Eishockey

ESV Buchloe geht beim Bayernligameister leer aus

Schon zwei Mal war Timo Hauck in der noch jungen Saison erfolgreich – doch gegen Miesbach gab es dafür keine Belohnung.

Schon zwei Mal war Timo Hauck in der noch jungen Saison erfolgreich – doch gegen Miesbach gab es dafür keine Belohnung.

Bild: Archivfoto: Michael Lindemann

Schon zwei Mal war Timo Hauck in der noch jungen Saison erfolgreich – doch gegen Miesbach gab es dafür keine Belohnung.

Bild: Archivfoto: Michael Lindemann

Der ESV Buchloe verliert beim Tabellenführer der Bayernliga in Miesbach trotz einer frühen 2:0-Führung. In Überzahl vergeben die Pirates ihre Chancen leichtfertig.
05.10.2020 | Stand: 17:30 Uhr

Einen ordentlichen aber am Ende ertraglosen Auswärtsauftritt legte der ESV Buchloe am Sonntagabend beim amtierenden Bayernligameister TEV Miesbach hin. Denn die Buchloer überraschten den heimstarken Favoriten zunächst mit einer 2:0-Führung. Doch ein an diesem Abend schwaches Überzahlspiel der Gennachstädter brachte die Oberbayern anschließend zurück ins Spiel, die die Partie somit noch in einen schlussendlich auch verdienten 4:2-Heimsieg (1:2, 2:0, 1:0) drehen konnten.

Dabei hatte es nach dem Auftaktdrittel - insbesondere nach den ersten gut zehn Minuten - eigentlich optimal für die Freibeuter ausgesehen. Nach dem Auftaktsieg gegen Peißenberg begannen die Mannen von Trainer Christopher Lerchner auch beim letztjährigen BEL-Meister engagiert. Hinten stand man gegen die stark besetzten Miesbacher kompakt und vorne störte man früh.

Den Meister überrascht

Die Hausherren schienen sich so anfangs zunächst ein wenig überrumpeln zu lassen, was auch der Buchloer Führungstreffer von Timo Hauck zeigte, der einen Alleingang eiskalt zum 1:0 vollendete (5.). Dieser Treffer spielte den Piraten natürlich in die Karten und es kam sogar noch besser: In Unterzahl fing Alexander Krafczyk den Puck geschickt ab und netzte alleine vor TEV-Schlussmann Anian Geratsdorfer zum 2:0 ein (11.).

Doch nur zwei Minuten später verkürzten die Hausherren, als die Pirates das erste Mal hinten zu offen agierten. Der bärenstarke Bohumil Slavicek ließ mit seinem Konter dem wachsamen Johannes Wiedemann im ESV-Tor keine Abwehrchance (13.). Weitere Tore fielen anschließend bis zum ersten Seitenwechsel nicht mehr, weil die Buchloer sich weiter teuer verkauften.

Doppelte Überzahl vergeben

Ins Mitteldrittel startete dann der Gastgeber besser, sodass die Buchloer nun immer mehr in die Defensive gedrängt wurden. Doch noch hielt diese dem Druck stand. Nach und nach häuften sich anschließend auf beiden Seiten die Strafen, wobei vor allem die Buchloer zu leichtfertig mit den sich bietenden Überzahlmöglichkeiten umgingen. Mit einem Mann mehr – stellenweise sogar mit Zweien – brachten die Freibeuter den Puck einfach nicht zum dritten Mal im Miesbacher Tor unter, da das Powerplay insgesamt viel zu harmlos blieb.

Dies sollte sich fortan rächen: Denn die Hausherren zeigten sich in dieser Disziplin effektiver und nutzten eine Überzahl zum 2:2 durch Dusan Frosch (37.). Und der Bayernligameister legte sofort nach. Eine weitere Unachtsamkeit im eigenen Drittel brachte den TEV lediglich eine Minute später erstmalig in Front. Frosch hatte den freistehenden Felix Feuerreiter bedient, der das Spiel zum 2:3 drehte (38.).

Nach diesem aus Buchloer Sicht äußerst ärgerlichen Drittel versuchten die Gennachstädter im letzten Durchgang dann nochmals zurückzukommen. Doch die routinierten Gastgeber standen hinten nun extrem gut und ließen kaum Gefährliches zu. Und vorne lauerte der TEV auf die Vorentscheidung, die Slavicek nach 55 Minuten vor Wiedemann noch verpasste. Nur eine Zeigerumdrehung später fiel die Entscheidung dann aber doch, als ein überragender Querpass von Maximilian Hüsken Mitspieler Franz Mangold am langen Pfosten erreichte und dieser zum 4:2 für die Oberbayern traf (56.).

Nur geärgert, nicht bezwungen

In den Schlussminuten probierten es die Piraten zwar nochmals, doch auch hier blieb es beim selben Bild. Es wollte in Überzahl einfach kein Treffer gelingen, weshalb die Buchloer den Favoriten zwar lange ärgern, aber am Ende auch verdient nicht bezwingen konnten.