Kartoffeln aus Amberg

Familienausflug nach Amberg zum Kartoffelklauben

Vor den Erfolg– also die Säcke und Eimer voller Kartoffeln – haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. An den beiden nächsten Freitagen kann auf dem Feld der Bio-Bauern Jakwerth bei Amberg noch einmal nach Herzenslust geklaubt werden.

Vor den Erfolg– also die Säcke und Eimer voller Kartoffeln – haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. An den beiden nächsten Freitagen kann auf dem Feld der Bio-Bauern Jakwerth bei Amberg noch einmal nach Herzenslust geklaubt werden.

Bild: Karin Donath

Vor den Erfolg– also die Säcke und Eimer voller Kartoffeln – haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. An den beiden nächsten Freitagen kann auf dem Feld der Bio-Bauern Jakwerth bei Amberg noch einmal nach Herzenslust geklaubt werden.

Bild: Karin Donath

Wer auf den Feldern der Bio-Bauern Jakwerth bei Amberg nach den Kartoffeln sucht, muss etwas Geduld mitbringen. Dafür wird man mit einer Menge Spaß belohnt.
Vor den Erfolg– also die Säcke und Eimer voller Kartoffeln – haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. An den beiden nächsten Freitagen kann auf dem Feld der Bio-Bauern Jakwerth bei Amberg noch einmal nach Herzenslust geklaubt werden.
Von Karin Donath
20.08.2020 | Stand: 09:36 Uhr

Für die einen ist es eine lang zurückliegende Kindheitserinnerung, für die anderen ist es eine ganz neue Erfahrung – doch einig sind sich alle: Es macht sehr viel Spaß.

Am vergangenen Freitag, 14. August, konnte man auf einem Feldweg kurz vor Amberg eine Karawane von Menschen beobachten, die alle eins gemeinsam hatten: Sie alle waren ausgerüstet mit Eimern, Säcken und Tüten – die einen leer, die anderen gefüllt mit Kartoffeln.

Michaela und Marcus Jakwerth aus Türkheim hatten die Idee, zum Kartoffelklauben aufzurufen. Über die sozialen Netzwerke verbreitete sich die Nachricht im Landkreis und auch darüber hinaus sehr schnell, sodass es teilweise sogar zu kurzen Wartezeiten kam. Wegen Corona durfte immer nur eine bestimmte Anzahl von Familien aufs Feld, damit der Mindestabstand zwischen den einzelnen Gruppen eingehalten werden konnte.

Die Kartoffeln sind Bio - das liegt im Trend

„Die Kartoffeln sind unbehandelt und unser Betrieb ist bio-zertifizert“, erklärt Michaela Jakwerth. „Und genau das schätzen die Leute. Es ist traurig, dass viele Kinder und auch manche Erwachsene gar nicht mehr wissen, wo Kartoffeln überhaupt herkommen“, so Jakwerth, die mit dieser Aktion auch das Bewusstsein für die heimischen Produkte stärken möchte.

Kohler
Cornelia und Anna Kohler aus Türkheim machen erst einmal eine Pause nach der anstrengenden Arbeit.
Bild: Karin Donath

„Kürzeste Wege vom Feld in den Kochtopf - mehr kann man sich doch gar nicht wünschen. Dazu unterstützt man die heimische Landwirtschaft und weiß, wo das Produkt her kommt“, nicht nur Familie Marek aus Türkheim ist dieser Ansicht, sondern jeder der „Kartoffelklauber“, der hier mit Feuereifer bei der Sache ist.

Kartoffelklauben: harte Arbeit, die sich lohnt

Vor den Erfolg– also die Säcke und Eimer voller Kartoffeln – haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. Mit einem Schwingsiebroder werden die Kartoffeln aus der Erde geholt, dann heißt es bücken und sammeln. Vor allem die Kleinsten sind mit Begeisterung bei der Sache, um möglichst schnell ihre Eimer zu füllen.

Einige Familien haben Picknickdecken und Verpflegung mitgebracht – eine kleine Stärkung nach erfolgreicher Arbeit tut allen gut.

Nur für das Ehepaar Jakwerth gibt es keine Pause. Marcus Jakwerth muss immer neue Reihen Kartoffeln auflegen und erklärt nebenbei die Unterschiede der einzelnen Sorten. Insgesamt drei Sorten stehen zur Auswahl. Michaela Jakwerth wiegt ab, kassiert und gibt Lagertipps.

Verändertes Konsumverhalten durch Corona?

Unter den Wartenden wird diskutiert, ob Corona das Einkaufsverhalten der Menschen beeinflusst hat. Jakwerth hat schon das Gefühl, dass sich mittlerweile mehr Menschen Gedanken über die Herkunft der Lebensmittel machen und lieber regional einkaufen. „Ein Trend, der hoffentlich anhält.“ Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie auf der Suche nach weiteren Feldern rings um Türkheim und Amberg, wo sie ihren Gemüseanbau erweitern können. Neben Kartoffeln und Hanf sollen weitere Feldfrüchte wie Dinkel und andere Sonderkulturen dazu kommen.

Zurück auf dem Parkplatz kommt eine ältere Dame und erkundigt sich, was denn „da oben los ist“. Als sie vom Kartoffelklauben hört, beginnt sie zu erzählen - wie in der schlechten Zeit die Menschen rund um die Felder warten mussten, bis das Feld freigegeben wurde. „Mit viel Glück konnte man dann noch zwei oder drei Kartoffeln finden. Das Feld war ja praktisch schon leer. Wer eine Kartoffel fand, hat sie gehütet wie einen Schatz.“ Die Dame will auf jeden Fall an einem der nächsten zwei Freitage vorbeischauen, wenn es bei Jakwerths wieder zum Karoffelnklauben geht.