Buchloe

Feindliche Stimmung auf Buchloes Straßen und Wegen

Enge Sache: Ein Leser beklagt die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger in der Buchloer Bahnhofstraße – kein neues Problem.

Enge Sache: Ein Leser beklagt die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger in der Buchloer Bahnhofstraße – kein neues Problem.

Bild: Stephan Schöttl

Enge Sache: Ein Leser beklagt die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger in der Buchloer Bahnhofstraße – kein neues Problem.

Bild: Stephan Schöttl

Ein Buchloer ist aus diversen Gründen unzufrieden mit der Rücksichtslosigkeit der Verkehrsteilnehmer. Er appelliert an die Vernunft.

13.06.2020 | Stand: 09:00 Uhr

„Die Rücksichtslosigkeit vieler Fahrradfahrer gegenüber Fußgängern, aber auch der Autofahrer gegenüber Radfahrern nervt“, beklagt ein 55-jähriger BZ-Leser. Er appelliert deshalb an den gesunden Menschenverstand der Verkehrsteilnehmer.

Die problematischen Stellen und kritischen Situationen seien über das komplette Stadtgebiet verbreitet. Er sei selbst viel zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Region unterwegs und wiederholt in brenzlige Lagen geraten, berichtet der Leser. Seine Mutter sei sogar einmal in Lindenberg zu Fuß von einem Radfahrer zusammengefahren worden.

„Wenn ich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs bin, sollte ich auch meine Rechte und Pflichten kennen“, fordert der 55-Jährige ein. Autos müssen beim Überholen 1,50 Meter Abstand zum Radfahrer halten – das sei besonders in der Buchloer Bahnhofstraße selten der Fall. Vielleicht wählen viele Radler deshalb den Fußweg als bevorzugte Strecke – und kommen dann den Fußgängern in die Quere.

Gefährliche Stelle

Großes Unfallpotenzial sehe er auch auf der Strecke von Amberg nach Buchloe: Von Amberg kommend wird der Radweg auf Höhe des Getränkemarktes zu einem Fußweg. Radler, die sich korrekt verhalten möchten, müssen im Kreisverkehr wenden und auf der richtigen Straßenseite fahren. Die Realität sehe aber anders aus: Radfahrer würden einfach rücksichtslos über den Fußweg brettern, anstatt abzusteigen und das Rad zu schieben. Die Verwaltung kommentiert, dass derzeit kein besonders hohes Unfallrisiko an besagter Stelle bekannt sei. Deshalb seien aktuell keine Baumaßnahmen zwischen Amberg und Buchloe geplant.

„Generell wird nicht geklingelt, nicht gerufen und nicht gebremst“, beschwert sich der Leser. Noch schlimmer sei es nachts, wenn viele ohne Beleuchtung unterwegs seien. Ihn störe besonders, dass rücksichtslose Verkehrsteilnehmer bereitwillig andere gefährden. „Ich sorge mich nur um die Mitmenschen und deren Sicherheit“, sagt der 55-Jährige. Mit ihrem Verhalten gefährden jene egoistischen Verkehrsteilnehmer nicht nur sich, sondern auch Unbeteiligte.

Mehr Polizeikontrollen

Da das Fahrradaufkommen auf den Straßen immer weiter steige und ihn das Verhalten so störe, habe er sich bereits an die Polizeiinspektionen Buchloe und Bad Wörishofen gewandt. Ihm wurde zugesagt, dass die Polizei häufiger kontrollieren werde – auch Radfahrer.