Bundestagsabgeordneter zu Besuch

„Das wird eine Gratwanderung“: So steht es um den Kindergarten Don Bosco in Buchloe

Zu Gast im Kindergarten Don Bosco war der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke. Er sprach hier mit Leiterin Manuela Krömer (rechts) sowie ihrer Stellvertreterin Anna-Lena Schlotterbeck.

Zu Gast im Kindergarten Don Bosco war der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke. Er sprach hier mit Leiterin Manuela Krömer (rechts) sowie ihrer Stellvertreterin Anna-Lena Schlotterbeck.

Bild: Abgeordneten-Büro

Zu Gast im Kindergarten Don Bosco war der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke. Er sprach hier mit Leiterin Manuela Krömer (rechts) sowie ihrer Stellvertreterin Anna-Lena Schlotterbeck.

Bild: Abgeordneten-Büro

Bundestagabgeordneter Stephan Stracke war im Gespräch mit der Leitung des Kindergartens Don Bosco Buchloe. Was sie besprochen haben.

Zu Gast im Kindergarten Don Bosco war der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke. Er sprach hier mit Leiterin Manuela Krömer (rechts) sowie ihrer Stellvertreterin Anna-Lena Schlotterbeck.
Von Buchloer Zeitung
22.08.2020 | Stand: 13:15 Uhr

Über die Folgen der Pandemie für die integrative Kindertagesstätte Don Bosco in Buchloe informierte sich der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU). Die erläuterten ihm Kita-Leiterin Manuela Krömer und ihre Stellvertreterin Anna-Lena Schlotterbeck.

Vor allem über die „besonderen Herausforderungen des zeitweise eingeschränkten Regelbetriebs und die Planungen für den Start des neuen Kindergartenjahres am 1. September“ wolle er Bescheid wissen, erklärte der familienpolitische Sprecher der CSU im Deutschen Bundestag. Die Kita Don Bosco besteht seit September 2011 aus drei Krippen- und vier Kindergartengruppen. Jeweils zwölf Kinder sind in einer Krippen-, 25 in einer Kindergartengruppe untergebracht. 17 Kinder sind in den Integrationsgruppen. In allen Gruppen werden die Kinder von mindestens drei pädagogischen Fachkräften betreut.

Nachricht über Schließung kam unerwartet

Die Nachricht der Schließung im März habe sie eiskalt erwischt, berichtete Krömer. Die Handreichungen des Freistaates seien bedauerlicherweise zumindest in der Anfangsphase meist spät eingetroffen, was die Kommunikation mit den Eltern erschwert habe. Mit wöchentlichen Newslettern versuchte die Kita-Leitung, die Familien auf dem Laufenden zu halten. Außerdem war das Telefon in der Kita ständig besetzt, damit Eltern einen Ansprechpartner hatten. Die Mitarbeiterinnen wurden über eine Whats-App-Gruppe informiert. Darüber wurden auch Dienst- und Hygienepläne geteilt.

Lockdown mit Vollarbeit

Bereits am vierten Tag des Lockdowns habe man das erste Kind im Rahmen der Notbetreuung für Eltern aus systemrelevanten Berufen aufgenommen. Weitere folgten. Schon Ende Mai hatte Don Bosco wieder eine Auslastung von 78 Prozent. Von den insgesamt 28 Mitarbeiterinnen habe man deshalb keine in Kurzarbeit schicken müssen. Dies sei auch dem Träger der Einrichtung, der katholischen Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt Buchloe, zu verdanken.

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Anfänglich habe man im Wochenwechsel stets die Hälfte der Belegschaft im Home Office und die Hälfte im Haus belassen. Frei gewordene Kapazitäten wurden kurzerhand genutzt, um aufzuräumen oder zu streichen. Zwei Mitarbeiterinnen, die aufgrund des Alters und einer Vorerkrankung zur Risikogruppe gehören, seien zu ihrem eigenen Schutz freigestellt worden.

Von Anfang an habe die Kita nach einem eigens konzipierten Hygieneplan gearbeitet, der auch im neuen Kindergartenjahr gültig bleibt. Er sieht vor, dass Eltern ausschließlich mit Mundschutz ins Haus können und dies auch nur in Ausnahmefällen. Vier Mal täglich wird intensiv gelüftet, einmal pro Tag alles desinfiziert. Die Gruppen sind nach wie vor getrennt. Der Garten wurde räumlich, seine Nutzung zeitlich aufgeteilt. Alternativ gehen die Gruppen spazieren.

Schnupfen oder Covid-19?

Wenn möglich, soll ab Oktober der Regelbetrieb aufgenommen werden. Dennoch werde man auch im Regelbetrieb auf eine Durchmischung aller erwarteten 109 Kinder verzichten, sodass im Falle einer Infektion nur die betroffene Gruppe und nicht die gesamte Kita geschlossen werden müsste. Dennoch betrachte man den Beginn des neuen Kindergartenjahres aus mehrerlei Gründen mit Sorge, berichteten Krömer und Schlotterbeck. Nach wie vor sei die Eingewöhnungsphase wenig planbar.

Erkältete Kinder von September bis Dezember

In der Zeit von September bis Dezember gebe es erfahrungsgemäß in jedem Jahr stets Kinder mit Erkältungssymptomen. „Zu Covid-19 gibt keine belastbaren Erfahrungswerte. Einzuschätzen, ab wann die Schnupfennase nicht mehr harmlos ist und Handlungsbedarf besteht, wird eine Gratwanderung“, erklärten Krömer und Schlotterbeck. Dem stimmte Stracke zu. Es gelte, die neuen Leitlinien des Freistaates abzuwarten: „Wir müssen ein gutes Augenmaß bewahren.“

„Es bleibt wichtig, weiterhin mit Vorsicht und Umsicht vorzugehen“, so der Abgeordnete. „Sie tun dies in vorbildlicher Weise. Die Pandemie hat gezeigt, wie systemrelevant Sie sind“, lobte Stracke abschließend die Leiterinnen.