Ausflug Gartenbauverein Jengen

Blütenpracht und Regenschauer - Jengener besuchen Seyfriedsberg-Park

Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins im Seyfriedsberg-Park in Ziemetshausen vor einem blühenden Rhododendronbusch – wie üblich an dem Tag mit Schirmen.

Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins im Seyfriedsberg-Park in Ziemetshausen vor einem blühenden Rhododendronbusch – wie üblich an dem Tag mit Schirmen.

Bild: Rainer Plieninger

Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins im Seyfriedsberg-Park in Ziemetshausen vor einem blühenden Rhododendronbusch – wie üblich an dem Tag mit Schirmen.

Bild: Rainer Plieninger

Der Obst- und Gartenbauverein Jengen/Ummenhofen besucht des Seyfriedsberg-Park in Ziemetshausen. Dabei hat er einen unbetenen Gast im Gepäck.
06.06.2022 | Stand: 18:45 Uhr

Der Obst- und Gartenbauverein Jengen/Ummenhofen hat einen Ausflug nach Ziemetshausen gemacht. Der Anmarsch zur Busabfahrtstelle am Jengener Gemeindehaus war schon kurios mit Hagel- und Regenschauer. Und es sollte nicht die letzte nasse Ertüchtigung sein.

Das Wetter kommt mit

Am Ziel angekommen holte die Ausflügler das Wetter von der Abfahrt in Jengen wieder ein. Und dies bedeutete, Schirme mitnehmen zum 500 Meter-Anmarsch zum Seyfriedsberg-Park-Eingang. Dort warteten die Führerin – und erneut erste Tropfen. Der Weg Richtung Schloss führte unter einer dichten, mächtigen, dunklen Blutbuchen-Allee hindurch – die schützten immerhin auch vor Regen. Vor dem Schlosseingang – die Veste Seyfriedsberg wurde erstmals 1227 erwähnt, sie ist heute in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden – wurden die Gartenbauler über die Geschichte des Schlosses und detaillierter über den Schlosspark informiert.

1848 Start des Schlossparks

Mit Blick auf das Gründerdenkmal von Prinz Karl Anselm Oettingen-Wallerstein wurde erwähnt, dass im 19. Jahrhundert eine Hamburger Baumschule speziell für Fürstenhäuser Bäume aus aller Welt geliefert hat. 1848 war der Start des Schlossparks Seyfriedsberg. Aufgrund des besonders milden Mikroklimas können dort wärmeliebende, frostempfindliche Pflanzen wie Sequoias (Mammutbäume), andere exotische Bäume und auch Rhododendron-Büsche wachsen und gedeihen. Vor circa 100 Jahren musste dann eine Nussbaum-Allee – die herabgefallenen Nüsse waren für Kutschen unbequem zu befahren – der Blutbuchen-Allee weichen.

150 Jahre alte Baumriesen

Dann ging es mit dicht aufgespannten Regenschirmen in den Park hinein – vorbei an 150 Jahre alten Baumriesen wie Platanen, Kalifornischen Mammutbäumen, Pappeleichen, Douglasien, Flügelnussbaum, Ungarische Traubeneiche, Japanischer Trompetenbaum, Chinesischer Judasbaum oder Ginkgos. Besonders beeindruckend waren der Blumenhartriegel, der in voller Blüte stand und früher auch als Gespenst bezeichnet wurde – die weißen, sternförmigen Blütenblätter erscheinen in der Nacht bei Vollmond und Wind wie ein zittriges Gespenst.

Taschentücher aus China

Auch der Chinesische Taschentuchbaum, dessen abgefallene Blütenblätter taschentuchähnlich unter dem Baum auf der Erde lagen, war sehenswert. Und immer wieder kamen riesige Rhododendron-Büsche in verschiedenen Rot-, Lila- oder Orange-Tönen und auch in Weiß zum Vorschein.

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Nach der Führung war ein Besuch der Anlage Maria Vesperbild angesagt, doch der Wettergott meinte es nicht gut mit den Ausflüglern. So stiegen die Vereinsmitglieder schließlich in den Bus, um trocken ein Abschlussessen in Rammingen zu genießen. Als die Ausflügler am Abend wieder zurück nach Jengen gekommen waren, gab es endlich Sonnenschein. Obwohl das Wetter dem Obst- und Gartenbauverein am Seyfriedsberg-Park und Maria Vesperbild nicht hold war, sei dieser Ausflug trotzdem interessant und schön gewesen.

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