Advent in Jengen

Advent der Lichter in Jengen

Die zweidimensionale Krippe von Marlies Reggel.

Die zweidimensionale Krippe von Marlies Reggel.

Bild: Rainer Plieninger

Die zweidimensionale Krippe von Marlies Reggel.

Bild: Rainer Plieninger

Gartenbauverein Jengen und Ummenhofen ersetzt den Brunnen-Advent mit einem Weihnachtsweg. Was da alles geboten war.
Die zweidimensionale Krippe von Marlies Reggel.
Von Rainer Plieninger
16.12.2020 | Stand: 16:21 Uhr

Seit nahezu 20 Jahren findet am dritten Advent der traditionelle Brunnen-Advent des Obst- und Gartenbauverein Jengen und Ummenhofen statt. Heuer musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie diese immer sehr gut besuchte Veranstaltung abgesagt werden. Vier Jengener Frauen, Eva-Maria Lang, Marlies Reggel, Patricia Schneck und Judith Wössner, fassten den Entschluss, dass das nicht ersatzlos gehen kann. So plante dieses Weihnachtsweg-Team als Ersatzveranstaltung den „Advent der Lichter“.

Lichterweg rund um Kirchplatz

Ein Lichterweg sollte rund um den Kirchplatz – von der Gemeinde bis zur Kirchen- und in die Jakob-Neubrand-Straße am Dorfbrunnen vorbei bis zum Feuerwehrhaus – aufgebaut werden. Zusätzlich kam von der Kirchengemeinde die Idee, vorweihnachtliche Musik und Gedanken „Ein Licht, das leuchtet“ in der Kirche einzubinden. Am Veranstaltungstag – das nasskalte Wetter hatte sich gerade noch rechtzeitig verzogen – leuchteten dann die Kerzenlichter an den Straßenrändern, Lichterketten an Häuserfronten und Fenstern, Gartenzäunen und Lichterkunstwerken auf einer Gesamtlänge von ungefähr 300 Metern. Als Startpunkt des Lichterweges bot sich die Gemeindekanzlei an.

Weihnachtsweg
Weihnachtsweg
Bild: Rainer Plieninger

Die Fenster und Fassade des Gemeindehauses waren eindrucksvoll geschmückt. Richtung Kirche säumten Kerzenlichter und Lichterkunstwerke die Straßenränder. Vor dem Kinderspielplatz war die sonst triste Holzanschlagtafel in „Sternstunden in Jengen“ umgestaltet und weihnachtlich beleuchtet. Am Kirchplatz standen circa 1,50 Meter hohe Holzstelen, die mit Lichterfenstern für Kerzen versehen waren. Dahinter war eine nahezu menschengroße Krippe mit Strohfiguren und Holztieren aufgebaut. Feuerkörbe sorgten zusätzlich für „Bethlehem-Stimmung“.

Kerzen in vielen Variationen

Der aufwendig geschmückten Dorfbrunnen, in der Jakob-Neubrand-Straße und der danebenstehende Weihnachtsbaum wurde zum Weihnachtswunschbaum umfunktioniert. Holztäfelchen wurden mit Wünschen oder Gedanken beschriftet und an den Weihnachtsbaum gehängt. Auf einer Straßenseite war der Eingangsbereich zum Wohlfahrt-Bauernhof originell geschmückt; weiter hinten in der Hofeinfahrt leuchtete zusätzlich ein großer, heller Lichterstern. Den Weg zur Endstation – dem Feuerwehrhaus – beleuchteten Kerzenlichter in verschiedenen Behältern, zum Beispiel aus Papier, verzierten Einmachgläsern, fünfeckigen Eislichtern oder Kerzen in Gläsern, die an den Bäumen hingen. Den Schluss des Weges vor dem Feuerwehrhaus bildeten dann mehrere Lichterarrangements. Der Lichterweg konnte natürlich auch in umgekehrter Richtung angegangen werden.

Weihnachtsweg
Weihnachtsweg
Bild: Rainer Plieninger

Die Besucher, in der großen Mehrzahl Familien mit Kindern, durchschlenderten den Lichterweg dann auch zumeist in beiden Richtungen. Parallel zum Lichterweg stimmte man sich in der Kirche, auch diese war natürlich nur mit Kerzen beleuchtet, besinnlich auf die Weihnachtszeit ein.

Weihnachtlieder vom "Musik-Duo Marion und Wolfgang"

Lesen Sie auch
Normalerweise herrscht beim Waaler Advent auf dem Marktplatz reges Treiben. So eng kann es dieses Jahr nicht zugehen.
Weihnachtsmarkt

Buchloer Märkte abgesagt: Es weihnachtet (nicht) sehr

Das „Musik-Duo Marion und Wolfgang“ spielte bekannte Advents- und Weihnachtslieder ein. Mit den zwei Auftritten umrahmte es den Vortrag von Claudia und Roman Aigner „Ein Licht, das Leuchtet“. Gegen Ende der Veranstaltung zeigte sich das gesamte Weihnachtsteam mit der Besucherzahl sehr zufrieden. Auch war die Resonanz der Besucher durchweg positiv. Gegen 19.30 Uhr war dann der „Advent der Lichter“ offiziell zu Ende, und das Weihnachtsweg-Team ging ans Aufräumen.