Sitzung in Lamerdingen

Bei Kleinkitzighofen entsteht ein neuer Funkmast

In rund 300 Metern Entfernung zur Gewerbestraße soll ein neuer Funkmast bei Kleinkitzighofen errichtet werden.

In rund 300 Metern Entfernung zur Gewerbestraße soll ein neuer Funkmast bei Kleinkitzighofen errichtet werden.

Bild: Hieronymus Schneider

In rund 300 Metern Entfernung zur Gewerbestraße soll ein neuer Funkmast bei Kleinkitzighofen errichtet werden.

Bild: Hieronymus Schneider

Lamerdinger Gemeinderat beschließt zudem eine neue Kostensatzung für die Feuerwehren - und erhöht den Satz für das Personal
09.02.2021 | Stand: 17:30 Uhr

In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat Lamerdingen über den künftigen Standort für einen Funkmast in Kleinkitzighofen ab. Er soll auf einem Privatgrundstück an einem Feldweg in etwa 300 Meter Entfernung von der Gewerbestraße am östlichen Ortsrand entstehen. Gegen diesen Standort hatten sich im Vorfeld einige Anwohner ausgesprochen.

Alternativer StandortFehlanzeige

„Die Suche nach einem alternativen Standort in größerer Entfernung zur Wohnbebauung, die auch von der Gemeinde unterstützt wurde, war leider nicht erfolgreich“, stellte Bürgermeister Manuel Fischer in der Sitzung fest. Mit dem 30 Meter hohen Betonmast will die Deutsche Funkturm GmbH die Mobilfunkversorgung für die Telekom herstellen. Die Gemeinde könne nur über die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit entscheiden, da öffentliche Belange wie die Darstellungen des Flächennutzungsplans, Umwelteinwirkungen oder Naturschutz dem Vorhaben nicht entgegenstünden, informierte Fischer. Mit einer Gegenstimme erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen. Weitere Themen der Sitzung waren:

  • Feuerwehren Die Kostensatzung für Feuerwehreinsätze wurde an die Kalkulationssätze des bayerischen Gemeindetages angepasst. Neben geringfügigen Änderungen wurden die Personalkosten von 24 auf 28 Euro pro Einsatzstunde erhöht.
  • Kindertagesstätte Einstimmig beschlossen wurden kleinere Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen in der Kindertagesstätte St. Martin in Lamerdingen. So wird bei der Erweiterung des Flurs die Tür nach außen versetzt und damit der Durchgang zum Innenraum vergrößert. Beim Balkon erfolgt an der Ostseite eine Änderung des Geländers und des Bodens, um die nachbarschaftlichen Belange zu wahren. Der Abstand beträgt dann etwas mehr als die erforderlichen drei Meter. Außerdem wird ein Teil des Balkons überdacht.
  • Bauanträge Alle privaten Bauanträge und Voranfragen wurden befürwortet. Unstrittig waren der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Lamerdinger Gartenstraße und eines Wohnhauses nach Abriss des Bestandsgebäudes im Johannisweg in Kleinkitzighofen.

Eine längere Diskussion gab es bei der Voranfrage zum Anbau an ein Wohnhaus in der Lamerdinger Wiesenstraße. Weil die Baugrenze um mehr als drei Meter überschritten würde und eine Flachdachterrasse nicht dem Bebauungsplan entspricht, wurde das Vorhaben von der Bauaufsichtsbehörde kritisch gesehen. Auch Bürgermeister Manuel Fischer empfahl dem Gemeinderat, das Einvernehmen nicht in Aussicht zu stellen. „Mit dieser Ausnahme würden wir einen Präzedenzfall schaffen, der diese Festsetzungen des Bebauungsplans bei künftigen Anträgen unwirksam werden ließe“, meinte er.

Die Mehrheit von neun Gemeinderäten sah aber aufgrund der Lage des Grundstücks keinerlei Bedenken und stimmte für die Bauvoranfrage.

  • Jahresrechnung Die Jahresrechnung der Gemeinde für 2019 wurde an den Rechnungsprüfungsausschuss zur Prüfung übergeben.
  • Räumen und streuen Die Räum- und Streupflicht der Gemeinde auf der Ortsverbindungsstraße von Großkitzighofen nach Holzhausen wurde eingeschränkt. Weil die Betonplatten der Fahrbahn durch Streusalz stark beschädigt werden, soll künftig nur noch bei besonderen Gefahrenlagen Salz gestreut werden. Die Räumung von Schnee wird wie bisher von den Fahrzeugen des Landkreises durchgeführt.
  • Bebauungsplan Gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein Gewerbegebiet der Nachbargemeinde Igling bestehen keine Bedenken seitens der Gemeinde Lamerdingen.
  • Ländliche Entwicklung Abschließend warb Bürgermeister Fischer für das Förderprogramm für Kleinprojekte der Arbeitsgemeinschaft der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE). Im sogenannten Regionalbudget 2021 können bis 5. März Vorschläge für gemeinnützige Projekte von Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen oder Kommunen eingebracht werden.