Warnstreik bei Vion

Angestellte streiken beim Buchloer Schlachthof Vion

Ab 4 Uhr morgens streikten alle Mitarbeiter der Abteilung Zerlegung des Buchloer Schlachtbetriebs Vion.

Ab 4 Uhr morgens streikten alle Mitarbeiter der Abteilung Zerlegung des Buchloer Schlachtbetriebs Vion.

Bild: Tim Lubecki

Ab 4 Uhr morgens streikten alle Mitarbeiter der Abteilung Zerlegung des Buchloer Schlachtbetriebs Vion.

Bild: Tim Lubecki

Die komplette Abteilung Zerlegung des Schlachtbetriebs Vion streikte am Mittwochmorgen. Inwiefern die Produktion betroffen war und was die Gewerkschaft fordert.
21.04.2021 | Stand: 12:55 Uhr

Vor dem Buchloer Schlachthof Vion haben Mittwochmorgen um 4 Uhr die über 50 Mitarbeiter der Abteilung Zerlegung für eine halbe Stunde gestreikt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu diesem Warnstreik aufgerufen.

Gewerkschaft NGG fordert 200 Euro Tariferhöhung

Derzeit laufen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Vion-Konzerns mit der Gewerkschaft NGG. Nach eigenen Angaben fordert die Gewerkschaft eine Tariferhöhung von 200 Euro im Monat für alle Beschäftigten.

Die Arbeitgeberseite habe bei kürzlich stattgefundenen Verhandlungen kein Angebot gemacht. „Vion hat trotz Corona-Krise im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn steigern können und kann sich daher auch eine Lohnerhöhung für die Beschäftigen leisten“, sagt Tim Lubecki, Geschäftsführer der NGG Region Schwaben. Die Gewerkschaft fordert einen Mindestlohn von 12,50 Euro für Mitarbeiter in Schlachtung und Verarbeitung, der nach der Einarbeitungszeit auf 14 Euro erhöht wird. Für Facharbeiter fordert die NGG 17 Euro pro Stunde.

Vion vom Warnstreik nur leicht beeinträchtigt

„Der Betrieb bei Vion in Buchloe war nur leicht beeinträchtigt“, sagt Daniel Brandt, Pressesprecher bei Vion. Es habe durch den Streik keinen kompletten Stopp bei Schlachtung oder anderen Betriebsbereichen gegeben, was auch aus Sicht des Tierwohls entscheidend sei.

Laut Pressemitteilung der NGG sollen in einem weiteren Tarifvertrag auch Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitskonten, Zuschläge und Urlaub für die rund 160 000 Beschäftigten in der Fleischbranche geregelt werden. Diesen Tarifvertrag soll das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für verbindlich erklären. Damit würde er für alle Angestellten in der Fleischwirtschaft unmittelbar gelten.

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