Buchloer Wegkreuz

Altes Feldkreuz saniert und wieder in Buchloe aufgestellt

Auferstanden: Bei der Wiederaufstellung des Feldkreuzes an der Xaver-Fendt-Straße/Max-Planck-Straße waren auch Bürgermeister Robert Pöschl (2. von rechts) und Stadtbaumeister Stephan Müßig (3. von rechts) dabei.

Auferstanden: Bei der Wiederaufstellung des Feldkreuzes an der Xaver-Fendt-Straße/Max-Planck-Straße waren auch Bürgermeister Robert Pöschl (2. von rechts) und Stadtbaumeister Stephan Müßig (3. von rechts) dabei.

Bild: Klaus Dieter Treude

Auferstanden: Bei der Wiederaufstellung des Feldkreuzes an der Xaver-Fendt-Straße/Max-Planck-Straße waren auch Bürgermeister Robert Pöschl (2. von rechts) und Stadtbaumeister Stephan Müßig (3. von rechts) dabei.

Bild: Klaus Dieter Treude

Im Buchloer Norden ist ein altes Wegkreuz saniert und wieder aufgestellt worden. Wieso Bürgermeister Robert Pöschl das als sinnbildlichen Abschluss sieht.
20.12.2020 | Stand: 08:03 Uhr

Über 100 Jahre stand das Feldkreuz im Buchloer Norden, die Spuren der Zeit waren unübersehbar, hatten Narben und Risse hinterlassen. Vor etwas mehr als vier Jahren wurde das Feldkreuz wegen der Straßenbauarbeiten an der Xaver-Fendt-Straße, Ecke Max-Planck-Straße abgebaut, im städtischen Bauhof eingelagert und später vom Buchloer Steinmetzbetrieb Georg Berger restauriert. Nun wurde das Sandstein-Flurkreuz (fast) exakt an seinem angestammten Platz wieder aufgestellt.

Stadt Buchloe übernimmt 5000 Euro der Sanierungskosten

Nachdem die Finanzierung der Sanierung – etwa 5000 Euro übernimmt die Stadt – geklärt war, machte sich Steinmetz Berger daran, das Denkmal auf Vordermann zu bringen. Wie viele Stunden er in die Arbeit gesteckt habe, könne er gar nicht sagen, gestand Berger. Nur so viel, die schwerste Arbeit sei die Ausarbeitung des großen Sandsteinkreuzes gewesen, welches nun das Feldkreuz krönt.

Das Kreuz sei komplett neu und wurde aus einem Sandsteinblock herausgehauen. Den Korpus des beschädigten Gesamtbauwerks habe er originalgetreu wiederhergestellt und mit Sanierungsmörtel verstärkt. Bei den Sanierungsarbeiten, erzählt Berger, seien am Sockel Fragmente einer alten Inschrift zutage getreten, die noch der Entzifferung harren. Zu guter Letzt spendierte Berger – der mit der Aufstellung des Feldkreuzes sein Berufsleben beendet und seinen Steinmetzbetrieb zum Ende des Jahres schließt – dem Feldkreuz noch ein Kruzifix aus Blei, welches das aufgemalte Kruzifix ersetzt. Der frühere Kirchenmaler Adolf Berchtold hatte das Feldkreuz einst bemalt.

Sinnbildlicher Abschluss eines Jahres "hinter dem wir jetzt ein Kreuz schlagen"

Nun, nachdem das wiederhergestellte Flurkreuz wieder an seinem alten Platz stehe, könne er getrost in Rente gehen, habe ihm Berger gesagt, wusste Johann Horn zu berichten. Dem ehemaligen Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft Buchloe war die Freude deutlich anzumerken, dass die Sanierung und Aufstellung des Kreuzes doch ein gutes Ende gefunden hatte. Immer wieder sei er von Bauern gefragt worden, was denn mit dem Kreuz sei. Dennoch sei die Arbeit zügig vonstatten gegangen, woran auch der jetzige Bürgermeister, Robert Pöschl, gehörigen Anteil habe. Der habe die Bauarbeiten ordentlich forciert. Für ihn, sagte Pöschl, stehe das sanierte und wieder aufgestellte Kreuz sinnbildlich für den bevorstehenden Abschluss eines außergewöhnlichen Jahres, „hinter dem wir jetzt ein Kreuz schlagen“.

Wie die letzte Buchloer Stadtratsitzung des Jahres 2020 verlief, lesen Sie hier.