Badeunfall bei Bernbeuren

Badegäste finden leblose Frau am Haslacher See: Identität geklärt

Eine leblose Frau wurde am Haslacher See bei Bernbeuren gefunden. Die Identität der Toten ist noch nicht geklärt.

Eine leblose Frau wurde am Haslacher See bei Bernbeuren gefunden. Die Identität der Toten ist noch nicht geklärt.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Symbolfoto

Eine leblose Frau wurde am Haslacher See bei Bernbeuren gefunden. Die Identität der Toten ist noch nicht geklärt.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Symbolfoto

Erneut sind in Bayern Menschen beim Baden verunglückt. Eine leblose Frau wurde am Haslacher See bei Bernbeuren gefunden. Zuerst ist nicht klar, wer die Badetote ist.
03.08.2020 | Stand: 18:25 Uhr

Aktualisiert am Montag, 7.30 Uhr - Die Unglücksserie auf Gewässern in Bayern reißt nicht ab: Am Samstag fanden Badegäste am Haslacher See bei Bernbeuren eine leblose Frau. Sie lag laut Polizei im östlichen Uferbereich im Wasser. Eine Wiederbelebung blieb erfolglos. Zuerst war unklar, wer die Badetote war. Die Polizei bat um Hinweise aus der Bevölkerung.

Erst am Sonntagnachmittag konnte jedoch die Identität der Verstorbenen geklärt werden. Dank der Berichterstattung in den Medien konnte die Verstorbene von Angehörigen identifiziert werden, teilt die Polizei mit. Bei der Toten handelt es sich um eine 71 Jahre alte Schwimmerin aus Bernbeuren. Es wird derzeit von einem tragischen Badeunfall ausgegangen.

Der Haslacher See bei Bernbeuren ist etwa 35 Hektar groß und befindet sich im Landkreis Weilheim-Schongau. Er wird auch von Badegästen aus dem angrenzenden Ostallgäu geschätzt.

Eine weitere Frau starb ebenfalls am Samstag am Riegsee (Landkreis Murnau). Die 82-Jährige ging plötzlich unter. Eine Freundin und weitere Badegäste zogen sie an Land und versuchten sie zu reanimieren. Trotz der Bemühungen starb sie wenig später im Krankenhaus, wie die Polizei mitteilt.

Immer wieder kam es zuletzt zu Todesfällen auf Gewässern in Bayern und im benachtbarten Baden-Württemberg. So wurde am Donnerstag am Eisbach in München eine Leiche geborgen. Niemand weiß bis zur Stunde indes, wer der Mann ist.

Drei tragische Unglücksfälle ereigneten sich zudem allein in dieser Woche in der Donau:

  • 25-Jähriger ertrinkt nahe der Donaubrücke in Sigmaringendorf

Zu einem tragischen Badeunfall kam es Donnerstag gegen 17.40 Uhr in der Donau in Sigmaringendorf (Landkreis Sigmaringen). Ein 25-Jähriger schwamm unterhalb der Donaubrücke in der Donau und befand sich etwa in Flussmitte, als er aus unbekannter Ursache plötzlich offensichtlich Probleme bekam.

Zeugen, die zur Hilfe schwammen, kamen laut Polizei zu spät. Der junge Mann ging innerhalb kürzester Zeit unter. Taucher der Feuerwehr bargen etwa eine halbe Stunde später die Leiche des 25-Jährigen.

  • Vermisstes Mädchen tot am Donauufer in Bogen aufgefunden

Schreckliche Gewissheit gibt es im Falle eines Mädchens, das seit Dienstag in Bogen (Niederbayern) vermisst wurde: Die 13-Jährige ertrank ebenfalls in der Donau. Zunächst berichtete der BR darüber.

Ein Ehepaar hat demnach am Donnerstagabend am Donauufer in der Nähe der Eisenbahnbrücke eine Wasserleiche entdeckt. Wie das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilt, handelt es sich um das gesuchte Mädchen.

Es war am Dienstagabend in brusthohem Wasser von der Donau-Strömung mitgerissen worden. Groß angelegte Suchaktionen in den vergangenen Tagen führten zunächst nicht zum Erfolg.

  • 35 Jahre alter Mann tot aus Donnau in Passau geborgen

Bereits am Mittwoch hatte die Wasserschutzpolizei einen 35 Jahre alten Mann in Passau tot aus der Donau geborgen. Das Ergebnis der Obduktion vom Donnerstag deutet darauf hin, dass der Mann ebenfalls ertrunken ist.

Nicht nur an der Donau hat es zuletzt schlimme Unglücksfälle gegeben: Vergangene Woche war ein 6-Jähriger Bub nach einem Badeunfall am Lech im Augsburger Uniklinikum verstorben. Wenige Tage zuvor war ein 60-Jähriger in den Lech gestürzt und ertrunken.

