Corona aktuell im Allgäu

Auf der Fassade des Kaufbeurer Krankenhauses leuchtet "SOS" - Erste Bundesländer kippen Testpflicht für Drittgeimpfte

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Auf der Fassade des Klinikums Kaufbeuren strahlt der Schriftzug "SOS".

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Auf der Fassade des Klinikums Kaufbeuren strahlt der Schriftzug "SOS".

Bild: Klinikum Kaufbeuren

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Auf der Fassade des Klinikums Kaufbeuren strahlt der Schriftzug "SOS".

Bild: Klinikum Kaufbeuren

Corona-News: Klinikum möchte auf die kritische Situation auf den Intensivstation aufmerksam machen. Stadt München untersucht Abwasser. Der Newsblog.
03.12.2021 | Stand: 21:51 Uhr

<< Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuellen Corona-News im Allgäu und in der Welt. >>

Freitag, 3. Dezember, 21.38 Uhr: Klinikum Kaufbeuren ruft SOS

Seit Freitagabend sorgen am Kaufbeurer Klinikum die Fassaden-Beleuchtungen „SOS“, „Wir kämpfen für Euch“ und „Helft uns mit Eurer Impfung“ für Aufmerksamkeit und verweisen so auf den äußerst kritischen Zustand auf den Intensivstationen.

„Für unser gesamtes Klinikpersonal, besonders jedoch für die am Limit arbeitenden Pflegekräfte ist jeder Tag ein enormer Kraftakt. Wir kommen an den Rand unserer Kapazitäten“, beschreibt Vorstandsvorsitzender Axel Wagner die aktuell extrem angespannte Lage. Mittlerweile arbeiten teilweise auch Verwaltungsangestellte, die eine pflegerische Ausbildung haben, wieder auf den Stationen.

Freitag, 3. Dezember, 21.25 Uhr: München untersucht Abwasser auf Omikron

In München wird das Abwasser künftig genau auf die Omikron-Variante des Coronavirus untersucht. Bislang sei im Abwasser der Landeshauptstadt die neue Variante noch nicht nachgewiesen worden, berichtete das bayerische Wissenschaftsministerium am Freitag.

Ein Forschungsteam des Tropeninstituts am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) analysiert das Abwasser, um so Rückschlüsse auf die Verbreitung von Corona ziehen zu können. Ähnliche Untersuchungen gibt es auch in anderen Orten. Nach Angaben des Ministeriums wird in München derzeit nur die Delta-Variante nachgewiesen. "Daraus kann geschlossen werden, dass es bisher keine großflächige Verbreitung von Omikron in München gibt", hieß es.

Freitag, 3. Dezember, 19.11 Uhr: Mehrere Bundesländer kippen Testpflicht nach Booster-Impfung

In mehreren Bundesländern entfällt die Testpflicht für Menschen, die eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kündigten die Lockerungen für Drittgeimpfte am Freitag schon mit Wirkung ab Samstag an. Auch Mecklenburg-Vorpommern prüft einen solchen Schritt - Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) hoffe jedoch auf eine bundesweite Lösung und wolle das Thema bei der Gesundheitsministerkonferenz am Montag ansprechen, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die Auffrischungsimpfung erhöhe den Impfschutz enorm, teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit. "Sie brauchen dann deshalb beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr." Die 2G-plus-Regel sieht vor, dass nur Geimpfte und Genesene mit einem negativen Test Zugang haben.

Zuvor hatte bereits Niedersachsen die Testpflicht nach einer Booster-Impfung mit Wirkung ab Samstag gekippt. Dies solle auch in die Neufassung der Corona-Verordnung aufgenommen werden, die laut Regierungssprecherin Anke Pörksen Mitte kommender Woche in Kraft treten soll. Hintergrund seien Engpässe beim Testen; lange Schlangen vor Testzentren sollten vermieden werden. Die Befreiung von der Testpflicht gelte ab der dritten Impfung. Für Personen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson sei die zweite Impfung maßgeblich und gelte als Auffrischung im Sinne der neuen Regelung.

Freitag, 3. Dezember, 17.29 Uhr: Italiener geht mit Silikon-Arm zum Impfen und fliegt auf

Ein 50-Jähriger hat in Italien versucht, sich mit einem Silikon-Arm ein Impfzertifikat zu erschleichen. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Dem Bericht zufolge wollte sich der Mann am Donnerstag in einem Impfzentrum der norditalienischen Stadt Biella (Piemont) eine erste Spritze gegen das Coronavirus geben lassen - allerdings in einen Arm aus Silikon.

Auf diese Weise wollte er ein Impfzertifikat erhalten, ohne sich tatsächlich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Die medizinische Fachkraft, die die Spritze setzen sollte, bemerkte jedoch den Betrug. Der 50-Jährige wurde angezeigt.

Freitag, 3. Dezember, 17.19 Uhr: Bundeswehr-Soldaten helfen im Klinikum Memmingen mit

Fünf Bundeswehr-Soldaten vom Militärstützpunkt in Füssen unterstützen das Klinikum Memmingen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Das teilte das Klinikum heute mit.

