Porträt eines Buchloer Jung-Designers

Der Buchloer Designer Matteo Sauter über Mode, Kunst und seine Liebe zum Allgäu

Maté – so heißt die Modemarke von Matteo Sauter. 2020 startete er mit den ersten Entwürfen. Zwei Jahre später arbeitet der Buchloer bereits an der zweiten Kollektion.

Maté – so heißt die Modemarke von Matteo Sauter. 2020 startete er mit den ersten Entwürfen. Zwei Jahre später arbeitet der Buchloer bereits an der zweiten Kollektion.

Maté – so heißt die Modemarke von Matteo Sauter. 2020 startete er mit den ersten Entwürfen. Zwei Jahre später arbeitet der Buchloer bereits an der zweiten Kollektion.

Der Buchloer Designer Matteo Sauter hat seine eigene Kollektion entworfen. Wie er seine kreative Ader entdeckt hat und warum er sich im Allgäu so wohl fühlt.
21.04.2022 | Stand: 11:50 Uhr

Filigrane Linien, exakt gezeichnet, verschmelzen zu minimalistischen und doch malerischen Kleidungsmotiven. Egal ob Blumen, Herzen oder Porträts – der Buchloer Künstler Matteo Sauter designt im modernen Line-Art-Stil.

„Dabei wird in einer Linie alles gezeichnet, ohne dass der Stift abgesetzt wird“, erklärt der 22-Jährige. Bereits früh hat er seine künstlerische Ader entdeckt; ein bisschen ist sie ihm auch mit in die Wiege gelegt worden. „Meine Mutter zeichnet viel mit Acryl auf Leinwand“, berichtet Sauter. „Und schon früher in der Schule hat mir der Kunstunterricht immer viel Spaß gemacht.“

Künstler aus Buchloe zeichnet im Line-Art-Stil

Inzwischen hat der in der Gennachstadt aufgewachsene Student seine Leidenschaft zum Beruf gemacht – zumindest fast. „Ich würde das eher als Nebenberuf oder als ein zeitaufwendiges und sehr leidenschaftliches Hobby bezeichnen, das sich mittlerweile selbst finanziert.“

Anfang 2020 hat Sauter damit begonnen, für seine Mode-Marke Maté erste Designs zu entwerfen. Wie er verrät, verschwanden diese allerdings zunächst in der Schublade. Als jedoch zahlreiche positive Rückmeldungen aus dem Freundes- und Verwandtenkreis, aber auch aus dem Internet kamen, entschloss sich der Buchloer im Mai 2020 dazu, die Arbeit wieder aufzunehmen – die richtige Entscheidung, wie sich zeigen sollte. „Besonders die Unterstützung meiner Freunde hat mich gefreut“, erinnert sich der 22-Jährige. „Die sagen mir auch ehrlich, wenn ihnen etwas nicht gefällt.“

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Im darauffolgenden Jahr entstand seine erste Kollektion aus T-Shirts, Taschen und Pullovern, die er sowohl im Internet als auch im Landsberger Bekleidungsladen Irie Corner verkauft. Und auch bei einer Aktion des Buchloer Modehauses Stammel im vergangenen März konnten Interessierte die Entwürfe des Designers bereits erwerben. Die Hälfte des Erlöses spendete das Modehaus zusammen mit dem Künstler anschließend an die Opfer des Ukraine-Krieges.

Sauter und Stammel spenden an Opfer des Ukraine-Kriegs

Der lokale Vertrieb liegt dem Buchloer besonders am Herzen, das merkt man ihm an. „Deswegen fand ich es umso schöner, dass die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen beim Stammel so gut funktioniert hat“, sagt Sauter. „Und wenn ich jemanden auf der Straße sehe, der eines meiner Shirts trägt, dann ist das schon ein tolles Gefühl.“

Sorgfältig druckt der 22-Jährige die selbst entworfenen Motive auf Taschen und T-Shirts.
Sorgfältig druckt der 22-Jährige die selbst entworfenen Motive auf Taschen und T-Shirts.

Bei den Kleidungsstücken achtet Sauter auf Qualität und faire Produktionsbedingungen. „Die Pullis werden in der Türkei produziert. Da gelten höhere Standards und strengere Richtlinien, was wiederum für bessere Arbeitsverhältnisse als in Indien oder China sorgt“, erklärt er. Zudem sei der reibungslose Austausch mit der Herstellungsfirma ein wichtiges Argument gewesen. „Wir entwickeln den Schnitt selbst, schicken diesen an das Produktionsunternehmen und bekommen dann probehalber einen Prototypen des Pullis zugeschickt.“ Da könne er – wenn nötig – millimetergenau nachsteuern und den Pulli nach seinen Vorstellungen gestalten.

Darum gefällt es Designer Matteo Sauter im Allgäu so gut

Neben der künstlerischen Tätigkeit studiert Sauter aktuell Mediendesign an einer Fernuniversität – als zweites Standbein sozusagen. Eine Ausbildung zum Medienkaufmann hat er ebenfalls schon hinter sich. Zudem ist er oft sportlich unterwegs. Beim FC Buchloe geht er auf Torejagd und im Winter zieht es ihn und sein Snowboard regelmäßig in die Berge. „Das ist das Tolle am Allgäu, man ist in einer halben Stunde in München oder in Augsburg. Und in einer Dreiviertelstunde in den Bergen.“ Daher will der 22-Jährige seiner Heimat auch in den kommenden Jahren die Treue halten. „Ich fühle mich hier wohl und vorerst will ich auf jeden Fall hierbleiben.“

Aber was die Zukunft dann tatsächlich bringt, das könne er natürlich noch nicht sagen. Eines ist allerdings schon jetzt sicher: Die zweite Maté-Kollektion ist in Planung.

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