Eishockey beim ESV Buchloe

Erfolgreiche Rückkehr

Losgelegt: Die Piraten (in schwarz-rot) hatten zwar schwer zu kämpfen, aber gewannen zum Auftakt der Bayernliga-Saison gegen den TSV Peißenberg mit 3:2.

Losgelegt: Die Piraten (in schwarz-rot) hatten zwar schwer zu kämpfen, aber gewannen zum Auftakt der Bayernliga-Saison gegen den TSV Peißenberg mit 3:2.

Bild: Michael Lindemann

Losgelegt: Die Piraten (in schwarz-rot) hatten zwar schwer zu kämpfen, aber gewannen zum Auftakt der Bayernliga-Saison gegen den TSV Peißenberg mit 3:2.

Bild: Michael Lindemann

ESV Buchloe gewinnt das Auftaktmatch zum Bayernligastart gegen Peißenberg. Das Unterzahlspiel gab den Ausschlag.
04.10.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Einen gelungenen Start legte der ESV Buchloe am Freitagabend zum Auftakt in die Bayernliga hin. Nach zweijähriger Abstinenz gewann der Aufsteiger sein erstes Spiel in eigener Halle gegen den TSV Peißenberg mit 3:2 (1:1, 1:0, 1:1) – und das unterm Strich auch verdient. Erstmals nach Beginn der Corona-Pandemie waren auch wieder Zuschauer in der dadurch mit 200 Zuschauern ausverkauften Buchloer Sparkassenarena zugelassen. Und diese sollten ihr Kommen nicht bereuen, denn die heimischen Piraten zeigten bei der Rückkehr in Bayerns höchster Eishockey-Spielklasse eine kämpferisch engagierte Leistung und belohnten sich so am Ende mit den ersten drei Punkten.

Bis diese unter Dach und Fach waren, war allerdings ein hartes Stück Arbeit nötig. Den etwas besseren Beginn erwischten nämlich die Gäste, die nach elf Minuten durch Simon Sendl per Abstauber in Führung gingen. Doch die Hausherren zeigten schnell die nötige Reaktion: Macro Göttle erzielte nur gut zweieinhalb Minuten später den 1:1-Ausgleich (14.). Und da die Buchloer kurz vor der Pause in Überzahl nur den Pfosten trafen, ging es mit dem Remis auch erstmalig in die Kabinen.

Michal Petrak fängt an, wie er aufgehört hat

Das Mitteldrittel war anfangs dann zunächst von Strafzeiten auf beiden Seiten geprägt. Während bei Peißenberg Manuel Singer mit 2+10 Strafminuten nach einem Check gegen den Kopf für längere Zeit auf der Strafbank Platz nahm, überstanden die Piraten mit Leidenschaft und vereinten Kräften auch eine etwa eineinhalbminütige doppelte Unterzahl schadlos. Gegen Drittelmitte beruhigte sich das Geschehen auf dem Eis dann wieder und nach 28 Minuten gingen schließlich die Gennachstädter in Front: Ein maßgenaues Zuspiel des starken Michal Petrak vollendete sein Landsmann Michal Telsez zum 2:1. Bis zur zweiten Pause hatten anschließend beide Kontrahenten noch gute Möglichkeiten, das Torekonto aufzubessern, doch entweder waren die beiden guten Torhüter – Johannes Wiedemann auf Buchloer und Korbinian Sertl auf Eishackler Seite – zur Stelle oder das Aluminium verhinderte zum Leidwesen der Gastgeber weitere Treffer.

So ging es für die Freibeuter mit dem hauchdünnen Vorsprung auch in den finalen Durchgang. Dort sorgte zunächst Timo Hauck für etwas mehr Beruhigung im Piraten-Lager. Hauck setzte nämlich auf Vorarbeit von Robert Wittmann und Simon Beslic den Puck zum 3:1 in die Maschen (46.).

Aber noch war für die Eishackler genug Zeit, auch weil Christian Wittmann gleich danach mit einem vergebenen Alleingang die Vorentscheidung verpasste. So blieb es in einem umkämpften Duell eine spannende Angelegenheit. Nachdem die Rot-Weißen nach 51 Minuten eine Unterzahl noch einmal mit viel Einsatz und Engagement ohne Gegentreffer überstanden, glückte dem TSV nach 56 Minuten durch Dominik Ebentheuer doch der Anschlusstreffer.

200 Zuschauer zittern

Dieser sollte für die Schlussphase nochmals für reichlich Zittern unter den 200 Zuschauern sorgen. Doch mit aufopferungsvollem Kampf und disziplinierter Arbeit verhinderten die Buchloer einen drohenden Ausgleich erfolgreich und durften sich somit schlussendlich auch gemeinsam mit den Fans über einen verdienten Sieg freuen.

Am Sonntag führte der Weg den ESV nun zum amtierenden Bayernligameister nach Miesbach. Mal sehen, ob die Piraten nach dem gelungenen Auftakt es schafften, auch den Favoriten zu ärgern.