Aus dem Gemeinderat

Es werde Licht in Lamerdingen - aber nicht die ganze Nacht

Dürfen Straßenlaternen später in der Nacht zumindest teilweise abgeschaltet werden? Um diese Frage ging es bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Lamerdingen.

Dürfen Straßenlaternen später in der Nacht zumindest teilweise abgeschaltet werden? Um diese Frage ging es bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Lamerdingen.

Bild: Fabian Sommer (dpa)

Dürfen Straßenlaternen später in der Nacht zumindest teilweise abgeschaltet werden? Um diese Frage ging es bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Lamerdingen.

Bild: Fabian Sommer (dpa)

Bei der Straßenbeleuchtung tut sich einiges in der Gemeinde. Aber alle Wünsche können nicht erfüllt werden.
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Von Karola Schenck
30.09.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Zahlreiche Bauangelegenheiten standen bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Lamerdingen auf der Tagesordnung. Ein Bauherr möchte an seinem Wohnhaus in der Straße An der Bahn in Dillishausen zwei Schleppdachgauben erneuern. Die Gaube auf der Ostseite soll sechs Meter breit werden, die auf der Westseite drei Meter. Die Räte erteilten das gemeindliche Einvernehmen dafür. In der Gartenstraße in Lamerdingen plant ein Antragsteller ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit einer Grundfläche von rund 16 mal 6,60 Meter und einer Giebelhöhe von rund sieben Meter. Das geplante Haus füge sich gut in die bestehende Bebauung der Umgebung ein, sagte Bürgermeister Manuel Fischer. Er hob besonders positiv hervor, dass der Antragsteller den Vorgartenbereich von Bebauung freihalten wolle, wie dies bei den umliegenden Häusern auch der Fall ist. Der Gemeinderat sah dies ähnlich und gab grünes Licht für das Projekt.

Bis zu 50 Jahre alte Leuchten in der Schützenstraße

Die Straßenbeleuchtung in der Schützenstraße in Lamerdingen könnte im Zuge der dortigen Tiefbauarbeiten für die Verlegung von Glasfaser-Datenkabeln erneuert werden. Die dortigen Leuchten seien bis zu 50 Jahre alt, eine Modernisierung sei bereits vor über 20 Jahren angedacht, aber nicht umgesetzt worden. Laut Bürgermeister Fischer würde LEW Verteilernetz dort für 25 700 Euro sechs neue Mastleuchten mit einer Höhe von sieben Metern aufstellen. Da die entsprechenden Mittel im Haushalt vorhanden sind, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Straßenbeleuchtung im Zuge der Tiefbauarbeiten für das Glasfasernetz erneuern zu lassen. Im Neubaugebiet in Dillishausen ist die Gemeinde Lamerdingen für den Unterhalt des Wasserleitungsnetzes sowie für die Hausanschlüsse in Eigenregie zuständig. Dafür müssen diverse Ausstattungsgegenstände wie Hydranten und Wasserschieber beschafft werden. Die Räte beschlossen die entsprechenden Investitionen mit einem Volumen von rund 21 000 Euro einstimmig.

Energiesparen kontra Verkehrssicherheit

Nachdem bei der vorigen Ratssitzung angeregt worden war, bei der Straßenbeleuchtung im Neubaugebiet Dillishausen später in der Nacht jede zweite Lampe auszuschalten, wurde das mit LEW besprochen. Das Ergebnis: Eine Teilabschaltung verstoße gegen die einschlägige DIN-Vorschrift. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gewährleistet. Zudem müsste die Lampensteuerung aufwendig umgebaut werden. Es gebe aber die Möglichkeit, die Leistung der Lampen zwischen 0 und 5 Uhr auf 50 Prozent zu reduzieren, bevor sie gegen Morgen wieder voll leuchten müssen.