Die Soldaten helfen den Klinikmitarbeitern bei der Einlasskontrolle am Haupteingang, bei der Abwicklung der täglichen Covid-Testungen sowie bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen und sollen vorerst bis 15. Dezember in Memmingen bleiben.

Freitag, 3. Dezember, 16.51 Uhr: Pietro Lombardi verlegt Konzert in der BigBox

Sänger Pietro Lombardi hat sein für den 18. Dezember geplantes Konzert in der BigBox Allgäu in Kempten verschoben. Ein Nachholtermin steht bereits fest.

Freitag, 3. Dezember, 16.17 Uhr: Inzidenz von 2800 kann in Sachsen "nicht ausgeschlossen werden"

In Sachsen wird nicht ausgeschlossen, dass der aktuell schon extrem hohe Corona-Inzidenzwert sich bis zum Jahresende noch verdoppelt. "Bei sich fortsetzender Dynamik kann angenommen werden, dass die Inzidenz bis Ende Dezember bis zirka 2800 ansteigen wird, bis sie dann bis Ende Januar auf das jetzige Niveau wieder abfallen wird", heißt es im Antrag der Regierung für die Sondersitzung des Landtages am Montag. Das Parlament soll dann über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat Sachsen entscheiden. Damit soll Rechtssicherheit für eine Fortsetzung der Schutzmaßnahmen und ihre mögliche Erweiterung geschaffen werden.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU),
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU),
Bild: Sebastian Kahnert, dpa

Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut für Sachsen eine Wocheninzidenz von 1224,7 ermittelt. Das ist der mit Abstand höchste Wert in Deutschland. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche an.

Freitag, 3. Dezember, 15.04 Uhr: Schweiz verschärft Einreiseregeln: Für Baden-Württemberg gilt Ausname

Die Schweiz verschärft nach dem bedrohlichen Anstieg der Corona-Infektionen die Maßnahmen. Einreisende müssen ab Samstag (4. Dezember) einen negativen PCR-Test vorlegen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte, wie die Regierung am Freitag beschloss. Zudem muss ein zweiter Test, PCR- oder Antigen-Schnelltest, zwischen dem vierten und dem siebten Tag nach der Einreise gemacht werden.

Ausgenommen von der Regel seien Einreisende aus Baden-Württemberg, Bayern und anderen Grenzregionen, sagte Michael Gerber, Leitung Abteilung Recht beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Vorher verhängte Quarantänebestimmungen für zahlreiche Länder werden aufgehoben. Innerhalb von 14 Tagen haben sich schweizweit pro 100 000 Einwohner 1151,51 mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sieben-Tage-Inzidenz gibt das Bundesamt für Gesundheit nicht jeden Tag an.

Freitag, 3. Dezember, 14.12 Uhr: Weiterer Kleeblatt-Flug von Memmingen aus gestartet

Am Freitag ist erneut ein Flugzeug der Luftwaffe mit schwerkranken Corona-Patienten an Bord vom Allgäu Airport in Memmingen gestartet. Wie ein Sprecher der Luftwaffe bestätigt, hob die Maschine um 14 Uhr in Memmingen ab und soll um 15 Uhr in Paderborn landen. Anschließend fliege die Maschine wieder zu ihrem Heimatflughafen in Köln. In Paderborn werden die Erkrankten dann in umliegende Krankenhäuser gebracht. An Bord der Maschine sind sechs Patienten, medizinisches Personal und auch Soldaten der Luftwaffe.

Bereits vor einer Woche startete ein erster Kleeblatt-Flug von Memmingen aus.

Freitag, 3. Dezember, 12.50 Uhr: Polen und die Schweiz werden zu Corona-Hochrisikogebieten

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Freitag, 3. Dezember, 12.40 Uhr: Vier Menschen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis mit Omikron-Variante infiziert - weitere Menschen in Quarantäne.

Am Dienstag wurde bekannt, dass sich vier Menschen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis mit der Omikron-Variante infziert haben. Jetzt sind weitere Menschen in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 3. Dezember, 12.35 Uhr: Corona-Regeln in Bayern: 2G im Handel und private Treffen weiter eingeschränkt

Nach den Beschlüssen beim Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern gibt Bayern heute seine Strategie bekannt. Das Kabinett tagte am Freitagvormittag. Die neuen Corona-Regeln für Bayern finden Sie hier.

Freitag, 3. Dezember, 12.30 Uhr: Spahn mahnt Umsetzung von Corona-Schutzregeln in Stadien an

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn hat gemahnt, bei weiterhin mit bis zu 15.000 Zuschauern vorgesehenen Spielen der Fußball-Bundesliga Corona-Schutzvorgaben sicherzustellen. Er könne nur dafür werben, dass der von Bund und Ländern gefundene Kompromiss auch wirklich "in all seinen Facetten" umgesetzt werde, sagte der CDU-Politiker an Freitag in Berlin. Dazu gehörten Zugang nur für Geimpfte und Genesene (2G), Abstand halten und Maskenpflicht, idealerweise kein Alkohol sowie auch An- und Abfahrtskonzepte, bei denen größere Menschenansammlungen vermieden werden.

