Mutmaßlicher Betrugsskandal

Caritasverband fordert Kurswechsel in Seeger Pflegeheim

Der mutmaßliche Betrugsskandal in einem Pflegeheim in Seeg sorgt weiter für Diskussionen. Der Caritasverband fordert einen Kurswechsel, damit die Einrichtung weiterhin als Caritasheim geführt werden kann.

Der mutmaßliche Betrugsskandal in einem Pflegeheim in Seeg sorgt weiter für Diskussionen. Der Caritasverband fordert einen Kurswechsel, damit die Einrichtung weiterhin als Caritasheim geführt werden kann.

Bild: Benedikt Siegert

Der mutmaßliche Betrugsskandal in einem Pflegeheim in Seeg sorgt weiter für Diskussionen. Der Caritasverband fordert einen Kurswechsel, damit die Einrichtung weiterhin als Caritasheim geführt werden kann.

Bild: Benedikt Siegert

Nach dem mutmaßlichen Betrugsskandal in einem Pflegeheim in Seeg (Kreis Ostallgäu) fordert der Caritasverband einen Kurswechsel rund um die Einrichtung.
24.01.2023 | Stand: 17:58 Uhr

Der mutmaßliche Betrugsskandal in einem Pflegeheim in Seeg sorgt weiter für Gesprächsstoff. Der Caritasverband der Diözese Augsburg fordert einen Kurswechsel rund um die Einrichtung. Eine weitere Zusammenarbeit sei nur möglich, wenn die Heimmitarbeiter künftig wieder nach kirchlichem Arbeitsrecht beim Seeger Caritasverein angestellt und bezahlt werden.

Damit geht der Caritasverband auf Distanz zum bisherigen Vorgehen unter dem in Untersuchungshaft sitzenden Seeger Bürgermeister Markus Berktold (CSU). Als Vorsitzender des Caritasvereins hatte er mehrere Betreibergesellschaften gegründet, in denen er jeweils Geschäftsführer war. Für die dort angestellten Mitarbeiter soll das kirchliche Arbeitsrecht nicht mehr gegolten haben. Die Betriebsgesellschaften sollen nach Ansicht des Caritasverbandes nun abgewickelt werden.

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Der Caritasverband hat nach Angaben eines Sprecher einen Juristen beauftragt, „die dazu notwendigen Schritte mit den Verantwortlichen vor Ort zu besprechen und zu prüfen, damit der Betrieb und die Beschäftigung fortgeführt werden kann.“ Wie unsere Redaktion erfuhr, hatte der Caritasverband bereits im Herbst ein Ausschlussverfahren gegen die Betreibergesellschaften eröffnet. Berktold wird von der Generalstaatsanwaltschaft vorgeworfen, gemein mit einem Heimleiter die Pflegekasse um 1,1 Millionen Euro durch Scheinrechnungen betrogen zu haben.

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„Wir stehen vor einem Scherbenhaufen und schauen jetzt gemeinsam, was wir wieder zusammenfügen können“, teilte der Sprecher mit. Ein Erweiterungsbau für 14 Millionen Euro unter einem Investor, wie ihn Bertold ins Gespräch gebracht hatte, sei aus Sicht des Caritasverbandes „in weite Ferne gerückt.“

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