in Kempten, sagen: Winterreifen werden gefahren von "O bis O" - also von Oktober bis Ostern. Natürlich könne man seine Reifen selbst wechseln, doch es gebe einige Dinge zu beachten, so Mayer. Zunächst muss das Profil überprüft werden. Grundsätzlich rät die Autotechnik Mayer ihren Kunden, das Profil der Winterreifen bis maximal 3,5 Millimeter Tiefe zu fahren. "Nach sechs Jahren könnte es bedenklich werden", meint Mayer. Spätestens dann sind häufig neue Reifen fällig.

Für den Reifenwechsel selbst sei die richtige Position des Wagenhebers, das Anziehen der Radschrauben und vor allem der richtige Luftdruck in den Reifen zudem wichtig für den richtigen Reifenwechsel. Nach spätestens 50 bis 100 Kilometer müssen die Radschrauben nachgezogen werden - egal ob Alu- oder Stahlfelgen. "Das ist einfach wichtig zur Überprüfung der Reifen", sagt Autotechnik Mayer.

Welcher Luftdruck der richtige ist, kann meist in den Innenseiten der Tankdeckel der Autos nachgesehen werden. "Auch die Montierung der Reifen in die richtige Laufrichtung", sei enorm wichtig, sagt Heim.

Kfz-Werkstätten im Allgäu: Nicht alles kann man selbst machen

Was man privat häufig nicht machen kann, ist das sogenannte "auswuchten" der Reifen, weiß Mayer. Denn unter anderem durch die Abnutzung entsteht am Reifen eine Unwucht. Dadurch nimmt die Kontaktfläche zwischen Fahrbahn und Reifenlauffläche ab. Folgen sind beispielsweise ein höherer Verschleiß und ein flatterndes Lenkrad. Das fällt allerdings erst beim Fahren auf. Profis können in den Kfz-Werkstätten diese Unwucht ausgleichen. Im Autohaus Angerer übernimmt das Auswuchten dann eine Maschine.

Nach dem Trubel zum Winterauftakt ist allerdings nicht lange Pause in den Werkstätten. Lisa Heim erwartet bereits im Frühjahr die nächste Welle. "Mitte oder Ende April geht es dann wieder los."

Autofahrer müssen sich jetzt nicht nur auf den Winter einstellen, sondern auch auf eine Preiserhöhung Anfang 2021. Für manche Autofahrer wird sich im kommenden Jahr die Kfz-Steuer erhöhen.