Freitag, 3. Dezember, 11.50 Uhr: Dringender Verdacht auf Omikron-Variante in Sachsen

Auch in Sachsen gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach einen Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron. "Es ist ein dringender Verdacht", sagte eine Sprecherin der Uniklinik Leipzig am Dienstagnachmittag. Anders als von der Stadt Leipzig am Dienstagvormittag bekanntgegeben, sei der Fall aber noch nicht endgültig durch eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt. Über den Verdacht hatte die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag berichtet. Betroffen ist demnach ein 37 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht.

Freitag, 3. Dezember, 11.40 Uhr: RKI-Chef Wieler: Impfpflicht muss sorgsam überlegt werden

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich in der Debatte über eine Corona-Impfpflicht für ein behutsames Vorgehen ausgesprochen. Das Thema müsse "sehr, sehr sorgsam kommuniziert und überlegt werden", sagte Wieler am Freitag in Berlin. Es gebe ganz viele Fragen, etwa ab welchem Alter eine Impfpflicht gelten und wie sie vollzogen werden solle und wie damit umgegangen werde, dass Impfungen keinen 100-prozentigen Schutz brächten, sondern eventuell aufgefrischt werden müssten.

"Da braucht es wirklich eine intensive Debatte, um die Pros und Cons herauszuarbeiten (...) Das ist wirklich nicht so trivial." Das Land müsse da noch sehr viel diskutieren. "Ich wünsche mir, dass dort eine fundierte Diskussion stattfindet und dann auch eine wirklich informierte Entscheidung im Parlament", sagte Wieler.

Freitag, 3. Dezember, 11 Uhr: So werden Allgäuer Corona-Patienten in andere Kliniken verlegt

In Allgäuer Kliniken sind fast alle Corona-Intensivbetten belegt. Immer wieder werden Patienten in andere Krankenhäuser transportiert. So erfolgt die Auswahl.

Freitag, 3. Dezember, 10.40 Uhr: So viele Corona-Patienten liegen in den Allgäuer Krankenhäusern

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu werden täglich Corona-Patienten behandelt. Insgesamt liegen 70 Patienten auf der Normalstation und 26 auf der Intensivstation. Diese teilen sich wie folgt auf die Krankenhäuser im Allgäu auf:

  • Kempten: 24 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, acht Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Immenstadt: Sechs Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, neun Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Sonthofen: Keine Covid-19-Patienten werden aktuell auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Oberstdorf: 14 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Mindelheim: 13 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, sechs Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Ottobeuren: 13 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, drei Covid-19-Patienten auf der Intensivstation

Freitag, 3. Dezember, 10.30 Uhr: Inzidenz in Bayern sinkt siebten Tag in Folge

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt seit einer Woche. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) das siebte Mal in Folge eine niedrigere Zahl für den Freistaat. Aktuell liegt die Inzidenz demnach bei 561,5 - das ist gut 10 weniger als am Vortag und ein Rückgang um 91 im Vergleich zum Freitag vor einer Woche. Auf den Intensivstationen steigt die Zahl der Corona-Patienten allerdings weiter. Das bundesweite Intensivregister meldete mit Stand 9.05 Uhr im Vergleich zum Vortag einen Anstieg um acht auf 1088 erwachsene Covid-19-Patienten.

Die höchste Inzidenz im Freistaat weist laut RKI der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1116,7 auf. Auch hier sinken die Zahlen aber: Vor zehn Tagen hatte die Inzidenz dort noch bei mehr als 1600 gelegen. Daneben ist nur noch Weilheim-Schongau über der Grenze von 1000 ab der verschärfte Corona-Maßnahmen verhängt werden. Gültig sind diese - Stand Freitag - noch in zehn Landkreisen. In Dingolfing-Landau enden sie allerdings am Samstag, nachdem der Landkreis am Freitag den fünften Tag in Folge unter der Marke blieb.

Nächste Kandidaten für ein Ende der verschärften Maßnahmen wären die Landkreise Passau, Traunstein, Berchtesgadener Land und die Stadt Rosenheim. Sofern die Inzidenz dort auch am Wochenende unter der Grenze von 1000 bleibt, könnten sie am Montag lockern.

Freitag, 3. Dezember, 10.05 Uhr: Testpflicht auch für Geimpfte in Restaurants in Baden-Württemberg

Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Für die Gastronomie gelte künftig die Regel 2G plus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Dies soll am Samstag in Kraft treten.

Freitag, 3. Dezember, 9.40 Uhr: Immer mehr Kinder und Jugendliche im Landkreis Unterallgäu brauchen Hilfe vom Jugendamt

Im Landkreis Unterallgäu sind die Auswirkungen von Corona auf Kinder und Jugendliche zu spüren. Immer mehr von ihnen brauchen Hilfe vom Jugendamt. Das schlägt sich in den Kosten für entsprechende Maßnahmen nieder, teilt das Landratsamt mit. Jugendamtsleiterin Christine Keller rechnet damit, dass im kommenden Jahr 12,06 Millionen Euro für die Jugendhilfe anfallen und damit 1,5 Millionen Euro mehr als 2021.

