Gedenkstätte Buchloe

Es wuchert wild - auf dem Buchloer Friedhof

Friedhof Buchloe 3

Auf den Wegen des Buchloer Friedhofs und auch zwischen den Gräbern sprießt der grüne Teppich. Die Verwaltung will sich der Sache bald verstärkt annehmen. Foto: Matthias Kleber

Bild: Matthias Kleber

Auf den Wegen des Buchloer Friedhofs und auch zwischen den Gräbern sprießt der grüne Teppich. Die Verwaltung will sich der Sache bald verstärkt annehmen. Foto: Matthias Kleber

Bild: Matthias Kleber

Eine Leserin der Buchloer Zeitung ist empört über den Pflanzenwuchs auf Buchloer Friedhof
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Von mfk
06.09.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Wolfsmilch, Disteln und Löwenzahn: Das sind Pflanzen des Anstoßes auf den Wegen des Buchloer Friedhof. Zwischen den Gräbern wuchert das Grün. Eine Leserin der Buchloer Zeitung hat unsere Redaktion auf den Zustand aufmerksam gemacht. Sie erklärt: „Seit etwa zwei Jahren geht das nun schon so. Irgendwie kümmert sich keiner mehr darum.“ Davor habe es Jahrzehnte lang keine Probleme gegeben. Doch mittlerweile sprießt es auf den eigentlich gekiesten Wegen, und auch vor den Grabstellen macht die unerwünschte Vegetation nicht halt. „Teilweise wachsen sogar Gräber zusammen, das ist wirklich nicht mehr tragbar“, ärgert sich die 64-jährige Buchloerin.

Viele seien betroffen

Für die derzeitigen Zustände habe sie vor allem kein Verständnis, da ein Grab eine recht kostspielige Angelegenheit sei. „Wir zahlen ja auch dafür, dass es einigermaßen gepflegt ist – und das auch nicht zu knapp.“ Da könne man schon erwarten, dass sich jemand darum kümmere, die Wege sauber zu halten, findet sie. Darüber hinaus sei sie auch nicht die Einzige, die mit dem Status quo mehr als unzufrieden ist. „Viele andere regen sich darüber auf. Fast jeder, den man hier trifft, sieht das Problem und ist auch selbst davon betroffen.“

Pietät- und würdelos

Daher müsse sich unbedingt etwas ändern; auch um den Verstorbenen gerecht zu werden. „Der momentane Zustand ist pietät- und würdelos. So möchte ich mich und meine Angehörigen nicht begraben wissen.“ Niemand wolle auf diese Art und Weise in Erinnerung bleiben, findet die 64-Jährige.

Misstand bekannt

Im Rathaus ist der Missstand bereits bekannt. Markus Salger, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe, erklärt deshalb: „Uns ist das Thema durchaus bewusst. Leider wurden wir in letzter Zeit oft durch das Wetter ausgebremst.“ Zudem habe eine Walze zur Instandhaltung der Friedhofswege wegen des vielen Regens oft nicht zum Einsatz kommen können. Auch sei der Einsatz von früheren Unkrautvernichtern nicht mehr erlaubt. Dazu komme, dass momentan nur eine Person zur Pflege des Friedhofs fest angestellt sei, die vom Bauhof unterstützt werde.

Im Herbst soll gearbeitet werden

Doch ab Herbst wolle man die Instandsetzung der Buchloer Ruhestätte definitiv in Angriff nehmen, erklärt Salger. „Schließlich ist der Friedhof auch ein Aushängeschild der Stadt.“

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