Test auf Coronavirus

Freiwillige Corona-Tests im Ostallgäu möglich - gegen Bezahlung

Noch immer hat die Corna-Teststation in Kaufbeuren geöffnet. Jeder Ostallgäuer kann sich dort gegen Bezahlung testen lassen.

Noch immer hat die Corna-Teststation in Kaufbeuren geöffnet. Jeder Ostallgäuer kann sich dort gegen Bezahlung testen lassen.

Bild: Harald Langer

Noch immer hat die Corna-Teststation in Kaufbeuren geöffnet. Jeder Ostallgäuer kann sich dort gegen Bezahlung testen lassen.

Bild: Harald Langer

Wer sich freiwillig einem Corona-Test unterziehen will, muss zur Teststation nach Kaufbeuren fahren. Dann kann sich jeder testen lassen - aber das kostet.

10.06.2020 | Stand: 08:42 Uhr

In Landsberg wurden im Rahmen der Corona-Pandemie eine Infektambulanz, ein Infektmobil, eine Teststation und eine zahnärztliche Ambulanz eingerichtet. In der „Drive-In“-Teststation in dem Pandemiezentrum kann jeder Bürger – Freiwillige auch gegen Bezahlung – gegen eine telefonische Anmeldung beim Landratsamt oder der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern einen Termin ausmachen. Das gilt auch für Freiwillige, wenn sie den Test für eine Pauschale von 90 Euro bezahlen wollen – aber nur wenn sie aus dem benachbarten Landkreis kommen. Das sei in dem Pandemiezentrum in Marktoberdorf aber nicht möglich, meint ein Leser der Buchloer Zeitung. Er fragt deshalb, wo sich Bürger aus dem Ostallgäu freiwillig testen lassen können. 

Freiwilliger Test in Marktoberdorf nicht möglich

Tatsächlich sei ein freiwilliger Test in Marktoberdorf nicht möglich: Dort sei kein wirkliches Testzentrum eingerichtet worden, sondern, nur eine Station, in der bei Bedarf Massentests gemacht werden könnten, erklärt Thomas Brandl vom Büro der Landrätin im Landratsamt Ostallgäu – zum Beispiel wenn Corona-Symptome bei Mitarbeitern einer Firma auftreten. Ohnehin könne die Behörde nur notwendige Tests anbieten – freiwillige müssten privat abgerechnet werden, wie etwa bei der Teststrecke am Tänzelfestplatz in Kaufbeuren, erläutert Brandl weiter.

Das bestätigt Dr. Gregor Blumtritt, Versorgungsarzt für Kaufbeuren und das Ostallgäu – einer Position im Katastrophenschutz. „Die Teststation in Kaufbeuren ist noch geöffnet“, berichtet Blumtritt, angesichts der Tatsache, dass schon wieder provisorische Einrichtung im Rahmen der Corona-Pandemie geschlossen wurden wie in Füssen. Die Station in Kaufbeuren stünde allen Bürger aus dem Ostallgäu offen.

„Die Anmeldung erfolgt über den Hausarzt. Bei symptomatischen Patienten ist der Test eine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Bei asymptomatischen Patienten – zum Beispiel für eine Auslandsreise – ist es eine Selbstzahlerleistung“, erläutert der Versorgungsarzt die Prozedur.

Getestet wird nach dem Polymerase Chain Reaction (PCR)-Verfahren, das auf einer auf Nukleinsäure-Untersuchungen beruhende Diagnostik beruht. Diese hat in Kaufbeuren aber ihren Preis, erklärt Blumtritt: „Leider sind die Laborkosten für eine PCR relativ hoch und betragen momentan etwa 160 Euro“. Aber prinzipiell könne sich jeder Bürger natürlich auch bei seinem Hausarzt direkt testen lassen, fügt er an.