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Weitere Meldungen von Badeunfällen im Sommer 2020 in der Region

 

13. Juli 2020: Stand-Up-Paddler entdeckt bewusstlose Frau im Bodensee

Wie die Polizei am Montag vermeldete ereignete sich der Badeunfall bereits am Freitagvormittag in Unteruhldingen am Bodensee. In etwa 15 Metern Entfernung vom Ufer entdeckte ein Stand-Up-Paddler um kurz nach 10 Uhr eine bewusstlos im Wasser treibende Frau. Er begab sich sofort an Land, um einen Notruf abzusetzen. Währenddessen zog ein Ehepaar die 72-Jährige aus dem Wasser. Gemeinsam mit einer weiteren Frau begannen die Ersthelfer augenblicklich mit Reanimationsmaßnahmen, die sie bis zum Eintreffen des Rettungswagens fortsetzten. Dieser brachte die Verunglückte ins Krankenhaus. Dort starb die Frau einige Zeit später an den Folgen des Badeunfalls. Die Ermittlungen zur Ursache des Badeunfalls dauern an.

Rettungskräfte rechnen im "Corona-Sommer" mit einem weiteren Anstieg von Badeunfällen auf Seen und Gewässern in der Region, da sich noch mehr Menschen als sonst dort tummel. Was zu beachten ist, lesen Sie hier.

 

Meldung vom 9. Juli 2020: Stand-Up-Paddler stirbt im Bodenseee

Laut Polizei ereignete sich das Unglück am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr auf dem Bodensee bei Fischbach auf Höhe des Freizeitgeländes Manzell. Ein 55-jähriger Mann war mit seinem Stand-Up-Paddle auf dem See unterwegs, als er in etwa 200 Meter Entfernung vom Ufer von seinem Board ins Wasser fiel.

Ein Zeuge beobachtete, wie sich der Mann noch kurz an seinem Paddel festhielt, dann aber unterging. Kräfte der Feuerwehr, der DLRG und der Wasserschutzpolizei organisierten zur Suche nach dem Verunglückten im flachen Wasser mit kleinen Booten eine Suchkette. Die Suche blieb erfolglos.

Erst die Besatzung eines inzwischen alarmierten Polizeihubschraubers entdeckte gegen 16:30 Uhr eine leblose Person unter Wasser und lotste Taucher der DLRG zur Fundstelle. Dort wurde der Mann aus dem Wasser auf ein Feuerwehrlöschboot geborgen.

Die Bootsbesatzung versuchte vergeblich, den Mann zu reanimieren. Eine Notärztin stellte noch vor Ort den Tod des Mannes fest. Der Verunglückte aus NRW war, gemeinsam mit seiner Ehefrau, als Tourist am Bodensee unterwegs. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an.

 

Meldung vom 2. Juli 2020: Stand-Up-Paddler geraten auf Fluss im Allgäu in Lebensgefahr - Polizei warnt vor Leichtsinn

Leichtsinn am Lech hätte für zwei Stehpaddler am Lech beinahe böse Folgen gehabt. Am Mittwochmorgen ging bei der Polizeiinspektion Füssen eine Mitteilung über zwei Stand-Up-Paddler ein, die auf dem Lech zwischen der Theresienbrücke und der König-Ludwig-Brücke unterwegs waren. Wegen der aktuell starken Strömung des Flusses und dem dortigen Wehr bestand laut Polizei akute Lebensgefahr für die beiden. Mehrere Streifen rückten aus, um die beiden zu retten.

Die zwei Wassersportler wurden am Wehr angetroffen und ans Ufer dirigiert. Sie gaben an, dass sie über einen Internetblog auf die Route aufmerksam wurden. Sie wollten über den Lech und den Forggensee bis nach Lechbruck paddeln. Dass sich auf der Strecke mehrere Staustufen und Dämme befinden, wurde in dem Blog nicht berichtet. Zudem besteht auf dem kurzen Fließstück zwischen Wehr und Forggensee ein absolutes Verbot für Wasserfahrzeuge.

Die Polizei Füssen weist in diesem Zusammenhang auf die massive Lebensgefahr hin, die im Zusammenhang mit den Wehren und den Staustufen besteht. „Man sollte sich nicht auf solche Routenführungen aus dem Internet blind verlassen, da dies unter Umständen mit dem Leben bezahlt werden muss“, heißt es in einer Mitteilung.

Aufpassen beim Stehpaddeln: SUP-Boards sind nicht überall erlaubt

Die Technik des Stehpaddelns, das Balance und Körpergefühl erfordert, wird an Surf- und Segelschulen auf zahlreichen bayerischen Seen vermittelt. Dort werden auch Boards zum Ausprobieren ausgeliehen - und auf etwaige Regeln und Gefahren für das jeweilige Gewässer hingewiesen. Beliebt bei Stehpaddlern sind im Allgäu beispielsweise der Alpsee bei Immenstadt oder der Forggensee. Teils wird auch Yoga auf dem See angeboten.

Doch längst nicht an allen Gewässern ist bundesweit der Einsatz von SUP-Boards erlaubt. Zum Schutz von Natur, Tieren und an gefährlichen Strecken eben auch der Fahrer gelten auf einigen Flüssen und Seen zeitweise oder sogar ganzjährige Befahrungsverbote. Eine gute Übersicht gibt es auf der Seite supscout.de

Für eine Tour auf dem Fluss empfiehlt sich im Allgäu – unter Anleitung – die Iller auf dem acht Kilometer langen Stück zwischen Blaichach-Bihlerdorf und Immenstadt.

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