Brauchtum Maibaum Buchloe

Endlich wieder Volksfest - Maibäume werden aufgestellt

Kraftakt: Stück für Stück hievten die Aufsteller den Maibaum – der von einem Kran gesichert wurde – auch mithilfe von Schwalben in die Höhe.

Kraftakt: Stück für Stück hievten die Aufsteller den Maibaum – der von einem Kran gesichert wurde – auch mithilfe von Schwalben in die Höhe.

Bild: Markus Frobenius

Kraftakt: Stück für Stück hievten die Aufsteller den Maibaum – der von einem Kran gesichert wurde – auch mithilfe von Schwalben in die Höhe.

Bild: Markus Frobenius

Über 1500 Besucher in Buchloe, um zu sehen, wie der Maibaum aufgestellt wird. Auch in Lindenberg und in Honsolgen wird gefeiert.
01.05.2022 | Stand: 18:30 Uhr

Überall in der Region und der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe wurden Maibäume aufgestellt – das war mal wieder ein Festtag ganz nach dem Geschmack der Bürger: Ein in den meisten Fällen im wahrsten Sinne des Wortes Kraftakt der Veranstalter, Musik gute Laune und Biergartenstimmung. Allein in Buchloe kamen nach Angaben der Maibaumfreunde Gaisastall über 1500 Besucher, um zu sehen, wie die Männer per Muskelkraft den Baum aufstellten. „Man merkt, dass die Leute – Aufsteller, Helfer und Publikum – nach drei Jahren heiß darauf sind“, stellte Gaisastall-Vorsitzender Johann Kinberger fest.

Kraftakt: Stück für Stück hievten die Aufsteller den Maibaum – der von einem Kran gesichert wurde – auch mithilfe von Schwalben in die Höhe.
Kraftakt: Stück für Stück hievten die Aufsteller den Maibaum – der von einem Kran gesichert wurde – auch mithilfe von Schwalben in die Höhe.

Drei Jahre Pause sind spürbar

Das hatte es aufgrund der Corona-Pandemie lange nicht mehr so gegeben: Überall standen und feierten in der VG Menschen am 1. Mai. Na klar, der Maibaum wurde aufgestellt – und in Buchloe drei Stück. Im kleinsten Ortsteil, Honsolgen, half ein Kran, um den Baum in die Höhe zu liften. In Lindenberg hingegen hatten die Zuschauer einen schönen Blick von unten, wie am Kirchberg die Aufsteller sich am Hang abmühten, das gute Stück in die Fassung zu bekommen.

Themen gibt es genug

In Buchloe hingegen war Volksfeststimmung: Zeitweise waren die Biertische rappelvoll und überall wurde ausgiebig über Gott und die Welt gesprochen. Präziser ging es da auf den Stehplätzen rund um das anfangs liegende Objekt der Begierde zu. Kinder tuschelten über das Schaffen der Männer an dem großen Baum oder lachten spielend zwischen den Zuschauern. Die wiederum goutierten das Geschehen mit Getränk und Essen oder fachsimpelten, wie groß oder schwer der Baum wohl sei – und das auf keinen Fall etwas passieren dürfe. Tat es nicht.

Auch im Ortsteil Honsolgen versammelten sich Dorfbewohner, um den Hebeakt per Kran anzuschauen.
Auch im Ortsteil Honsolgen versammelten sich Dorfbewohner, um den Hebeakt per Kran anzuschauen.

Bürgermeister im Marathon-Modus

Dafür sorgten die Gaisastall: Sie hatten die ganze Veranstaltung organisiert – mit Unterstützung einiger Unternehmen. Die Bewirtung erfolgte überwiegend durch die Maibaumfreunde – die sogar einen Weizenwagen stellten. Finanziell beteiligte sich die Stadt, die den Baum und Material bezahlte. Zweiter Bürgermeister Herbert Barthelmes packte beim Aufstellen auch mit an, derweil Bürgermeister Robert Pöschl von einem Maibaum zum nächsten hetzte. "Aber er sprach davon, dass es schön sei, wenn nun wieder Leute miteinander feiern können - dass hätten sie lange vermisst. Und logistisch war auch die Feuerwehr Buchloe dabei: „Die muss ja die Befestigung abnehmen“, erklärte Kinberger.

In Lindenberg war scheinbar das halbe Dorf zum Aufstellen gekommen. Die Helfer dort mussten schon fast bergfest sein.
In Lindenberg war scheinbar das halbe Dorf zum Aufstellen gekommen. Die Helfer dort mussten schon fast bergfest sein.

Die Bilanz ist eindeutig

Die geschah sicherheitshalber über einen Kran, ansonsten wuchteten die Männer den 26 Meter hohen und rund eine Tonne schweren Baum per Muskelkraft und Schwalben hoch. „Der ist frisch geschlagen, da ist er noch richtig schwer“, erklärte Kinberger. Für Unterstützung sorgte die Stadtkapelle Buchloe und aufgrund dessen auch Zuschauer durch Klatschen. Später spielte dann noch die Band Grünstreifen. Da war dann alles in Ordnung: Das Wetter hielt und der Baum stand. „Einwandfrei“, meinte Kinberger zufrieden.

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Hier werden in Buchloe und Umgebung Maibäume aufgestellt

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