Bärlauch-Zeit

Bärlauch - Was macht das Gewächs so besonders?

Der Bärlauch wächst im Allgäu am liebsten an Bachläufen und in schattigen Laubwäldchen. Geschmacklich eignet er sich hervorragend als Pesto oder in Salaten.

Der Bärlauch wächst im Allgäu am liebsten an Bachläufen und in schattigen Laubwäldchen. Geschmacklich eignet er sich hervorragend als Pesto oder in Salaten.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Der Bärlauch wächst im Allgäu am liebsten an Bachläufen und in schattigen Laubwäldchen. Geschmacklich eignet er sich hervorragend als Pesto oder in Salaten.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Suppe, Bärlauch-Spätzle - die Rezepte mit dem würzigen Lauch liegen im Trend. Was man über den Bruder des Knoblauchs wissen sollte.
13.04.2021 | Stand: 18:56 Uhr

Es riecht intensiv, wenn man vorbeiläuft. Wie ein grüner Teppich breiten sich die großen Blätter im Unterholz aus. Oft findet man sie in der Nähe von Bächen und Flüssen, im Schatten eines Laubwäldchens: Es ist wieder Bärlauch-Zeit. Auch Hexenknolle genannt, erfreut sich das würzige Gewächs großer Beliebtheit im Frühjahr. Dabei ähnelt der intensive Geschmack dem Knoblauch und eignet sich - auch für Allgäuer Sterneköche - gut für den besonderen Kick in Frühjahresgerichten. Geschmacklich passt er oft gut in den Salat oder eignet sich als Pesto.

Bärlauch sieht giftigen Pflanzen zum Verwechseln ähnlich

Bis Ende April können Allgäuer die Pflanzen noch sammeln. Aber Vorsicht: Die Maiglöckchenblätter, die zur selben Zeit aus dem Boden sprießen, sehen dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich. Und der Verzehr der Blätter kann im Ernstfall bis zum Tod führen. Um das giftige Maiglöckchen zu erkennen, sollten Sammler auf die Blätter achten, rät Frank Schönmetzler, Leiter Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu.

Zwei der Blätter sitzen beim tückischen Doppelgänger am gleichen Stängel, sie sind in der Regel härter als Bärlauchblätter und die Unterseite glänzt. Auch die Blätter der Herbstzeitlosen sind fester und wachsen aus einer gemeinsamen Blattrosette.

Generell gilt: Sammeln sollte man nur, wenn man sicher weiß, dass es sich um Bärlauch handelt. Auch der Knoblauchduft von Bärlauch ist kein Kriterium, warnt Schönmetzler: Der Geruch von gepflücktem Bärlauch haftet an den Fingern, was zu Verwechslungen führen kann. (Lesen Sie dazu auch: Wie man Bärlauch von giftigen Pflanzen unterscheidet)

Bärlauch-Zeit: Die Pflanze ist gut für den Körper

Abgesehen vom guten Geschmack hat der Bärlauch noch mehr zu bieten. Allium ursinum - Bärlauch auf lateinisch - hat viele Vorteile für die Gesundheit. Sagt auch Gerti Epple, Wildkräuterfrau und Vorsitzende des Vereins Allgäuer Kräuterland.

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Unterschiede erkennen

Ähnliche Blätter: Der Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger

Er enhält viel Vitamin C, Eisen und Schwefelverbindungen, die entgiftend wirken. Zudem hat er eine blutreinigende Wirkung, soll gegen Bluthochdruck und Müdigkeit helfen und sogar Hautleiden lindern. Dieser Überzeugung waren schon die alten Römer.

Leckere Rezepte mit Bärlauch gibt es auch auf der Seite Oberstdorf.de.

Lesen Sie dazu auch: Kräuter im Allgäu: Gerti Epple sieht Wildkräuter als heimisches Superfood