Eishockey

ESV Buchloe verliert zum Testspielauftakt

In den Play-offs war Johannes Wiedemann ein großer Rückhalt für die Pirates. Im Testspiel gegen Geretsried kam im Mitteldrittel nach dem vierten Gegentreffer Alexander Reichelmeir für ihn ins Tor.

In den Play-offs war Johannes Wiedemann ein großer Rückhalt für die Pirates. Im Testspiel gegen Geretsried kam im Mitteldrittel nach dem vierten Gegentreffer Alexander Reichelmeir für ihn ins Tor.

Bild: ESV Buchloe

In den Play-offs war Johannes Wiedemann ein großer Rückhalt für die Pirates. Im Testspiel gegen Geretsried kam im Mitteldrittel nach dem vierten Gegentreffer Alexander Reichelmeir für ihn ins Tor.

Bild: ESV Buchloe

Der ESV Buchloe unterliegt im ersten Vorbereitungsspiel dem künftigen Ligakonkurrenten ESC Geretsried mit 2:6. Trotzdem gibt es gute Nachrichten.

14.09.2020 | Stand: 17:00 Uhr

Mit einer 2:6-(1:2, 1:2, 0:2) Niederlage ist der Bayernligaaufsteiger ESV Buchloe am Sonntagabend in eigener Halle gegen den ESC Geretsried in die Testspielphase für die neue Saison gestartet. Vor coronabedingt leeren Rängen misslang den Piraten, denen an diesem Abend nur vier gelernte Verteidiger zur Verfügung standen, gegen den künftigen Ligakonkurrenten somit der Auftakt in die neue Spielzeit. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, die dann eiskalt bestraft wurden“, meinten die Verantwortlichen zur verdienten Niederlage, die aber vielleicht am Ende das ein oder andere Tor zu hoch ausfiel.

Marc Barchmann und Michal Telesz verlängern

Eine gute Nachricht: Mit zwei weiteren Verlängerungen haben die Verantwortlichen des ESV Buchloe die Kaderplanungen für die anstehende Bayernligasaison im Vorfeld des Testspiels vorerst abgeschlossen. Marc Barchmann und Michal Telesz sind dabei die letzten beiden, die auch weiterhin für den Bayernligaaufsteiger stürmen werden und den Piraten somit die Treue halten.

Barchmann ist mit seinen 34 Jahren der älteste und somit wohl auch einer der erfahrensten Spieler im doch recht jungen Buchloer Team. Seit 2011 läuft Barchmann nun schon für die Piraten auf, damals noch unter seinem Geburtsnamen Weigant. Seit seiner Hochzeit im letzten Jahr stürmt Marc Weigant seither als Marc Barchmann für die Rot-Weißen.

Über 130 Tore für den ESV

Laut zweitem Vorstand Florian Warkus ist der Familienvater ein treuer und wichtiger Bestandteil der Mannschaft, der gerade wegen seiner Erfahrung in der Bayernliga ein sehr wichtiger Part und Führungsspieler für unsere junge Mannschaft sein wird. „Marc hat in seinen bislang neun Jahren beim ESV über 130 Tore erzielt“, sagt Warkus. „Doch ihn zeichnen nicht nur durch seine Punkteausbeute, sondern ebenso auch sein Einsatzwillen aus.“ Zusammen mit Christian Wittmann und Michal Telesz bildete Barchmann eine effektive und hart arbeitende Sturmreihe, die laut Warkus maßgeblich zur sehr erfolgreichen Saison der ganzen Mannschaft beigetragen haben.

Denn auch Michal Telesz hat in seinem zweiten Jahr bei den Pirates bewiesen, dass in ihm eine Menge Potenzial steckt. Mit 19 Toren war er der zweitbeste Torschütze im Team und bereitete weitere 17 Treffer mit vor. „Michal ist ein sehr fleißiger Spieler, der viel trainiert und an sich arbeitet, um sich weiter zu verbessern“, beschreibt Warkus den 28-jährigen Tschechen, der vor zwei Jahren vom EV Bad Wörishofen nach Buchloe gewechselt war. „Er harmoniert mit seinen Sturmpartnern Chris Wittmann und Marc Barchmann sehr gut und sollte manchmal noch mehr den Torabschluss suchen.“ Dann wird Telesz bestimmt auch in der Bayernliga seine Tore machen, ist sich Warkus sicher.

Unter der Woche wurde nach der durch die Corona-Pandemie wohl außergewöhnlichsten Sommerpause in der ESV-Vereinsgeschichte endlich wieder Eis in der Buchloer Sparkassenarena gemacht. Nach mehreren intensiven Trainingseinheiten fand am Sonntagabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit dann der erste Härtetest gegen den letztjährigen Neunten der Bayernliga statt. Für beide Teams war es dabei das erste Spiel und dennoch erwischten die Gäste den besseren Start. Nach gut neun Minuten glückte Paul Gania der Führungstreffer für die Riverrats.

Doch die Hausherren schlugen umgehend zurück: Keine zwei Minuten später markierte Christian Wittmann den 1:1 Ausgleich (10.). Aber wenig später lag der ESV erneut zurück, als abermals Gania in Überzahl mit einem Doppelpack Johannes Wiedemann im Buchloer Tor zum 2:1 für Geretsried überwand. Mit diesem Resultat ging es dann auch erstmalig in die Kabinen.

Doppelter Torhüterwechsel im Mitteldrittel

Im Mitteldrittel bauten die Geretsrieder den Vorsprung im Powerplay weiter aus. Kapitän Martin Köhler war nach 27 Minuten für das 3:1 verantwortlich, ehe Benedikt May sogar zum 4:1 traf (31.). Direkt danach wechselten beide Teams ihre Torhüter, sodass bei den Gastgebern nun Alexander Reichelmeir und bei den Gästen David Albanese für Martin Morczinetz zwischen den Pfosten stand. Und ESC-Goalie Albanese stand gerade einmal 27 Sekunden auf dem Eis, bis Mattias Imhof ihn auf Zuspiel von Christian Wittmann erstmalig überwand und für seine Piraten auf 2:4 verkürzte.

Mit dem Zwei-Tore-Rückstand ging es für den ESV schließlich auch in den Schlussdurchgang. Eine Wende sollte es dort aber nicht geben, zu sehr hatten die vorangegangenen Trainingseinheiten an diesem Wochenende wohl an den Kräften gezehrt. Die Riverrats dagegen machten durch Bernhard Jorde mit dem 5:2 bei angezeigter Strafe gegen die Freibeuter nach 50 Minuten schon vorzeitig alles klar. Anschließend passierte nicht mehr all zu viel. Lediglich Geretsrieds Tscheche Ondrej Horvath stellte erneut bei angezeigter Strafe gegen Buchloe in der Schlussminute noch den 2:6 Endstand aus Sicht des ESV her. Damit nutzen die Gäste alle vier Strafzeiten gegen die Buchloer zu Torerfolgen, während die Letztere bei ihren fünf Überzahlmöglichkeiten kein Kapital daraus schlagen konnten.

Nächster Test am Freitag gegen EV Fürstenfeldbruck

Für ESV-Trainer Christopher Lerchner ist das also womöglich ein Trainingsansatz für die kommende Woche, in der am Freitag ab 20 Uhr erneut vor leeren Zuschauerrängen gegen den Landesligisten EV Fürstenfeldbruck der nächste Heimtest ansteht. Die Bayernliga soll am 2. Oktober beginnen.