Zum einen habe die Pandemie laut Keller bereits vorhandene Probleme verstärkt. Zum anderen haben corona-bedingte Einschränkungen wie Schulschließungen neue Probleme erzeugt. Auch Volljährige seien zunehmend auf Hilfe angewiesen. Keller rechnet mit einer Steigerung von 651.000 Euro in diesem Jahr auf 819.000 Euro im kommenden Jahr. Immer mehr junge Frauen litten unter Depressionen oder Essstörungen und bräuchten Hilfe.

Freitag, 3. Dezember, 9 Uhr: Bayerischer Apothekerverband dämpft Hoffnung auf Corona-Impfungen

Der Bayerische Apothekerverband dämpft die Hoffnung auf eine flächendeckende Hilfe von Apotheken bei der Corona-Impfung. "Die Erwartung, dass es jetzt jede Apotheke im Bayern sofort stante pede kann und will, die möchte ich ein bisschen dämpfen", sagte der Verbandsvorsitzende Hans-Peter Hubmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Er gehe davon aus, dass sich "ein Viertel bis ein Drittel" der bayerischen Apotheken an der Impfung beteiligen werden. Das wären seinen Angaben zufolge 800 bis 1000 Apotheken. Bundesweit rechnet Hubmann mit 4000 bis 5000 Apotheken. Grundsätzlich seien Apotheken zwar bereit, ihren Beitrag zu leisten. Allerdings verwies er auf Personalmangel und hohe Arbeitsbelastung durch Corona-Tests und die Verteilung der Impfstoffe an die Arztpraxen. Deshalb wolle er keine übertriebenen Hoffnungen wecken.

Freitag, 3. Dezember, 8.40 Uhr: Impfpflicht für Pflegekräfte wohl schon ab Mitte März

Die Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten soll wohl schon ab Mitte März gelten. Das erfuhr das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) offenbar aus Kreisen der Ampelparteien. Demnach brauchen wohl alle, die aktuell in der Pflege beschäftigt sind oder zum 1. Januar 2022 eine Beschäftigung aufnehmen, bis 15. März 2022 einen vollständigen Impfschutz. Menschen, die nach dem 16. März 2022 eine Beschäftigung in der Pflege aufnehmen, müssen von Anfang an geimpft sein.

Ausgenommen von der Impfpflicht sind Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen können. Eine Missachtung der Vorschrift gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld geahndet. Der entsprechende Gesetzesentwurf soll wohl Mitte Dezember im Bundestag beschlossen werden.

Freitag, 3. Dezember, 8.15 Uhr: Booster-Termine für ältere Menschen in Memmingen

Das Impfzentrum Memmingen bietet speziell für ältere Menschen zwei Termine für Booster-Impfungen an. Diese sind am Donnerstag, 16. Dezember, und am Freitag, 17. Dezember, jeweils von 14 bis 18 Uhr, teilt die Stadt Memmingen mit. Die Impfungen finden im Impfbus vor der Theodor-Heuss-Schule Memmingen statt. In der Aula der Schule können die Impfwilligen im Sitzen warten und werden dort von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bayerischen Roten Kreuzes betreut.

Die Aula der Schule und der Impfbus sind barrierefrei. Es sind Personen des Sicherheitsdienstes vor Ort, die Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen bei Bedarf helfen. Bei dem Angebot sind ausschließlich Auffrischungsimpfungen möglich.

Freitag, 3. Dezember, 8 Uhr: GdP fürchtet durch 2G mehr Aggressivität - Kontrollen müssen sein

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befürchtet durch die neuen Corona-Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte eine Zunahme der Aggressivität. Sie sei ja bereits vorhanden, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow der Deutschen Presse-Agentur. "Wir kennen ja schon aus der dritten Welle aggressives Verhalten nicht nur gegenüber der Polizei - denken Sie an den Mitarbeiter einer Tankstelle, der das Leben verloren hat, weil einer die Maske nicht tragen wollte." In Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz hatte ein Mann einen Studenten, der in einer Tankstelle an der Kasse als Aushilfe jobbte, im Streit um das Tragen einer Corona-Maske erschossen.

Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom Donnerstag würden Ungeimpfte von vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen, sagte Malchow. "Die werden natürlich zusätzlich aggressiv sein. Und die, die nichts verstehen, sowieso."

Freitag, 3. Dezember, 7.45 Uhr: Divi-Präsident fordert schärfere Kontaktbeschränkungen

Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, fordert in der Corona-Pandemie schärfere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. "Wir brauchen deutliche Kontaktbeschränkungen, aktuell tatsächlich am besten für alle", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Über die neue Virusvariante wissen wir einfach noch nicht genug. Wir können nicht ausschließen, dass die Impfstoffe vermindert wirken", sagte er mit Blick auf die Omikron-Variante. "Wegen dieses Nicht-Wissens ist zwingend notwendig, besonders vorsichtig zu sein."

