Großkontrollen gegen Falschparker

An nur einem Tag: Polizei registriert über 160 Verstöße gegen das Naturschutzrecht

Bei Großkontrollen im südlichen Ostallgäu stellte die Polizei viele Verstöße von Falschparkern fest.

Bei Großkontrollen im südlichen Ostallgäu stellte die Polizei viele Verstöße von Falschparkern fest.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Bei Großkontrollen im südlichen Ostallgäu stellte die Polizei viele Verstöße von Falschparkern fest.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Bei Großkontrollen an touristischen Hotspots im Raum Rieden, Halblech und Schwangau stellte die Polizei 160 Verstöße an nur einem Tag fest.
Bei Großkontrollen im südlichen Ostallgäu stellte die Polizei viele Verstöße von Falschparkern fest.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
28.08.2020 | Stand: 15:13 Uhr

Die Bereitschaftspolizei aus München unterstützte am Sonntag die Beamten der Polizeiinspektion Füssen. Mit der Verstärkung ging es erneut darum, ein Verkehrschaos zu verhindern. Bereits am Wochenende zuvor hatte es Ärger gegeben, da Badegäste an Seen in Füssen quasi überall geparkt hatten.

Die Polizisten kontrollierten diesmal in Rieden am Forggensee sowie in Halblech und in Schwangau unter anderem die Einhaltung der Parksituation an den bekannten touristischen Hotspots. Der Einsatz dürfte vielen Ausflüglern in Erinnerung bleiben, den sie müssen nun mit saftigen Bußgeldern rechnen.

160 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Bayerische Naturschutzgesetz nahm die Polizei auf. Hauptsächlich handelte es sich um verbotenes Parken im Landschaftsschutzgebiet.

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Auch in Oberstdorf wurde kontrolliert. Die Beamten der Polizeiinspektion Oberstdorf stellten sieben Fahrzeuge ohne Berechtigung in den gesperrten Tälern bei Oberstdorf fest. Da alle Fahrzeuge im Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiet parkten, wird Anzeige wegen Verstößen nach dem Naturschutzrecht an das Landratsamt Oberallgäu erstattet. Je nach Örtlichkeit erwarten die Verantwortlichen nun Bußgelder von rund 150 Euro.

Immer wieder sorgten zuletzt im Allgäu Falschparker, aber auch Wildcamper für Ärger. Das südliche Ostallgäu, mit seinem Touristen-Magneten Schloss Neuschwanstein in Schwangau, war zuletzt besonders betroffen.

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Als Problem-Hotspots im südlichen Ostallgäu kristallisierten sich in den vergangenen Wochen laut Polizei heraus.

  • Landschaftsschutzgebiet: Hergatsrieder See (Gemeinde Halblech)

Parkverstöße von parkenden Pkw untertags außerhalb gekennzeichneter Flächen und viele nächtliche Wildcamper im Landschaftsschutzgebiet

  • ·Oberer Parkplatz am Alatsee (Füssen)
Nächtliche Wildcamper im Landschaftsschutzgebiet
  • ·Forggensee, Gemeinde Rieden, Ortsteile Osterreinen und Dietringen

Nächtliche Wildcamper und parkende Pkw untertags außerhalb gekennzeichneter Flächen im Landschaftsschutzgebiet

  • Illasbergsee (Gemeinde Halblech)

Nächtliche Wildcamper im Landschaftsschutzgebiet

  • Forggensee, Gemeinde Schwangau im Bereich Deutenhauser Weg

Nächtliche Wildcamper im Landschaftsschutzgebiet

Besonders viele Parkverstöße verzeichnet die Polizei fürs südliche Ostallgäu an diesen Hotspots:

  • Hopfensee

Parken im absoluten Halteverbot entlang der St2008 vor und hinter dem Ort Hopfen am See am Straßenrand und im Bereich Haagweg am Straßenrand.

  • Alatsee
Parken im absoluten Halteverbot entlang der Saloberstraße am Straßenrand
  • Weißensee

Parkende Fahrzeuge auf Geh- und Radwegen im Bereich der Pfrontener Straße.

  • Schwangau, Ortsteil Hohenschwangau

Parkende Fahrzeuge außerhalb geschlossener Ortschaften auf der Vorfahrtsstraße im Bereich Colomanstraße und Parkstraße, obwohl noch teilweise kostenpflichtige Parkplätze auf den großen Parkplätzen in Hohenschwangau frei waren.

  • Halblech im Bereich Illasbergsee

Parken im absoluten Halteverbot entlang der Kreisstraße

  • Rieden am Forggensee, Ortsteil Dietringen

An Wochentagen Parken im absoluten Halteverbot an der Zufahrtsstraße in Richtung Dietringen. An Wochenenden nicht, da dort mit Securitydienst abgesperrt wird, wenn die legalen Parkflächen ausgeschöpft sind.

  • Rieden am Forggensee, Ortsteil Osterreinen

Parken im absoluten Halteverbot entlang Riedener Straße, der Bachtalstraße und der Zufahrt in Richtung Parkplatz „Dürracker“

Empfehlungen der Polizeiinspektion Füssen und der Polizeistation Pfronten:

Vor Ort oft kaum Alternativen vorhanden. Soweit möglich, Anreise per ÖPNV. Insbesondere an Touristen, die mit eigenen Fahrrädern anreisen (viele Fahrzeuge sind mit Fahrradträgern ausgestattet) ergeht die Bitte, beispielsweise auf dem Festplatz in Füssen zu parken und die Tour mit dem Fahrrad von dort aus zu starten. Der Festplatz ist oftmals nicht ausgelastet. Dabei gibt es von dort aus eine gute Anbindung an den ÖPNV.