Stadtrat Buchloe

Warum die geplanten Neubauten in Buchloe viel Lob ernten

Das prägende Haus des verstorbenen Buchloer Kirchenmalers Franz Hartmann (links) soll erhalten bleiben. Im Osten wird ein Mehrfamilienhaus angebaut. Insgesamt entstehen so 17 neue Wohnungen in zentraler Lage.

Das prägende Haus des verstorbenen Buchloer Kirchenmalers Franz Hartmann (links) soll erhalten bleiben. Im Osten wird ein Mehrfamilienhaus angebaut. Insgesamt entstehen so 17 neue Wohnungen in zentraler Lage.

Bild: Alexandra Hartmann

Das prägende Haus des verstorbenen Buchloer Kirchenmalers Franz Hartmann (links) soll erhalten bleiben. Im Osten wird ein Mehrfamilienhaus angebaut. Insgesamt entstehen so 17 neue Wohnungen in zentraler Lage.

Bild: Alexandra Hartmann

Die Bauträger nehmen die zentralen Lagen in Buchloe und Lindenberg ins Visier. Warum neue Mehrfamilien- und Reihenhäuser gelungene Nachverdichtung seien.
06.02.2021 | Stand: 10:34 Uhr

Mehrere Bauanträge beschäftigten die Buchloer Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung. Letztlich stimmten sie allen Vorhaben zu. Im Einzelnen ging es um folgende Projekte:

  • Mehrfamilienhaus An der Zeppelinstraße soll das Haus des verstorbenen Buchloer Kirchenmalers Franz Hartmann umgebaut werden. Östlich davon wird ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus errichtet. Insgesamt, erklärte Stadtbaumeister Stephan Müßig, entstehen so 17 neue Wohneinheiten in zentraler Lage. Von den notwendigen 30 Stellplätzen sollen 19 in einer Tiefgarage geschaffen werden. Zudem sei ein kleiner Spielplatz vorgesehen. Müßig bezeichnete das Bauvorhaben als „massive Nachverdichtung“, die sich mit 8,80 Metern Wandhöhe jedoch in die Umgebung einfüge.

Lob erntete das Projekt vonseiten der Stadträte. Es sein ein „Paradebeispiel einer gelungenen Nachverdichtung“, meinte etwa Benjamin Leinsle (CSU); ein „gelungenes Objekt“ befand auch Elfi Klein (Grüne). Dass dort „einmal mehr Grün entsteht, als vorher“, freute Rudolf Grieb (UBI). Er mahnte jedoch, genau zu beobachten, „ob dort wirklich bezahlbarer Wohnraum entsteht“.

Der Bauwerber hatte seine beabsichtigte „intensive Bebauung“ damit gerechtfertigt. Bürgermeister Robert Pöschl begrüßte es, „dass ein altes, stadtbildprägendes Gebäude erhalten bleibt“. (Lesen Sie auch: Zu nah dran: Bauausschuss diskutiert über neue Windräder)

  • Reihenhäuser Sieben Reihenhäuser – aufgeteilt in einen Vierspänner und einen Dreispänner – sind an der Alpenblickstraße in Lindenberg geplant. Dort wird eine alte Hofstelle mit Nebengebäuden abgerissen. Die Reihenhäuser werden zweigeschossig und haben ein Satteldach. Die notwendigen Garagen erhalten laut Stadtbaumeister Flachdächer, die aber begrünt werden müssen.

Elfi Klein kritisiert, dass „alles zu eng wird“. Helmut Weiß(CSU) hingegen begrüßte es, dass durch den Abriss eines Stadels eine Engstelle am Egatweg künftig beseitigt wird. Auch Thomas Reiter (FDP), Sebastian Schweighofer (CSU) und Rudolf Grieb gefiel die Planung. „Das passt und ist eine maximale Verdichtung“, sagte Reiter. (Lesen Sie auch: "Miete für Wohnung im Allgäu ist mir zu teuer!" Allgäuer (22) lebt im Campingbus)

Lesen Sie auch
Buchloe

Wohnen am Schorenbach

  • Gartenhaus Es sieht aus wie ein kleines Einfamilienhaus, soll aber ein Gartenhaus sein. Bei vier Gegenstimmen sprach sich der Buchloer Stadtrat dafür aus, das Gebäude mit einer Kubatur von 230 Kubikmetern Nahe der Kemptener Straße in Lindenberg zu genehmigen. Normalerweise sind Gartenhäuser bis zu einer Kubatur von 75 Kubikmetern genehmigungsfrei.

Ausgeführt wird das Gartenhaus laut Stadtbaumeister Müßig als eingeschossiges Gebäude mit Satteldach. Sollte es eines Tages zu Wohnzwecken genutzt werden, müssten Stellplätze nachgewiesen werden.

Lesen Sie auch: Neue Bauordnung erntet im Buchloer Bauausschuss heftige Kritik.