Jahresversammlung

FSV Lamerdingen: In der Corona-Pause wurde viel geschafft

Weil Engerlinge und Raben den Fußballplatz des FSV Lamerdingen zerstört haben, investiert der Verein etwa 200.000 Euro in dessen Sanierung.

Weil Engerlinge und Raben den Fußballplatz des FSV Lamerdingen zerstört haben, investiert der Verein etwa 200.000 Euro in dessen Sanierung.

Bild: FSV Lamerdingen

Weil Engerlinge und Raben den Fußballplatz des FSV Lamerdingen zerstört haben, investiert der Verein etwa 200.000 Euro in dessen Sanierung.

Bild: FSV Lamerdingen

Der FSV Lamerdingen erneuert seine Sportanlage und investiert auch in den Fußballnachwuchs. Bei der Jahresversammlung werden zahlreiche treue Mitglieder geehrt.
19.08.2021 | Stand: 05:33 Uhr

Wer gedacht hatte, dass der im Vorjahr neu gewählte Vorstand des FSV Lamerdingen mit Bernhard Fendt und Robert Stammel an der Spitze wegen der coronabedingten Fußball-Zwangspause eine ruhige Zeit zur Einarbeitung hatte, wurde bei der Jahresversammlung vom Gegenteil überzeugt.

Vorsitzender Fendt schilderte, vor welchen Aufgaben er plötzlich stand. Das Herzstück, der Rasen des Hauptspielfelds und des Trainingsplatzes, wurde durch Befall von Engerlingen und in der Folge von Raben gänzlich zerstört. Die aufwendige Platzsanierung mit kompletter Erneuerung des Untergrunds und Installation einer Beregnungsanlage sei nicht nur kostenintensiv gewesen, sondern erforderte auch jede Menge administrative Arbeit. Unter anderem mussten Zuschüsse beantragt und Pachtverträge verlängert werden, berichtete Fendt.

FSV Lamerdingen hat jetzt eine neue Flutlichtanlage mit LED-Technik

Zusammen mit der Erneuerung der Flutlichtanlage auf LED-Technik und der besseren Ausstattung der Tribüne wurden etwa 200.000 Euro investiert. Etwa die Hälfte gewährt der Bayerische Landessportverband als Zuschuss, nachdem die Gemeinde in Verbindung mit der Diözese Augsburg als Eigentümerin des Haupt- und Nebenplatzes die Nutzung auf 27 Jahre gesichert hat. Die Gemeinde unterstützt den Verein außerdem mit etwa 60.000 Euro für die Platzsanierung und der Kostenübernahme für den Zaun, die Fangnetze und Tore. Für die Beregnungsanlage ist ausreichend Grundwasser vorhanden, jedoch musste für einen neuen Brunnen eine Wasserrechtsgenehmigung beantragt werden, erklärte Fendt.

Das Spielfeld des FSV Lamerdingen ist eingesät und dürfte im Spieljahr 2022 wieder bespielbar sein

Durch eine Förderung über die Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) wurden auch ein Spielplatz mit Spielturm, Schaukel und Klettergarten und die Ausstattung der Tribüne mit Schalensitzen ermöglicht. „Wir wollen unseren Sportplatz auch zu einem Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche sowie für Familien machen“, sagte Fendt. Das Spielfeld wurde Anfang August eingesät und dürfte im kommenden Frühjahr wieder bespielt werden können. Bis dahin werden die Fußballspiele noch als Gast beim TSV Ettringen ausgetragen.

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Der 1947 gegründete Fußballverein hat derzeit 403 Mitglieder (349 männliche und 63 weibliche), die aus allen Lamerdinger Ortsteilen und auch aus umliegenden Orten wie Gennach und Schwabmühlhausen kommen. Das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren. 106 Kinder und Jugendliche beweisen die erfolgreiche Nachwuchsarbeit, die laut Fendt die Grundlage für die Zukunft des FSV sei.

Vorsitzender Bernhard Fendt (links), Ehrenamtsbeauftragter Helmut Brauchle (Zweiter von links) und Zweiter Vorsitzender Robert Stammel (rechts) überreichten die Ehrenurkunden an (von links) Reinhard Fischer, Philipp Ostermaier, Tobias Käß, Maximilian Jaser, Stefan Rager und Werner Altegger.
Vorsitzender Bernhard Fendt (links), Ehrenamtsbeauftragter Helmut Brauchle (Zweiter von links) und Zweiter Vorsitzender Robert Stammel (rechts) überreichten die Ehrenurkunden an (von links) Reinhard Fischer, Philipp Ostermaier, Tobias Käß, Maximilian Jaser, Stefan Rager und Werner Altegger.
Bild: Hieronymus Schneider

Davon zeugten auch die Berichte der Jugendleiter von den fünf eigenen Mannschaften im Kleinfeldbereich und der neu gegründeten Jugendspielgemeinschaft (JSG) Gennachtal im Großfeldbereich. Die Koordination der JSG – mit den Nachbarvereinen Buchloe, Lindenberg, Wiedergeltingen und Amberg – übernimmt Helmut Brauchle vom FSV Lamerdingen, der viele Jahre Erfahrung im Jugendfußball hat. Für die Ausstattung der Jugendmannschaften mit Trikots und Spiel- und Trainingsgeräten bedankte sich Fendt bei den zahlreichen Sponsoren.

Erste Fußballmannschaft des FSV Lamerdingen ist von der Kreisliga in die Kreisklasse abgestiegen

Die erste Fußballmannschaft stieg in der abgebrochenen Saison 2019/21 aus der Kreisliga in die Kreisklasse Allgäu-Mitte ab. Mit der Verpflichtung des neuen Trainers Bruno CoeIho soll es aber bald wieder aufwärts gehen – und der Start in die neue Saison verlief mit zwei Siegen schon recht erfolgreich. Die zweite Mannschaft spielt weiterhin in der A-Klasse.

Trotz der Fußballpause wurde im laufenden Spielbetrieb und mit der Bewirtschaftung des Sportheims im Jahr 2020 ein bilanzieller Gewinn von etwa 8500 Euro erwirtschaftet. Die künftigen Aufgaben umriss Fendt mit der Ausarbeitung eines Pflegeplans für den neuen Rasen, Beschaffung der dafür notwendigen Geräte sowie dem Umbau des Sportheimes mit Erneuerung der Sanitäranlagen bis zum Jahr 2023.

Klaus Fischer hält dem FSV Lamerdingen seit 70 Jahren die Treue.
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Bild: Bernhard Fendt

Ehrungen beim FSV Lamerdingen

Helmut Brauchle, der Ehrenamtsbeauftragte des FSV Lamerdingen, überreichte die Urkunden für langjährige Mitgliederjubiläen: Klaus Fischer (70 Jahre), Fritz Müller (60 Jahre), Stefan Rager, Werner Altegger und Albert Starkmann (alle 50 Jahre). Philipp Ostermaier, Maximilian Jaser, Tobias Käß, Reinhard Fischer, Fabian Schuler und Christoph Vogel erhielten die silberne Vereinsnadel für 25-jährige Mitgliedschaft. Der Ehrenvorsitzende Karl Lang wurde vom Verein für den Ehrenamtspreis des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) vorgeschlagen.