Bildung

Buchloer Grundschule will zurück zur Normalität

Die neue Schulleiterin der Meinrad-Spieß Grundschule: Michaela Weng ist seit dem 1. August in ihrem neuen Amt.

Die neue Schulleiterin der Meinrad-Spieß Grundschule: Michaela Weng ist seit dem 1. August in ihrem neuen Amt.

Bild: Luke Maguire

Die neue Schulleiterin der Meinrad-Spieß Grundschule: Michaela Weng ist seit dem 1. August in ihrem neuen Amt.

Bild: Luke Maguire

Michaela Weng ist die neue Schulleiterin der Meinrad-Spieß-Grundschule. Ihre ersten Monate im Amt waren geprägt durch Corona. Warum die Schulhymne wieder wichtiger wird
29.09.2020 | Stand: 16:00 Uhr

Seit zwei Monaten ist Michaela Weng offiziell im Amt als Schulleiterin der Meinrad-Spieß Grundschule in Buchloe. Vieles ist für sie aber nicht neu: „Ich war jetzt über 13 Jahre die Stellvertretung von Hermine Hölzle. In unserer kleinen Schulfamilie ist der Austausch sehr gut, deshalb habe ich natürlich viel mitbekommen.“ Neue stellvertretende Schulleiterin ist Anna Wohlfarth.

Wengs Vorgängerin, Hermine Hölzle, ist zwar noch immer im Team, will sich aber wieder ihrer eigentlichen Tätigkeit zuwenden: Schüler unterrichten. Als 42-Jährige übernahm Hermine Hölzle mit der Eröffnung der Meinrad-Spieß-Grundschule im Jahr 2006 den Chefposten.

Aktuell 139 Schüler

Aktuell besuchen 139 Schüler die kleine Grundschule im Buchloer Westen; aufgeteilt sind sie in sieben Klassen.

Neben ihrer neuen Tätigkeit als Schulleiterin hält Weng weiterhin den Unterricht für die vierte Klasse. „Das ist mit 20 Wochenstunden noch immer meine Hauptaufgabe“, erzählt die 46-jährige Pforzenerin. Was dazugekommen ist: Anrechnungsstunden für die Schulleitung. Dadurch kann Weng allerdings keinen Religionsunterricht mehr abhalten: „Das ist schade, weil es in meinem Studium mein Hauptfach war.“ Dennoch freue sie sich auf ihre neuen Aufgaben. Ob Weng nun neue Pläne verfolgt? „Nein. Gestaltungsprozesse oder neue Projekte anzugehen, ist in der aktuellen Situation sehr schwierig“, sagt sie und betont: „Ich will das Positive weiterführen. Zur Zeit sind wir einfach heilfroh, dass wir wieder alle Fächer unterrichten können.“ Während der Corona-Hochzeit war dem nicht so: „Nachdem die Schule wieder öffnen durfte, waren die Kinder teilweise nur 120 Minuten pro Tag vor Ort, da die Klassen in Gruppen aufgeteilt waren und nur zeitlich versetzt das Schulhaus betreten durften.“ Jetzt sei wieder etwas Normalität zu spüren. „Unsere Schulhymne heißt ’Gemeinsam leben, lachen, lernen’ und das versuchen wir so gut wie möglich umzusetzen“, erzählt die neue Schulleiterin.

Was die Rückkehr in die Schule erschwert hat, war die Wiedereingliederung der Schüler. „Bei einigen hat man schon gemerkt, dass sie ganz gut mit dem Homeschooling zurechtkamen. Andere hingegen brauchen den Präsenzunterricht, da sie sonst hinterherhinken“, sagt Weng.

Ihr erstes großes Ziel ist nun, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten und weiterhin eine Schulfamilie zu sein: „Dann kommen wir heil durch diese schwere Zeit.“