Weihnachten

Das Fest der Liebe und des Einkaufs-Chaos

Damit im Ansturm vor den Feiertagen die Regale nicht leer sind, bereiten sich Buchloes Supermärkte unterschiedlich vor.

Damit im Ansturm vor den Feiertagen die Regale nicht leer sind, bereiten sich Buchloes Supermärkte unterschiedlich vor.

Bild: Tom Weller, dpa (Symbol)

Damit im Ansturm vor den Feiertagen die Regale nicht leer sind, bereiten sich Buchloes Supermärkte unterschiedlich vor.

Bild: Tom Weller, dpa (Symbol)

Vor den Feiertagen ist in den Supermärkten immer viel los. Wie sich der Buchloer Einzelhandel dieses Jahr auf den Ansturm vorbereitet.
09.12.2020 | Stand: 18:19 Uhr

Chaos auf dem Parkplatz, dichtes Gedränge zwischen den leeren Regalen und endlos lange Schlangen: Kurz vor Weihnachten, wenn sich alle noch mit genügend Lebensmitteln für die Feiertage eindecken wollen, herrscht in den Supermärkten Hochbetrieb. Dieses Jahr dürfte der Ansturm auf die Läden noch extremer ausfallen. Immerhin sind Restaurants coronabedingt geschlossen, sodass die Leute nicht zum Essen gehen können. Wie bereiten sich die Supermärkte der Verwaltungsgemeinschaft darauf vor?

„Wir spielen mit voller Kapelle“, sagt Christian Huber, Marktleiter des Buchloer V-Marktes. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter momentan keinen Urlaub nehmen dürfen, da deutlich mehr Personal benötigt wird als üblich. Ähnlich wird auch im Buchloer Feneberg verfahren: „Es wird mehr Personal eingesetzt, sowohl zum Auffüllen der Regale als auch an den Kassen“, teilt Pressesprecherin Sonja Kehr mit.

Längere Öffnungszeiten

Laut Huber war im V-Markt bereits an den vergangenen beiden Samstage deutlich mehr los. In dem Laden sind 240 Kunden zugelassen. Das war an den vorigen Wochenenden bereits eng und könnte vor Weihnachten problematisch werden. Aus diesem Grund habe er beschlossen, die Öffnungszeiten der Buchloer Filiale zu verlängern. „Ab Montag, 21. Dezember, bis Samstag, 2. Januar, werden wir schon eine Stunde früher, um 7 Uhr, öffnen“, berichtet Huber. Auch an Heiligabend und Silvester wird der Laden länger als gewöhnlich geöffnet sein. Damit soll der Kundenansturm etwas entzerrt werden.

Bei Rewe in Jengen wird die im Geschäft zulässige Kundenanzahl „über die Zahl der zur Verfügung stehenden Einkaufswagen und -körbe gesteuert“, sagt Pressesprecher Thomas Bonrath. So funktioniere das auch im V-Markt. Dafür wird der Marktleiter ab 21. Dezember Security-Personal an der Eingangstür einsetzen. Und auch im Feneberg, teilt Kehr mit, wird es zu den Stoßzeiten vor Weihnachten und Silvester Einlasskontrollen geben.

Die Rewe-Filialen bieten ihren Kunden sowohl einen Abhol- als auch einen Lieferservice an, um Kontakte zu reduzieren. Online können Kunden ihre Artikel auswählen und diese dann an einer separaten Station abholen oder – ab 50 Euro Mindestbestellwert – liefern lassen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat Rewe diese Angebote stark ausgebaut.

Trend zur Selbstbelohnung

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Und auch die Supermärkte müssen mehr bestellen, damit ihnen die gefragten Artikel nicht ausgehen. Beispielsweise bestelle V-Markt bei Lieferanten, die üblicherweise jede zweite Woche kommen, inzwischen wöchentlich. Laut Huber erkenne man am Einkaufsverhalten momentan eine Art Selbstbelohnung der Käufer: „Es werden mehr teure Pralinen und Wein gekauft.“

Was die Abstände im Laden angeht, bleibe Huber nichts anderes übrig, als an Vernunft und Eigenverantwortung der Kunden zu appellieren. An den Kassen funktioniere das auch gut, wenn viel los ist. Aber „gerade in den Hotspots im Geschäft – bei Obst und Gemüse oder vor der Fleischtheke – kann es schwierig sein, Abstand zu halten“, sagt Huber.

Kein Familienausflug

Wichtig sei, dass die Leute möglichst allein in den Supermarkt gehen. „Einkaufen soll kein Familienausflug sein“, erklärt der Marktleiter. Ansonsten hoffe er, dass einige Kunden das Angebot der verlängerten Öffnungszeiten annehmen und zu eher unpopulären Zeiten einkaufen. Und, dass „nicht alle erst am 23. Dezember kommen“, so Huber.