Freitag, 3. Dezember, 7.30 Uhr: Kabinett will am Freitagvormittag schärfere Corona-Regeln beschließen

Die Corona-Zahlen in Bayern sinken leicht. Doch die Kliniken sind nach wie vor am Limit. Deshalb werden die Maßnahmen nun an einigen Stellen weiter verschärft. Welche neuen Regeln geplant sind, erfahren Sie hier.

Freitag, 3. Dezember, 7 Uhr: Kommentar zur Omikron-Variante: Die Abschottung von Afrika ist keine Lösung

Afrika ärgert sich zu Recht: Bislang wurde es in der Krise alleingelassen, nun wird es auch noch isoliert. Dabei ist genau das Teil des Problems. Ein Kommentar.

Freitag, 3. Dezember, 6.40 Uhr: Der Marktoberdorfer Club Papillon eröffnet ein Testzentrum

Das Papillon in Marktoberdorf ist geschlossen. Um die Zeit zu überbrücken, eröffnen die Betreiber ein Testzentrum. Welche Voraussetzungen sie erfüllen mussten.

Freitag, 3. Dezember, 6.15 Uhr: RKI registriert 74.352 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 442,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 438,2 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.352 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 76.414 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne "einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein", heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung "regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Die 7-Tage-Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Bilderstrecke

Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern

Donnerstag, 2. Dezember, 21.30 Uhr: Anästhesisten: Corona-Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus

Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert.

"Die Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um die Intensivstationen von dem enormen Druck zu entlasten und eine Patientengefährdung zu verhindern", sagte DGAI-Präsident Frank Wappler am Donnerstag. "Wir sind zu spät dran und versuchen es jetzt mit aller Gewalt, unzureichende Maßnahmen übers Knie zu brechen."

Statt der Umsetzung eines "komplizierten Systems mit vielen Lücken" forderten die Anästhesisten "strikte Kontaktbeschränkungen und in letzter Konsequenz einen Lockdown". Schätzungen zufolge würden bis Weihnachten bis zu 6000 schwerkranke Covid-19-Patienten auf den deutschen Intensivstationen liegen.

Donnerstag, 2. Dezember, 20 Uhr: RKI: Bislang vier nachgewiesene Omikron-Fälle in Deutschland - Entspannung in Sicht?

Bislang sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vier Fälle der Omikron-Variante durch Genomsequenzierung bestätigt. Bei diesen vier Fällen handele es sich um Reiserückkehrer aus Südafrika, schrieb das RKI in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend. Südafrika hatte Mitte vergangener Woche über die Variante informiert. Die vier Menschen seien allesamt geimpft, keiner von ihnen musste bislang zur Behandlung ins Krankenhaus, wie das RKI mitteilte. Alle zeigten nur milde Symptome. Die Angaben beziehen sich laut RKI auf Vorabinformationen, die bis Mittwoch (1.12.) übermittelt wurden.

Bei acht weiteren Fällen in Deutschland bestehe ein Verdacht auf Omikron, diese würden aktuell durch Genomsequenzierung - also dem Auslesen des Virenerbguts - überprüft. Experten gehen jedoch von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus.

Dem RKI zufolge wurden in mindestens 18 Ländern Infektionen mit der Omikron-Variante nachgewiesen. Zu den 12 europäischen Ländern gehören demnach Deutschland, Österreich, die Tschechische Republik, Belgien, die Niederlande und Dänemark. Unterdessen fällt dem RKI die Beurteilung zuletzt gesunkener Corona-Zahlen schwer.

Donnerstag, 2. Dezember, 19 Uhr: Corona-Impfung: Memmingen bietet spezielles Booster-Angebot für Ältere

Ältere Menschen, die sich mit dem Corona-Impfstoff boostern lassen wollen, bekommen in Memmingen ein besonderes Angebot. Am 16. und 17. Dezember können sich Impfwillige ohne Termin zwischen 14 und 18 Uhr im Impfbus die dritte Corona-Impfung spritzen lassen. Warten können sie, überdacht und im Warmen, in der Theodor-Heuss-Schule. Erst- oder Zweitimpfungen werden bei diesem besonderen Angebot im Memminger Westen nicht gegeben, teilt die Stadt mit.

Donnerstag, 2. Dezember, 18.45 Uhr: Wut und Sorge: 200 Menschen demonstrieren in Memmingen gegen mögliche Impfpflicht

In Memmingen demonstrieren 200 Menschen vor dem Krankenhaus gegen eine mögliche Impfpflicht. Viele von ihnen arbeiten in der Pflege oder in sozialen Berufen.

Donnerstag, 2. Dezember, 18 Uhr: Reaktionen zum Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern, 2021 Feuerwerk an Silvester erneut zu verbieten, hagelt es Kritik von der Herstellern. Andere begrüßen das Verbot.

