Freibad Buchloe

Badesaison fällt doch nicht ins Wasser

Ab Montag, 8. Juni, dürfen bayernweit die Freibäder wieder öffnen. In Buchloe fällt der Urlaub daheim heuer also doch nicht ins Wasser. Doch die Badegäste müssen einige Auflagen erfüllen, um eine zweite Virus-Welle zu verhindern.

Ab Montag, 8. Juni, dürfen bayernweit die Freibäder wieder öffnen. In Buchloe fällt der Urlaub daheim heuer also doch nicht ins Wasser. Doch die Badegäste müssen einige Auflagen erfüllen, um eine zweite Virus-Welle zu verhindern.

Bild: Harald Langer

Ab Montag, 8. Juni, dürfen bayernweit die Freibäder wieder öffnen. In Buchloe fällt der Urlaub daheim heuer also doch nicht ins Wasser. Doch die Badegäste müssen einige Auflagen erfüllen, um eine zweite Virus-Welle zu verhindern.

Bild: Harald Langer

Ab 8. Juni öffnet das Buchloer Freibad seine Pforten. Welche Auflagen gelten und was Badegäste wissen müssen.

06.06.2020 | Stand: 07:30 Uhr

Ein Eis am Stiel auf der Liegewiese, ein paar Bahnen ziehen zur Abkühlung oder den doppelten Salto vom Sprungturm üben: Das macht für viele den Urlaub zuhause aus. Und dem steht die Corona-Pandemie nun nicht mehr im Weg: Ab Montag, 8. Juni, dürfen bayernweit die Freibäder wieder öffnen – natürlich nur unter strikten Hygieneauflagen, um die berüchtigte zweite Virus-Welle zu verhindern.

„Wir haben das Hygienekonzept zusammen mit der Bäderleitung und der Wasserwacht abgestimmt“, berichtet Markus Salger, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe. Die Bayerische Staatsregierung gab Richtlinien zur Bäderöffnung vor, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren. Die Stadt Buchloe als Betreiber des Freibades musste ein individuell zugeschnittenes Hygienekonzept ausarbeiten. Das muss den Vorgaben des Rahmenhygienekonzept Sport des Bayerischen Staatsministeriums – das auch für die Öffnung der Fitnessstudios am 8. Juni gilt – gerecht werden. Das Buchloer Schutzkonzept wird auf Verlangen der Kreisverwaltungsbehörde vorgelegt.

Kein normaler Badespaß

Ein Blick auf die Schutzmaßnahmen lässt vermuten, dass die Freibadsaison heuer etwas anders sein wird als üblich: Einbahnregelung im Schwimmerbecken, nur einzelne Personen auf der Rutsche und in der Strömungsanlage, am Eingang werden personenbezogene Daten aufgenommen. Ob im Supermarkt, in der Eisdiele, auf dem Berggipfel oder beim Planschen und Sonnen: Abstände einhalten ist das Gebot des Sommers. „Es gibt Vorgaben, wie viel Platz jedem einzelnen Besucher zustehen muss“, erklärt Salger. Die Deutsche Gesellschaft für Badewesen habe dafür Berechnungen vorgegeben. Dabei seien die Laufwege von der Liegefläche abzuziehen. „Für das Freibad Buchloe ergibt sich anhand der Berechnung eine maximale Besucheranzahl von 650 Personen“, teilt Salger mit. Was nach vielen Badegästen klingt, ist – im Vergleich zu Spitzenzeiten – schon eine deutliche Reduzierung des Besucheraufkommens: Um die 2000 Gäste tummelten sich an gut besuchten Tagen in den Becken und auf den Liegewiesen. So eng darf es zu Corona-Zeiten nicht zugehen. „Lieber ein bisschen als gar nicht öffnen“, sagt Salger zu der Personenbeschränkung. Überprüft, wie viele Gäste aktuell im Freibad planschen, werde technisch mithilfe des Drehkreuzes. „Es muss sich also niemand den ganzen Tag neben Ein- und Ausgang stellen und eine Strichliste über die Anzahl der Badegäste führen“, erzählt Salger.

Sonderpreis in Krisen-Zeit

Ist die maximale Besucherzahl von 650 Personen im Freibad erreicht, kommt niemand mehr rein – auch nicht die Besitzer von Saisonkarten. Dafür werden für die Dauerkarten von Montag, 8. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, Bonustarife angeboten: Für Schüler und Jugendliche kostet die Karte dann 25 Euro statt 30 Euro, Alleinerziehende bezahlen dafür 60 Euro statt 80 Euro und für Familien – Elternteile und deren Kinder unter 18 Jahre – 80 Euro anstatt der üblichen 100 Euro. Auf die Öffnungszeiten des Buchloer Bades hat die Corona-Krise keine Auswirkungen: Wie üblich öffnet das Freibad täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr, letzter Einlass ist um 19.30 Uhr und bei schlechtem Wetter schließt es ganz oder zeitweise. Das Wetter kommende Woche erweist sich allerdings als unsichere Variable wegen der die geplante Öffnung am 8. Juni doch noch ins Wasser fallen könnte.

 

Hygienekonzept auf einen Blick:

  • Es gilt Maskenpflicht außer bei ausreichendem Sicherheitsabstand (mindestens 1,5 Meter) und im Wasser.
  • Die maximale Besucheranzahl wird auf 650 Personen festgelegt. Ist diese erreicht, wird der Zugang geschlossen.
  • Es steht nur jeder dritte Fahrradstellplatz zur Verfügung.
  • Die Abstandsregelung von 1,5 Meter ist auch im Kinder- und Erlebnisbecken einzuhalten. Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich.
  • Auf dem Rutschenturm und im Strömungskanal ist nur eine begrenzte Anzahl an Personen zulässig.
  • Die Hälfte des Schwimmerbeckens wird in Bahnen für Sportschwimmer aufgeteilt. Jede Schwimmbahn darf nur durch eine Person, zwei zusammengehörige Personen oder Familiengruppen belegt werden. Weitere Personen dürfen das Becken erst betreten, sobald eine Schwimmbahn frei ist. Zwei Bahnen sind für die Freizeitschwimmer. Hier ist ein Einbahnverkehr zugelassen.
  • In Toilettenanlagen ist für genügend sichtbaren Abstand zu sorgen. Diese werden mehrfach am Tag gereinigt und desinfiziert.
  • Einzelduschen in geschlossenen Räumen und Sammelumkleiden dürfen nicht genutzt werden.
  • Die Anzahl der Wertfächer ist reduziert.
  • Sportanlagen und Spielgeräte dürfen nur durch maximal zwei Personen oder familiäre Gruppen genutzt werden.
  • Der Gastronomiebetrieb kann unter Berücksichtigung der Gastronomie-Auflagen öffnen.
  • Besucher müssen ihre personenbezogenen Daten (Namen, Anschrift, Telefonnummer, Aufenthaltszeitraum) angeben.
  • Der Einlass von Kindern unter 14 Jahre ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder für die Betreuung zuständigen Erwachsenen erlaubt.