Fragen und Antworten

Was Sie zur Booster-Impfung im Allgäu wissen müssen

Die Boosterimpfung wirft Fragen auf. Allgäuer Experten beantworten die wichtigsten.

Die Boosterimpfung wirft Fragen auf. Allgäuer Experten beantworten die wichtigsten.

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Die Boosterimpfung wirft Fragen auf. Allgäuer Experten beantworten die wichtigsten.

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Wann soll ich mich boostern lassen? Warum werden teils nur kleinere Dosen verimpft? Allgäuer Experten beantworten die wichtigsten Fragen zur Boosterimpfung.
05.01.2022 | Stand: 04:47 Uhr

Wenn es um die dritte Impfung gegen das Corona-Virus geht, stellen sich auch den Allgäuern viele Fragen. Gregor Blumtritt, Leiter der Impfzentren Ostallgäu, und Dr. Carola Winkler, Unterallgäuer Koordinierungsärztin, beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wann kann ich mich boostern lassen?

Es wird derzeit empfohlen, sich drei Monate nach der Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung verabreichen zu lassen, sagt Gregor Blumtritt. Aufgrund des stärkeren Aufkommens von Corona im Winter und der anrückenden Omikron-Welle, sei das auch absolut sinnvoll.

Werden bei den Boosterimpfungen kleinere Dosen verabreicht?

„Ja, allerdings nur beim Impfstoff von Moderna“, sagt Blumtritt. Dort reiche eine halbe Dosis. „Eine volle Dosis Moderna hat 0,5 Milliliter Injektionslösung, eine halbe somit 0,25 Milliliter. Die volle Dosis von Biontech hingegen hat nur 0,3 Milliliter. Eine halbe Dosis davon wäre dann zu wenig“, erklärt Winkler. Nach Aussage Blumtritts ist die Boosterimpfung mit Moderna in Sachen Wirksamkeit oft die beste Option. (Lesen Sie auch: Pharmabranche erwartet kräftigen Umsatzanstieg)

Zählt meine zweite Impfung nach der Grundimmunisierung mit Johnson & Johnson als Boosterimpfung?

„Nein“, sagt Blumtritt. Eine einfache Impfung mit Johnson & Johnson zähle nicht mehr als vollständige Grundimmunisierung. Dafür brauche es in jedem Fall eine zweite Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Erst nach drei Monaten könne dann die Boosterimpfung folgen. Dies bestätigt das bayerische Gesundheitsministerium.

Wann kann ich mir nach der Boosterimpfung einen digitalen Nachweis ausstellen lassen?

„Das kann man sofort nach der Impfung tun“, sagt Winkler. In Bayern gelte man rechtlich zwar erst nach 15 Tagen als geboostert, in den Apps auf den Smartphones werde der neue Impfstatus aber nach Ablauf der Frist freigeschaltet.

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Ist ein Antikörpertest vor der Booster-Impfung sinnvoll?

Und bis dahin behalte man seinen bisherigen Impfstatus. Medizinisch gesehen, sei man schon mit dem Tag der Impfung vollständig geboostert, sagt Carola Winkler. Denn man sei bereits grundimmunisiert und müsse somit nicht auf den Einsatz der vollen Wirkung des Impfstoffes warten.

Die Ärztin kritisiert daher die in Bayern geltende 15-Tage-Frist und verweist auf Baden-Württemberg und das Nachbarland Österreich. Denn dort gilt man jeweils bereits mit dem Tag der Auffrischungsimpfung als geboostert. (Lesen Sie auch: Studie: Offenbar neue Corona-Variante in Südfrankreich entdeckt)

Wer bekommt welchen Impfstoff beim Boostern?

  • Biontech: Den mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer können prinzipiell alle bekommen. Jedoch ist er wegen derzeitiger Knappheit meist den unter 30-Jährigen vorbehalten.
  • Moderna: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, den Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna nurmehr an die über 30-Jährigen zu verimpfen.
  • Johnson & Johnson: Der vektorbasierte Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson wird zum Boostern nicht verwendet. Vereinzelt wird er noch zur Erstimpfung benutzt.
  • Novavax: Der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid von Novavax ist in der EU zugelassen. Deutschland hat vier Millionen Impfdosen davon bestellt. Verimpft wird er noch nicht.

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