Donnerstag, 2. Dezember, 17.10 Uhr: Söder: Geisterspiele in Bayern ab dem Wochenende

Bayern will nach dem Bund-Länder-Gipfel bereits am Freitag seine Corona-Maßnahmen verschärfen. So sollen Fußballspiele nur noch als Geisterspiele stattfinden. Schon am Freitag sollen die Regeln beschlossen werden.

Donnerstag, 2. Dezember, 17 Uhr: Söder will Impfpflicht ab zwölf Jahren diskutieren

Die Inzidenz in Bayern sinkt seit fast einer Woche - auf den Intensivstationen wird es aber voller. Söder stößt eine Debatte um eine Impfpflicht ab 12 an.

Donnerstag, 2. Dezember, 15.45 Uhr: Wegen Corona-Lage: Höchstens 15.000 Zuschauer beim Fußball

Maximal 15.000 Zuschauer wollen die Bundesregierung und Länderchefs zu Fußballspielen zulassen. Auch für Sporthallen wurde ein Beschluss gefasst.

Donnerstag, 2. Dezember, 15.30 Uhr: Merkel würde für Impfpflicht stimmen

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland ausgesprochen. Sie würde dafür stimmen, wenn sie bei der geplanten Abstimmung noch Mitglied im Bundestag wäre, sagte Merkel am Donnerstag nach einer Bund-Länder-Schalte zu Corona in Berlin.

Trotz aller Werbung fürs Impfen gebe es eine Impflücke. Alle Verantwortlichen hätten gehofft, dass die Freiwilligkeit beim Impfen besser angenommen würde. Merkels voraussichtlicher Nachfolger Olaf Scholz (SPD) hatte angekündigt, dass über eine allgemeine Impfpflicht im Bundestag ohne Fraktionsdisziplin abgestimmt werden solle.

Donnerstag, 2. Dezember, 15.25 Uhr LGL: Inzidenz sinkt bei Geimpften und Ungeimpften

Bei Geimpften wie auch bei Ungeimpften sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern. Doch in der Höhe unterscheiden sich die beiden Werte erheblich.

Donnerstag, 2. Dezember, 14.52 Uhr: Diskotheken werden bei hohen Inzidenzen geschlossen

Clubs und Diskotheken werden bei hohen Corona-Infektionszahlen wegen des Ansteckungsrisikos geschlossen. Dies gilt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Beschluss von Bund und Ländern am Donnerstag sagte. Mehr dazu lesen Sie in usnerem Live-Ticker.

Donnerstag, 2. Dezember, 14.45 Uhr: Bundesweit 2G für Geschäfte und Freizeitveranstaltungen

In Geschäften sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen bekommen Zugang künftig nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte oder von einer Infektion Genesene. Die in einigen Ländern schon geltende 2G-Regel soll nach einem Beschluss von Bund und Ländern vom Donnerstag bundesweit ausgeweitet werden und unabhängig von der jeweiligen Inzidenz gelten.

Donnerstag, 2. Dezember, 14 Uhr: Kreise: Verkauf von Böllern und Feuerwerk an Silvester verboten

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag. Aktuelles dazu lesen Sie in unserem Newsticker.

Donnerstag, 2. Dezember, 12.40 Uhr: Maskenverweigerer sorgt in Ottobeurer Supermarkt für Ärger

Ein 47-Jähriger hat sich geweigert, in einem Ottobeurer Supermarkt eine Maske zu tragen. Letztlich musste die Polizei einschreiten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 12.30 Uhr: Bund und Länder beraten aktuell - die voraussichtlichen Beschlüsse beim Corona-Gipfel

Angesichts der neuen Omikron-Variante und der Wucht der vierten Corona-Welle werden die Rufe nach härteren Maßnahmen lauter. Am Donnerstag treffen sich die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) ab 11 Uhr mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. Beschlüsse sind heute zu erwarten. Hier erfahren Sie aktuell, was beschlossen wurde.

Donnerstag, 2. Dezember, 12 Uhr: Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende der richtige Weg

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen. Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die sich weiter verschärfende Lage und die Debatte bringe "den ein oder anderen doch noch zur Vernunft", das müsse man anerkennen, meinte Wüst kurz vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen.

"Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang", sagte Wüst. "Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg."

Im "Frühstart" von RTL/ntv räumte Wüst bei der Haltung der Politik zur Impfpflicht eine Art Wortbruch ein. "Man kann das Wort nicht halten, was man gegeben hat. Es waren auch Versprechen, die gegeben worden sind vor dem Hintergrund, dass man geglaubt hat, es würden sich alle impfen lassen. Das ist nicht passiert." Nun müsse man mit dieser Situation umgehen. "Es ist keine Kleinigkeit, aber wir müssen es jetzt tun, weil wir sonst aus der Dauerschleife von Lockerungen und Lockdowns nicht mehr rauskommen."

