Jugendfußball im Allgäu

Meldeliga bleibt: 94 Prozent der Allgäuer Klubs stimmen für das neue System

Fußball

Trainingseinheiten sind unter gewissen Voraussetzungen wieder erlaubt, Punkt- und Testspiele allerdings noch nicht. Im Jugendbereich haben sich die Allgäuer Vereine nun für das Meldeliga-System ausgesprochen.

Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Trainingseinheiten sind unter gewissen Voraussetzungen wieder erlaubt, Punkt- und Testspiele allerdings noch nicht. Im Jugendbereich haben sich die Allgäuer Vereine nun für das Meldeliga-System ausgesprochen.

Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Die Allgäuer Vereine sind vom Meldeliga-System überzeugt und stimmen für eine Fortführung. Doch wie und wann soll es für die Nachwuchs-Teams weitergehen.
26.03.2021 | Stand: 14:00 Uhr

Seit dem 2. November ruht der Ball im Jugendfußball – jedenfalls, wenn es um Test- und Punktspiele geht. Denn in den vergangenen Wochen waren die Nachwuchs-Kicker wieder auf die Plätze geströmt – vorerst nur zu Trainingseinheiten. Wann es wieder mit den Punktspielen weitergeht, ist nicht bekannt – allen voran, da die Inzidenzzahlen wieder steigen.

Wie das Ligasystem allerdings ab nächster Saison aussehen soll, ist schon geklärt: Nach einer einjährigen Probephase haben sich die bayerischen Vereine dazu entschlossen, auch künftig mit dem System der Meldeliga zu spielen. Dabei können die Vereine ihre Mannschaften von der A- bis zur D-Jugend vor der Saison für eine Liga anmelden, deren Leistungsniveau sie für angemessen erachten.

94 Prozent der Allgäuer Fußballklubs haben für die Meldeliga votiert

Im Allgäu haben sich 94 Prozent der Fußballklubs für das neue System ausgesprochen, erzählt Kreis-Jugendleiter Hermann Wißmiller. „In der kommenden Saison können die Vereine also wieder bestimmen, in welcher Liga sie antreten wollen.“ Nach der Hinserie sehen die Klubs dann, ob sie sich richtig eingeschätzt haben oder die Teams in einer anderen Liga besser aufgehoben wären. Durch Auf- und Abstieg vor der Winterpause werden etwaige Fehleinschätzungen behoben.

Wie die aktuelle Saison zu Ende gebracht wird, darüber diskutieren Wißmiller und seine Kollegen noch: „Wir rechnen nicht damit, dass wir vor dem 1. Mai wieder starten dürfen.“ Wichtig sei es, die Kreisligen durchzubringen. Denn ab der Bezirksoberliga gibt es die Meldeligen nicht mehr, sondern Auf- und Abstieg werden über den sportlichen Wettbewerb ausgetragen.

A- und B-Junioren fast durch - Kreisligen müssen zu Ende gespielt werden

Bei den Junioren gebe es ein gewisses zeitliches Polster, denn die aktuelle Saison endet erst am 31. Juli. „Bei den A- und B-Junioren haben wir keine Bedenken, denn dort sind bereits fast alle Partien gespielt worden“, sagt Wißmiller. Eventuell werde dort zur zeitlichen Überbrückung eine Frühjahrsrunde angeboten. Sorgen bereiten Wißmiller aber die C- und D-Junioren; dort seien in den Kreisligen zum Teil noch bis zu sechs Spiele offen.

Saison wird abgesagt, wenn am 2. Mai nicht gespielt werden kann

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In der Jugendverordnung des Bayerischen Fußball-Verbands wurde deshalb Folgendes festgelegt: Kann die Saison aufgrund der Corona-Pandemie nicht spätestens am Wochenende 30. April bis 2. Mai wieder aufgenommen werden, entfällt diese. Der Vollzug des Auf- und Abstiegs wird dann anhand der Abschlusstabellen der Spielzeit Herbst 2020 vollzogen. Sollte die Spielzeit zwar vor dem Stichtag wieder aufgenommen, allerdings nicht bis zum 31. Juli beendet werden, so greift beim Auf- und Abstieg die Quotientenregelung. Für die Eingruppierung in der Kreisliga und darunter habe das aufgrund des Meldeliga-Systems keine Bedeutung.

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