Fuchstaler Gemeinderat

Fuchstal: Corona-Ausschuss nur im absoluten Notfall

Durch Bürgermeister Erwin Karg (Rechts) vereidigt wurde im Foyer der Fuchstalhalle Professor Dr. Stefan Winghart als neues Gemeinderatsmitglied der Neuen Liste Fuchstal.

Durch Bürgermeister Erwin Karg (Rechts) vereidigt wurde im Foyer der Fuchstalhalle Professor Dr. Stefan Winghart als neues Gemeinderatsmitglied der Neuen Liste Fuchstal.

Bild: Andreas Hoehne

Durch Bürgermeister Erwin Karg (Rechts) vereidigt wurde im Foyer der Fuchstalhalle Professor Dr. Stefan Winghart als neues Gemeinderatsmitglied der Neuen Liste Fuchstal.

Bild: Andreas Hoehne

Im Gemeinderat Fuchstal wird Professor Stefan Winghart vereidigt. Anschließend disktutierte das Gremium über einen möglichen Corona-Ausschuss.
16.01.2021 | Stand: 18:12 Uhr

Wieder komplett ist der Fuchstaler Gemeinderat. In der jüngsten Sitzung wurde Professor Dr. Stefan Winghart aus Asch durch Bürgermeister Erwin Karg vereidigt. Der 68-jährige ehemalige Landeskonservator von Thüringen und Leiter des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege tritt die Nachfolge von Roland Prüll (Neue Liste Fuchstal) an. Dieser war im November des vergangenen Jahres aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten.

Beschlussfassender Corona-Ausschuss?

Nochmals diskutiert wurde in der Sitzung auf Vorschlag von Karg die Frage, ob man vorsorglich einen beschlussfassenden Corona-Ausschuss bilden solle. Erstmals hatte sich das Gremium Ende Oktober damit befasst, war dann aber überein gekommen, zunächst zu prüfen, ob man die Sitzung nicht digital abhalten könne. Dies sei zwar möglich, erklärte Karg nun, man könne dann allerdings keine Beschlüsse fassen. In Frage käme für ihn, dass der Ausschuss seine Arbeit aufnehme, sobald die Inzidenz über 200 steige.

Diesem würden wie in den anderen Ausschüssen zwei Vertreter der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Leeder sowie jeweils einer der Neuen Liste Fuchstal, der FWG Asch und der FWG Seestall angehören. Dagegen regte sich breiter Widerstand. Jeder entscheide individuell, meinte unter anderem Rat Anton Weinholzner (FWG Asch). Fritz Kratzer (FWG Seestall) erklärte, nicht allein die Fallzahlen sollten entscheidend sein, denn diese könnten ja durch einzelne Hotspots wie Altenheime verursacht werden.

Keine Zuckerpuppen im Fuchstaler Gemeinderat

Ein solcher Ausschuss solle, wenn überhaupt, nur unaufschiebbare Angelegenheiten behandeln, erklärte Josef Weber (FWG Leeder). Angelika Gast (Neue Liste) schlug vor, man könne doch in die Fuchstalhalle ausweichen, in der es sehr viel Platz gebe. Auf die Entgegnung Kargs, dort sei es sehr kalt, erwiderte Wolfram Ruoff (ebenfalls Neue Liste), man sei keine „Zuckerpuppe“ und wenn man es wisse, könne man sich ja entsprechend kleiden. Zudem würde sich dadurch die Platzsituation für die Zuhörer, deren Zahl derzeit auf 16 begrenzt ist, entspannen. Zudem sollte man in dem Beschluss präzisieren, wann der Zeitpunkt gekommen sei, dass der Ausschuss seine Arbeit aufnehme. Dies könne etwa eine Vorgabe der Staatsregierung sein.

Karg stellte hierzu fest, wenn die Staatsregierung die Sitzungen der Gemeinderäte beschränke, bliebe ohnehin nur der Ausschuss als Ausweg. Dann sehe man eben weiter. Wegen ihm brauche man den Corona-Ausschuss auf jeden Fall nicht. „Ich sehe euch alle gerne“, meinte er. In der Abstimmung sprachen sich nur drei Ratsmitglieder für die Bildung des Ausschusses aus, 13 stimmten dagegen.

Lesen Sie auch
Das Rathaus in Fuchstal war Ort einer Auseinandersetzung im Gemeinderat.
Vertrauen muss noch wachsen

Fuchstals Bürgermeister und der Gemeinderat diskutieren über Geld