Bürgerversammlung

Alte Schule, Kirche und Internet: In Bronnen gibt es viel Gesprächsbedarf

Der An- und Umbau der Alten Schule in Bronnen könnte im nächsten Jahr beginnen, informierte Waals Bürgermeister Robert Protschka bei der Bürgerversammlung.

Der An- und Umbau der Alten Schule in Bronnen könnte im nächsten Jahr beginnen, informierte Waals Bürgermeister Robert Protschka bei der Bürgerversammlung.

Bild: Sabine Preller

Der An- und Umbau der Alten Schule in Bronnen könnte im nächsten Jahr beginnen, informierte Waals Bürgermeister Robert Protschka bei der Bürgerversammlung.

Bild: Sabine Preller

Bronnener zeigen bei der Bürgerversammlung großes Interesse an der Entwicklung ihres Dorfs. Feuerwehr beklagt, dass es keinen Internetzugang im Gerätehaus gibt.
14.10.2021 | Stand: 11:48 Uhr

Knapp 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten sich zur Bürgerversammlung in der Alten Schule in Bronnen eingefunden. Wie bereits in den vorangegangenen Bürgerversammlungen berichtete Bürgermeister Robert Protschka auch dort über die Entwicklung der Gemeinde. Er informierte zudem über die Probleme der alten Deponie in Emmenhausen.

Die Deponie wurde in den 1980er Jahren stillgelegt und vom Landratsamt mit einer Versiegelung versehen. Die darauf gepflanzten Bäume durchwurzeln aber mittlerweile die Lehmschicht, was zum Eindringen von Regen und damit zur Verunreinigung des Grundwassers führen kann. Eine Rodungserlaubnis für dies Bäume liege vor. Welche Kosten auf die Gemeinde zukommen, sei ungewiss, meinte Protschka. Anschließend hatten die Bürger das Wort:

  • Mittagsbetreuung und Alte Schule: Interessiert war ein Besucher an der Mittagsbetreuung in der Waaler Grundschule. Protschka erklärte, dass dies ein freiwilliges außerschulisches Angebot sei und erst ab 2026 eine Pflichtaufgabe der Kommunen werde. Er sei froh, hier weitsichtig und für die neuen Aufgaben gut aufgestellt zu sein. Derzeit gibt es zwei Gruppen mit 24 Kindern, die bis 16 Uhr in den neuen Räumen betreut werden. Der An- und Umbau der Alten Schule in Bronnen könnte laut Protschka im kommenden Jahr beginnen.
  • Internet: Die Feuerwehr Bronnen beklagte, dass es trotz der Glasfaseranbindung keinen Internetzugang im Feuerwehrhaus gibt. Der Bürgermeister sagte, dass dies sicher nur eine Frage der Vertragsänderung bei den Lechwerken sei. Er werde sich umgehend darum kümmern – ebenso wie um die unsachgemäße Asphaltdecke nach dem Glasfaserausbau.
  • Kirche: Warum der Umbau der Bronnener Kirche so lange dauere, wollte ein Anwesender wissen. Laut Kirchenpfleger Georg Wohlhüter können die Bronnener – unter Vorbehalt – im Advent hoffentlich wieder in die Kirche gehen.
  • Tempo 30: Einige Bürger beklagten sich über Geschwindigkeitsüberschreitungen im Mühlfeld und wünschen sich eine Begrenzung auf 30 km/h. Protschka meinte, was in Paris und anderen Großstädten geht, sollte auch in Bronnen kein Problem sein. Eine Überprüfung im Gemeinderat stellte er in Aussicht.
  • Ablaufschächte: Nicht geleerte Ablaufschächte an den Straßen waren der nächste Kritikpunkt. Dabei, sagte der Bürgermeister, sei er auf die Unterstützung der Bürger angewiesen. Die Schächte würden turnusmäßig zweimal im Jahr geleert, bei einer Meldung könne ein Arbeiter auch zwischendurch kommen.
  • Parken: Nicht nur die Bronnener Bürger empfinden die dauerparkenden Autos in der Bronnener Straße in Waal als großes Ärgernis. Ein Parkverbot besteht bereits auf einer Straßenseite. Von einem Parkverbot auf der gegenüberliegenden Seite nahm Protschka Abstand. Damit würde die Parkproblematik in kleinere Straßen verlagert, wo wiederum Rettungs- und Zufahrtswege für die Müllabfuhr zugestellt würden.
  • Feldwegbau: Der Weg von Bronnen nach Hausen sollte dringend gekiest werden, da der Weg zwischenzeitlich nur noch schlecht befahrbar sei, sagte ein Bürger. Im Herbst oder im Frühjahr seien ohnehin Feldwegarbeiten gemeinsam mit den Jagdgenossen geplant, meinte dazu der Bürgermeister. Dabei werde man sich auch diesen Weg ansehen.

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