Donnerstag, 2. Dezember, 11.20 Uhr: Impfkommission will rechtzeitig Empfehlung zu Kinder-Impfung abgeben

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will auf die um eine Woche vorgezogene Auslieferung des speziellen Corona-Impfstoffs für Kinder von fünf und elf Jahren reagieren. "Wenn irgend möglich" solle bis zum 13. Dezember eine Empfehlung vorliegen, teilte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens auf Anfrage mit. Stiko-Mitglied Martin Terhardt sagte am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz": "Wir werden sicherlich bis dahin eine Empfehlung haben."

Es gibt schon länger Hinweise darauf, dass die Stiko die Impfung zunächst ausdrücklich nur für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen und erkrankten Angehörigen ausdrücklich empfehlen könnte. Eine spätere Ausweitung auf alle Gruppen hatte es auch beim Impfen von 12- bis 17-Jährigen gegeben. Dies würde aber nicht bedeuten, dass die Impfung nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder der Sorgeberechtigten nicht möglich ist, hatte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin vergangene Woche nach der Zulassung des Mittels durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA betont.

Die Sicherheitsdaten für den Kinder-Impfstoff seien noch nicht ganz ausreichend, sagte Terhardt im ZDF. Zum Risiko von Herzmuskelentzündungen sei noch nichts bekannt. Bis zur Klärung der Frage könne es Januar oder Februar werden, erwartet würden dazu Daten aus den USA, wo Kinder in dem Alter bereits in großer Zahl gegen Covid-19 geimpft werden. Sehr seltene Nebenwirkungen können mit einer Probandenzahl wie in der Zulassungsstudie nicht erfasst werden.

Beim Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige geht es um ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech-Impfstoff. Es gibt jetzt schon Ärzte, die den schon verfügbaren Impfstoff in verringerter Dosis einsetzen, dies fällt laut Kinderärzten unter sogenannten Off-Label-Use.

Donnerstag, 2. Dezember, 11 Uhr: Fast eine Million Impfungen - vier von fünf sind Auffrischungen

Deutschland kommt der Zahl von einer Million Corona-Impfungen pro Tag wieder näher. Am Mittwoch ließen insgesamt 987.000 Menschen den Piks über sich ergehen. Vier von fünf Impfwilligen erhielten dabei eine Auffrischungsimpfung ("Booster"), wie aus dem Impfdashboard des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht (Stand: 9.23 Uhr). Am Dienstag waren es noch 807.000 verabreichte Dosen. Der Rekord wurde bisher am 9. Juni mit 1,4 Millionen Dosen erzielt. Vollständig geimpft - für diesen Status ist eine Auffrischungsimpfung bisher nicht erforderlich - sind inzwischen 68,7 Prozent der Bevölkerung und 79,3 Prozent aller Erwachsenen über 18 Jahren.

Donnerstag, 2. Dezember, 10.30 Uhr: Lechbruck ein Hotspot im Ostallgäu? Corona-Ausbruch im Altenheim

Die Gemeinde Lechbruck gehört im Ostallgäu derzeit zu den Corona-Hotspots. 304 von 2722 Einwohnern wurden dort laut Internetseite des Landratsamtes Ostallgäu mit Stand Mittwoch positiv auf das Virus getestet. Das entspricht einer Fallzahl von 41,51 pro 1000 Einwohnern und damit der höchsten im Füssener Land und einer der höchsten im ganzen Landkreis. Von den 304 Personen gelten 189 als genesen, 113 als akut positiv und zwei davon sind gestorben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 10.30 Uhr: So viele Corona-Patienten liegen in den Allgäuer Krankenhäusern

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu werden täglich Corona-Patienten behandelt. Insgesamt liegen 76 Patienten auf der Normalstation und 28 auf der Intensivstation. Diese teilen sich wie folgt auf die Krankenhäuser im Allgäu auf:

  • Kempten: 25 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, zehn Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Immenstadt: Neun Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, Neun Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Sonthofen: Keine Covid-19-Patienten werden aktuell auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Oberstdorf: 13 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Mindelheim: 18 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, fünf Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Ottobeuren: Elf Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, vier Covid-19-Patienten auf der Intensivstation

Donnerstag, 2. Dezember, 10.20 Uhr: Gesundheitsexperte Lauterbach: Kein Spiel mehr als 5000 Zuschauer

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert kurz vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern eine Obergrenze für Fußballspiele. "Aus meiner Sicht sollte kein Spiel mehr als 5.000 Zuschauer haben", schrieb Lauterbach auf Twitter mit Blick auf das umstrittene rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende vor 50.000 Fans.

Am Mittwoch war der Corona-Inzidenzwert in Köln sprunghaft gestiegen. "Es war sicher nicht das Spiel allein. Aber es hat beigetragen. Das Spiel hätte so nie genehmigt werden dürfen", schrieb Lauterbach. Nach Angaben der Stadt Köln vom Mittwoch gebe es allerdings noch keinen Infektionsfall mit Bezug zum Bundesligaspiel vom Samstag. Am Donnerstag beraten Bund und Länder über schärfere Maßnahmen. Dabei geht es auch um Einschränkungen bei Großveranstaltungen.

