Infrastruktur in Denklingen

Baubeginn für die Arztpraxis naht

Seit knapp einem Jahr stehen die früheren Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung Denklingen in der Hauptstraße leer. Dort soll eine Allgemeinmedizinerin einziehen.

Seit knapp einem Jahr stehen die früheren Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung Denklingen in der Hauptstraße leer. Dort soll eine Allgemeinmedizinerin einziehen.

Bild: Julian Leitenstorfer

Seit knapp einem Jahr stehen die früheren Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung Denklingen in der Hauptstraße leer. Dort soll eine Allgemeinmedizinerin einziehen.

Bild: Julian Leitenstorfer

Der Gemeinderat  hat mehrere Großaufträge für das insgesamt 1,5 Millionen Euro teure Projekt vergeben. Wann die Allgemeinmedizinerin ihre Praxis öffnet
Seit knapp einem Jahr stehen die früheren Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung Denklingen in der Hauptstraße leer. Dort soll eine Allgemeinmedizinerin einziehen.
Von Christian Mühlhause
07.08.2020 | Stand: 05:45 Uhr

Seit knapp einem Jahr steht das frühere Rathaus in Denklingen leer. Es soll zur Arztpraxis umgebaut und saniert werden. Dafür hat der Gemeinderat nun einen wichtigen Schritt gemacht und einen Großteil der Aufträge vergeben.

Laut Bürgermeister Andreas Braunegger ist der Baubeginn noch für diesen August geplant und im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. In den Räumlichkeiten im ersten Stock des Gebäudes – das nun komplett entkernt wird – möchte sich eine Allgemeinmedizinerin einmieten, die seit Januar 2017 in der Frühlingstraße in Denklingen ihre Praxis hat und nach einer Alternative sucht.

Mietvertrag schon abgeschlossen

Sie war in die Planungen bezüglich des künftigen Grundrisses der Praxis eingebunden. Die Gemeinde hat mit der Ärztin einen Mietvertrag geschlossen. Vorgesehen ist, dass das Gebäude einen barrierefreien Zugang bekommt sowie einen Fahrstuhl. Außerdem sind die Räumlichkeiten so konzipiert, dass auch noch ein weiterer Mediziner diese mitnutzen könnte.

Insgesamt war das Projekt mit 1,6 Millionen veranschlagt, wovon die Gemeinde 1,25 Millionen stemmen muss. Auch die Raiffeisenbank, die das Gebäude ebenfalls nutzt, ist finanziell eingebunden. Bei der jetzigen Vergabe von Gewerken lag die Summe letztlich aber um 140 000 Euro unter der Kostenkalkulation für die Gemeinde. Insgesamt bewilligte das Ratsgremium 811 000 Euro für den Umbau und die Sanierung des Gebäudes.

Jeweils sechsstellige Summen fallen für die Baumeisterarbeiten, die Wärmedämmung, die Elektrotechnik sowie den Bereich Heizung und Lüftung an. Bei den Zimmererarbeiten erfolgte eine freihändige Vergabe durch die Gemeinde, weil zu der vorherigen Ausschreibung kein Angebot eingegangen war. Fördergelder erhält die Gemeinde für dieses Projekt nicht.

Bei der Vorstellung der Bausumme im Oktober vergangenen Jahres hatten einige Gemeinderäte sich kritisch zu den vorgestellten Mehrkosten geäußert. Die Planer präsentierten damals ein Plus von 172 000 Euro. Allein der Bereich Heizung/Sanitär schlug mit einem Plus von 85 000 Euro zu Buche. Es waren unter anderem Umluftkühlgeräte zur ursprünglichen Planung hinzugekommen. Diese Geräte sollen die Wärme und die Feuchtigkeit aus dem Gebäude transportieren.

Dies sei notwendig, betonte Planerin Katharina Stadler damals. „Das Problem ist, dass man aus Gründen des Einbruchschutzes die Fenster nachts nicht offen lassen darf und man deswegen die Wärme und Feuchtigkeit auch nicht aus den Räumen bekommt. In der Arztpraxis werden sich viel mehr Menschen aufhalten, als es in der Verwaltung der Fall war.“

Eine Einschätzung, die auch Bürgermeister Andreas Braunegger teilt, dessen Büro sich bis vor einem Jahr in dem Gebäude befand. „Wir haben gemerkt, dass es in dem Gebäude sehr heiß wird. Deswegen haben wir uns zum Wohl der Patienten für diese Maßnahme entschieden.“ Beschlossen wurde im Zuge der Detailplanungen damals auch, dass mehr Sitzplätze für die Patienten geschaffen und der Empfangsbereich größer als zunächst angedacht werden soll. Braunegger verwies in der damaligen Sitzung darauf, dass bei den Planungen bereits immer nach der günstigsten Lösung gesucht worden sei.

Er hob aber ausdrücklich auch die Bedeutung der Arztpraxis für Denklingen hervor. Zudem plädierte er dafür, das Vorhaben lieber in etwas größerem Rahmen zu betrachten, damit hinterher nicht teuer nachgerüstet werden müsse, sagte Andreas Braunegger bereits früher.