Filmvergnügen unter freiem Himmel

Das Landsberger Kino-Open-Air läuft diesmal anders ab

Kino Open Air 2021

Marcel Höger und Klara Gilk bauen die Bestuhlung für das Kino-Open-Air am Roßmarkt in Landsberg auf. Die Veranstaltung läuft bis 15. August. Die Filme beginnen mit Einbruch der Dunkelheit.

Bild: Julian Leitenstorfer

Marcel Höger und Klara Gilk bauen die Bestuhlung für das Kino-Open-Air am Roßmarkt in Landsberg auf. Die Veranstaltung läuft bis 15. August. Die Filme beginnen mit Einbruch der Dunkelheit.

Bild: Julian Leitenstorfer

Die Zahl der Zuschauer ist wegen der Pandemie stark begrenzt. Was Gäste am Landsberger Roßmarkt beachten müssen und welche Vorstellungen schon ausverkauft sind.
29.07.2021 | Stand: 18:05 Uhr

„Wir sind froh, dass wir das Kino-Open-Air durchziehen können“, sagt Klara Gilk, die zusammen mit ihrem Mann Rudolf das Olympia-Filmtheater in Landsberg betreibt. Die Veranstaltung, die seit Donnerstag am Roßmarkt stattfindet, wird wegen der Corona-Pandemie etwas anders ablaufen als gewohnt. Unsere Redaktion hat nachgefragt, für welche Vorstellungen es noch Karten gibt und was Besucher und Besucherinnen sonst noch beachten müssen.

Wegen der Pandemie: Statt 700 stehen in diesem Jahr nur etwa 280 Plätze zur Verfügung

Bis zu 700 Personen konnten sich bisher beim Kino-Open-Air vor der Leinwand versammeln – wegen der Corona-Pandemie werde das dieses Jahr nicht möglich sein, berichtet Klara Gilk. Etwa 280 Plätze stünden zur Verfügung, erstmals durchnummeriert und mit genügend Sicherheitsabstand zueinander.

Vor allem die Eberhofer-Krimis sind in Landsberg sehr gefragt

Fünf Vorstellungen seien schon ausverkauft, darunter vor allem die Eberhofer-Krimis. Auf de Internetseite des Olympia-Filmtheaters (www.kino-landsberg.de) kann der Buchungsstand der einzelnen Vorstellungen eingesehen werden: Werden Plätze gebucht, werden automatisch die danebenliegenden Sitze blockiert, sodass die Gruppen nicht zu nahe beieinander sitzen, sagt Klara Gilk. Auf dem Kino-Open-Air-Flyer wird deshalb darum gebeten, sich nach Möglichkeit nicht einzeln, sondern als Gruppe anzumelden, damit weniger Plätze freigelassen werden müssen. Gruppen von bis zu zehn Personen aus drei Haushalten sind erlaubt. Doppelt Geimpfte, Genesene, Getestete und Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht gezählt. Wer seine Karte nicht übers Internet kaufen möchte, kann sie auch im Olympia-Filmtheater erwerben. Beim Veranstaltungsbereich am Roßmarkt wird es aber keinen Kartenverkauf geben.

Das Landsberger Kino-Open-Air feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.
Das Landsberger Kino-Open-Air feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.
Bild: Rudolf Gilk

Beim Landsberger Kino-Open-Air gibt es Popcorn und Nachos

Auf dem gesamten Areal gilt Maskenpflicht, aber wer auf seinem Platz sitzt, darf den Mund-Nasen-Schutz abnehmen. Auch Essen und Trinken gibt es, erklärt Gilk: „Wir dürfen am Kinostand Getränke und kinoübliche Süßwaren wie Popcorn und Nachos verkaufen.“ Außerdem würden 105 Plätze vom Fischerwirt mit Speisen und Getränken versorgt. Das Restaurant sei zwar für sein Hygienekonzept selbst verantwortlich, aber wer dort sitzen will, müsse trotzdem erst eine Eintrittskarte beim Kino kaufen. Erst mit der könne man dann beim Fischerwirt einen Platz reservieren.

Zugang zum Veranstaltungsgelände bekommt nur, wer seine Kontaktdaten für die Nachverfolgung etwaiger Infektionen angibt. Das könne per Luca-App geschehen oder handschriftlich auf dafür bereitgestellten Formularen.

Kurzarbeit und Homeoffice bei Filmverleihern: Organisation des Kino-Open-Airs war schwieriger als sonst

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Trotz der vielen Extra-Vorkehrungen hatten die Gilks dieses Jahr weniger Zeit, um alles in die Wege zu leiten: „Wir haben erst spät angefangen zu planen, Anfang Juni“, sagt Klara Gilk. Sonst habe man schon zwei Monate früher mit den Vorbereitungen begonnen, aber zu diesem Zeitpunkt hätte man wegen der damaligen Corona-Situation noch keine Genehmigung für die Veranstaltung bekommen können. Diesmal sei vieles umständlicher gewesen, zum Beispiel das Organisieren der Filme: Weil die Filmverleiher wegen Kurzarbeit und Homeoffice nur schwer zu erreichen gewesen seien, habe das Bestellen, das normalerweise mit einem Anruf erledigt sei, zum Teil mehrere Tage gedauert.

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