Neuer Roman

Bier, Blut und eine Leiche: So ist der neue Allgäu-Krimi von Mia C. Brunner

Vier Allgäu-Krimis hat die Kemptener Autorin Mia C. Brunner schon geschrieben. Der neueste Roman heißt "Mordsklamm“.

Vier Allgäu-Krimis hat die Kemptener Autorin Mia C. Brunner schon geschrieben. Der neueste Roman heißt "Mordsklamm“.

Bild: Ralf Lienert

Vier Allgäu-Krimis hat die Kemptener Autorin Mia C. Brunner schon geschrieben. Der neueste Roman heißt "Mordsklamm“.

Bild: Ralf Lienert

Die Kemptenerin Mia C. Brunner schildert in ihrem vierten Allgäu-Krimi wieder schreckliche Morde. Familiäre Hintergründe der 47-jährigen Autorin spielen auch eine Rolle.
03.11.2020 | Stand: 18:01 Uhr

Mit „Mordsklamm“ liegt jetzt der vierte Allgäu-Krimi von Mia C. Brunner vor. Im Mittelpunkt steht wieder der Kemptener Hauptkommissar Florian Forster, der mit seiner On-Off-Freundin Jessica Grothe zwischen Sonthofen und Sylt ermittelt. Am Anfang steht ein fröhliches Brauereifest, bei dem eine Leiche im Sudkessel auftaucht. Daraus entwickelt sich eine unheimliche Mordserie.

Mia C. Brunner stammt aus Wedel in der Nähe von Hamburg und lebt seit 15 Jahren in Kempten. Bei einem Spaziergang durch den Hofgarten erzählt die 47-Jährige von der Faszination am Schreiben. Dass es im neuen Krimi um eine Brauerei im Oberallgäu geht, liegt nahe – sieht man auf die familiären Verhältnisse der Autorin. „Mein Mann ist Brauer“, sagt Brunner. Er lektorierte das Buch aus fachlicher Sicht. „Das Sudhaus Baschtl-Bräu am Grünten ist aber frei erfunden.“

Ihr Mann heißt wie die Hauptfigur im Krimi

Früher schrieb Mia C. Brunner Kurzgeschichten und Dinnerkrimis. Für ihren ersten Allgäu-Krimi „Schattenklamm“ erfand sie Kommissar Florian Forster. „Alle Personen im Buch sind rein fiktiv, für sie gibt es keine Vorbilder“, erklärt die Kemptenerin. „Auch wenn mein Mann tatsächlich Florian heißt.“

In den Romanen liebt der Allgäuer Ermittler Florian Forster seine Kollegin Grothe, die aus Hamburg stammt. „Hier verbinde ich alte und neue Heimat“, sagt die Autorin, die früher beim Axel-Springer-Verlag in der Verwaltung tätig war. Wenn es um fachliche Fragen geht, spricht sie auch mal mit ihrem Schwager: Der ist Kripobeamter im Allgäu.

Ein kräftiger Schuss Erotik

Für ihre Krimis „Schonfrist“ und „Tödliche Klamm“ hat sich Mia C. Brunner eine packende Dreiecksbeziehung zwischen den beiden Hauptpersonen und Susanne, der mordlüsternen Schwester von Jessica Grothe, ausgedacht. Das würzte sie mit einem kräftigen Schuss Erotik und einigen Eifersuchts-Szenen.

In der „Mordsklamm“ geht es nun neben dem Mord in der Bergbrauerei um einen Serienkiller, der seinen Opfern mit einem Dolch Kreuze in die Haut ritzt. Jedes Mal ein Kreuz mehr. Detailliert beschreibt Mia C. Brunner, wie die Messerattacken ausgeführt werden. „Die Ideen dazu entstehen beim Lesen oder Fernsehen“, sagt die Autorin.

„Mordsklamm“ ist ein Krimi, der bis zum Schluss – mit einem großen Showdown, überraschenden Wendungen, viel Blut und einem erhellenden Kuss – spannend bleibt. Wie will Brunner daran anknüpfen? „Das Manuskript für meinen fünften Allgäu-Krimi ist schon fertig“, antwortet sie. „Der Titel fehlt uns aber noch.“ Und wie findet ihre Familie den Text? „Unsere beiden erwachsenen Töchter finden sie Serie gut, aber viel zu blutig.“

Mia C. Brunner: Mordsklamm. Allgäu-Krimi. Gmeiner-Verlag. 284 Seiten; 14 Euro.