Maskenpflicht in Buchloe

Der tägliche Dienst in Corona-Zeiten

Kostenlose FFP2 Masken Ausgabe in den Apotheken.

Kostenlose FFP2 Masken Ausgabe in den Apotheken.

Bild: Marcus Merk

Kostenlose FFP2 Masken Ausgabe in den Apotheken.

Bild: Marcus Merk

Die Polizeiinspektion Buchloe kontrolliert auch die verschärfte Maskenpflicht. Von der seien nur glaubhafte Ausnahmen erlaubt
24.01.2021 | Stand: 17:45 Uhr

Ab heute gilt die verschärfte Maskenpflicht in Bayern: So müssen zum Beispiel beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln FFP2-Masken getragen werden. Was das für die Bürger und die Polizei bedeutet, darüber sprach die Buchloer Zeitung mit Hauptkommissar Markus Dösinger, Stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Buchloe.

Ab nächsten Montag sind in Bayern FFP2-Masken Pflicht. Müssen diese dann von allen getragen werden oder gibt es noch Ausnahmen?

  • Markus Dösinger: Die gemäß der zweiten Änderungsverordnung zur 11. Bayerischen Infektionsschutzverordnung verschärfte FFP2-Maskenpflicht gilt bereits seit dem 18. Januar. Zu den bestehenden Regelungen wurde unter anderem eine FFP2-Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und die hierzu gehörenden Einrichtungen wie Haltestellen oder Bahnhöfe, die Schülerbeförderung und den Einzelhandel aufgenommen. Mit der dritten Änderung – Inkrafttreten seit 21. Januar – wurden weitere Verschärfungen vorgegeben. So gilt bei Patientenkontakt in Einrichtungen der Pflege, für Menschen mit Behinderung und in Altenheimen auch für das Personal eine FFP-2-Maskenpflicht. Dasselbe ist für Beschäftigte bei ambulanten Pflegediensten und -einrichtungen vorgeschrieben. Bei Gottesdiensten wurde für Besucher eine FFP-2-Maskenpflicht eingeführt. Die geltenden Vorschriften wurden hier nur auszugsweise dargelegt, denn eine ausführlichere Beschreibung würde den Rahmen sprengen.

Wird es deshalb verstärkte Kontrollen der Polizei geben?

  • Dösinger: Nach der Verordnung gilt die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung – Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind befreit. Des Weiteren sind Personen befreit, denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder zumutbar ist. Dies muss aber glaubhaft gemacht werden – zum Beispiel durch eine ärztliche Bescheinigung. Soweit das Tragen einer FFP2-Maske bindend ist, reicht bei Kindern vom 6. bis zum 15. Geburtstag eine normale Mund-Nasen-Bedeckung aus.

Was passiert, wenn jemand die Maske nicht trägt?

  • Dösinger: Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht und weitere Vorschriften wie der Ausgangsbeschränkung und -sperre im Rahmen des täglichen Dienstes. Bei entsprechenden Mitteilungen erfolgt natürlich eine polizeiliche Überprüfung.

Welche Konsequenz hat es, wenn jemand eine falsche FFP2-Maske trägt – eine Buchloerin stellte zum Beispiel fest, dass sie zwar richtige bestellt hatte, aber zwei davon nicht zertifiziert waren?

  • Dösinger: Trägt eine Person trotz Verpflichtung keine Maske oder keine zertifizierte FFP2-Maske oder gleichen Schutzklasse, wird eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erstattet und an das zuständige Landratsamt weitergeleitet. Diese Behörde erlässt nach einer Prüfung gegebenenfalls einen Bußgeldbescheid gegen den Betroffenen: Laut aktuellem Bußgeldkatalog werden Maskenverstöße mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro geahndet. Bei geringfügigen Verstößen gegen die Maskenpflicht, zum Beispiel, wenn sie nicht richtig getragen wurde, kann dem Betroffenen auch eine Verwarnung in Höhe von 55 Euro auferlegt werden. Von Markus Frobenius