Donnerstag, 2. Dezember, 9.30 Uhr: Mehr Kinder mit Corona auf Intensiv? - Experte gibt Entwarnung

Auf Kinderintensivstationen in Deutschland ist die Zahl der Corona-Fälle laut Divi-Intensivregister im November deutlich gestiegen, allerdings auf niedrigem Niveau. Fachleute geben jedoch Entwarnung: "Die allermeisten dieser Kinder sind wegen anderer Erkrankungen in Behandlung und haben keine Covid-19-Symptome", sagte der Kinder-Intensivmediziner Florian Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur.

Donnerstag, 2. Dezember, 8.40 Uhr: Söder will Impfpflicht ab zwölf Jahren diskutieren

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will über eine Impfpflicht bei Kindern ab zwölf Jahren sprechen. "Das muss man diskutieren", sagte er im Bayerischen Rundfunk. "Generell wäre es natürlich gut, wenn die Impfpflicht zumindest bei denen, bei denen der Impfstoff schon erprobt ist - ab zwölf - auch stattfinden würde." Das würde schnell gehen und die Schulen "absolut sicher machen". Zudem sei sein Gefühl bei den jungen Leuten: "Die wollen auch geimpft werden, weil sie sagen: "Dann habe ich Freiheit"."

Donnerstag, 2. Dezember, 8.30 Uhr: In Bayern sterben überdurchschnittlich viele Menschen an oder mit Corona

In Bayern und anderen Bundesländern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verhältnis erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser durchgeimpften Norden Deutschlands. Das geht aus statistischen Analysen der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hervor. Grundlage sind die offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 8 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern sinkt weiter

Die Corona Inzidenz in Bayern sinkt weiter. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut für den Freistaat eine Inzidenz von 571,6 (Stand 3.24 Uhr). Das ist ein Rückgang um 17,7 im Vergleich zum Mittwoch. Bundesweit hat Bayern damit die fünfthöchste Inzidenz. Deutscher Durchschnitt sind 439,2.

Laut RKI stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona um 87. Insgesamt sind es seit Beginn der Pandemie in Bayern 17.739.

Die höchste Inzidenz in Bayern wies am Donnerstag der Landkreis Feyung Grafenau mit 1148,6 auf. Auch Weilheim-Schongau und Rottal-Inn lagen über der Schwelle von 1000 ab der verschärfte Maßnahmen starten. Die niedrigste Inzidenz in Bayern meldete das RKI für den Landkreis Kulmbach mit 253,4

Donnerstag, 2. Dezember, 7 Uhr: Olaf Scholz (SPD) ruft bei Joko und Klaas zum Impfen auf

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat als Gast der ProSieben-Entertainer Joko und Klaas einen eindrücklichen Impf-Appell an die Fernsehzuschauer gerichtet. "Mir ist wichtig, dass jede und jeder, der kann, sich impfen lässt. Nur das hilft", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ProSieben-Sendung "Joko und Klaas 15 Minuten live".

Donnerstag, 2. Dezember, 6.30 Uhr: Landratsamt bestätigt: Neue lockerere Corona-Regeln gelten ab heute

Lockdown-Lockerungen von Buchloe über Marktoberdorf bis Füssen: Fünf Tage lang lag die Inzidenz im Landkreis Ostallgäu unter der Hotspot-Marke von 1000. Ab Donnerstag gelten weniger strenge Corona-Regeln. Restaurants, Hotels und Fitnessstudios sollen wieder öffnen können. Das hat das Landratsamt am Mittwochmittag in einer öffentlichen Bekanntmachung bestätigt. Welche Regeln ab heute gelten, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 6.25 Uhr: Corona-Gipfel berät über strengere Regeln - Wüst: Keine halben Sachen

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat vor der Bund-Länder-Runde an diesem Donnerstag (11 Uhr) konsequente Entscheidungen im Kampf gegen die dramatisch hohen Corona-Zahlen verlangt. "Wir dürfen heute in der Ministerpräsidentenkonferenz keine halben Sachen machen, sondern müssen die vierte Welle entschlossen brechen", sagte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Länder brauchen dazu den bewährten Instrumentenkasten der Pandemiebekämpfung." Er sei auch dankbar, dass der voraussichtliche Nachfolger von Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt, Olaf Scholz (SPD), zugesagt habe, das Infektionsschutzgesetz erneut spürbar nachzubessern. "Das muss jetzt aber auch konsequent geschehen", betonte Wüst. Welche Beschlüsse geplant sind, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 6.20 Uhr: RKI registriert 73.209 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 439,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum dritten Mal in Folge leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 439,2 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert bei 452,2 gelegen, am Mittwoch bei 442,9. Im Vormonat hatte der Wert bei 154,5 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 73.209 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 75.961 Ansteckungen gewesen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist dabei zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

---------------------

Alle Entwicklungen vom 27. November bis 1. Dezember lesen Sie in Teil 88 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 22. bis 26. November lesen Sie in Teil 87 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 18. bis 21. November lesen Sie in Teil 86 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 12. bis 17. November lesen Sie in Teil 85 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 5. bis 11. November lesen Sie in Teil 84 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.