Naturschutz bei Buchloe

Schluss mit „links Mais, rechts Mais“

Baumpflanzaktion Amberg, Foto Klaus D

Mit vereinten Kräften: Mitglieder des Gartenbauvereins und der Bürgergemeinschaft Amberg starteten die Pflanzaktion.

Bild: Klaus Dieter Treude

Mit vereinten Kräften: Mitglieder des Gartenbauvereins und der Bürgergemeinschaft Amberg starteten die Pflanzaktion.

Bild: Klaus Dieter Treude

Gartenbauverein und Bürgergemeinschaft wollen in Amberg einen Naherholungsweg schaffen.
30.05.2021 | Stand: 19:00 Uhr

Ein Spaziergang am östlichen Amberger Dorfrand soll attraktiver werden. Dann soll Schluss sein mit dem eher langweiligen „links Mais, rechts Mais“. Bereits vor Jahren entstand im Rahmen der Vorbereitungen zur Dorferneuerung die Idee zu einem „Weg um Amberg“, der irgendwann einmal als Naherholungsweg auf bestehenden Rad-, Feld- und Waldwegen rund um den Ort führen soll.

15 Mitglieder des örtlichen Gartenbauvereins mit ihrem Vorsitzenden Manfred Früh und der Bürgergemeinschaft Amberg mit ihrer Vorsitzenden Gerti Balkow nahmen jetzt das erste Stück, den Feldweg zwischen der Brunnenstraße im Süden und dem Salzweg im Norden, in Angriff, indem sie acht junge Bäume – meist aus Nordamerika und dem asiatischen Raum – pflanzten.

Informationstafeln und Bienenbäume

Die werden den Spaziergängern künftig neue Blicke eröffnen und Schatten spenden. Zudem sollen vier Ruhebänke aufgestellt werden, die zum Verweilen einladen. Während mehrere Informationstafeln den Wissensdurst der Menschen stillen, werden Vögel und Bienen viel länger als bisher Nahrung finden. Einer der Bäume ist der in Nordkorea heimische „Bienenbaum“, der den fleißigen Nektarsammlerinnen auch noch Nahrung bietet, wenn in unseren Breiten die Wiesen längst abgemäht sind.

Manfred Früh, Vorsitzender der Gartenfreunde Amberg.
Manfred Früh, Vorsitzender der Gartenfreunde Amberg.
Bild: Klaus Dieter Treude

Manfred Früh garantierte bei der Pflanzaktion nicht nur die fachmännische Beratung, sondern zeichnete auch für die Beschaffung der meist „exotischen“ Bäume verantwortlich. Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Lech-Wertach übernimmt 80 Prozent der Nettokosten. Warum ausgerechnet „exotische“ Bäume? Früh: „Die bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim untersucht seit 2010 Baumarten aus dem europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Raum auf ihre Eignung als Stadtbaum, vor allem in Hinsicht auf die zu erwartenden Klimaänderungen, die auch im Unterallgäu spürbar sind.“ Deshalb sei die Auswahl naheliegend, allerdings habe er nicht alle Wunschbäume bekommen. Die Nachfrage sei in Corona-Zeiten sehr groß, „die Menschen haben erkannt, wie wertvoll der eigene Garten ist“. So habe er mit Vogelkirsche und Zierapfel auch zwei heimische Bäume beschafft.

Auch die Gemeinde zieht mit

Da die Gemeinde Amberg auch schon an der nördlichen Verlängerung des Feldweges vom Salzweg bis hin zum Wald zehn Bäume pflanzte, legten die Mitglieder der beiden Vereine auch hier Hand an und sorgten dafür, dass die Gesamt-Aktion an einem Tag mit vereinter Muskelkraft abgeschlossen wurde.

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Bleibt zu hoffen, dass die erste Etappe des Naherholungsweges um Amberg herum gut angenommen wird und weitere Etappen folgen, damit es am Ende heißt: „Den Weg um Amberg erleben.“