Gemeinderat Waal

Große Nachfrage zeigt: Waaler wollen Nahwärme

Der Waaler Marktgemeinderat spricht unter anderem über Nahwärme in der Gemeinde.

Der Waaler Marktgemeinderat spricht unter anderem über Nahwärme in der Gemeinde.

Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

Der Waaler Marktgemeinderat spricht unter anderem über Nahwärme in der Gemeinde.

Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

Die Pläne der Gemeinde zum Energiekonzept stoßen auf Interesse. Eine Studie ist geplant. In der jüngsten Sitzung des Marktrates geht es um viele Themen.
14.06.2022 | Stand: 17:43 Uhr

Der Gemeinderat Waal hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem bunten Themenstrauß befasst. Neben etlichen Bausachen ging es auch um das bereits vorgestellte Nahwärmekonzept.

  • Nahwärmenutzung: Für das in einer der vergangenen Sitzungen vorgestellte Nahwärmekonzept gebe es bereits etliche Nachfragen von Bürgerinnen und Bürgern. Ende Juni rechnet man mit einer detaillierten Machbarkeitsstudie des Projekts. Danach ist eine öffentliche Veranstaltung für Interessierte vorgesehen.

  • Defibrillator: Im Eingangsbereich des Pflege- und Seniorenheims Waal befindet sich seit Kurzem ein öffentlich zugänglicher Defibrillator. Darüber wurde in der Sitzung informiert.

  • Pflasterbeläge: Der neue Gehweg in der Buchloer Straße wird mit muschelkalbfarbigem Pflaster mit gerundeten Ecken und Kanten in einem unregelmäßigen Verlegemuster belegt. Darauf einigten sich die Räte mehrheitlich, um eine harmonische Verbindung der Beläge in Sichtweite des Marktplatzes zu erreichen.
  • Bauvoranfrage: Für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Otto-Kobel-Straße in Waal liegt der Gemeinde eine formlose Bauvoranfrage vor, in der mehrere Befreiungen vom Bebauungsplan gewünscht werden. Vor allem die Garage machte den Räten Sorgen: Die Antragsteller hätten bei der Planung die neue Straßenführung nicht bedacht und die Einfahrt an die engste Stelle der Straße verlegen wollen, was das Gremium ablehnte. Ebenfalls abgelehnt wurde eine Befreiung von der Baugrenze und von der Abstandsflächensatzung. Die Abweichung von vorgeschriebenen Dachvorsprüngen wurde intensiv diskutiert. Hier konnte sich eine Mehrheit eine Befreiung vorstellen.

  • Baugenehmigung: Für den Neubau von sechs Carports im Ensemblebereich in der Ritter-von-Herkomer-Straße liegt bereits seit Juli 2018 ein positiver Bescheid vor. Seitdem sind fünf der sechs Carports gebaut worden. Der Antrag auf Verlängerung für den letzten Carport wurde rechtzeitig beantragt, das gemeindliche Einvernehmen für die Verlängerung wurde für weitere zwei Jahre erteilt.

  • Bebauungsplan: Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan der Innenentwicklung in Waalhaupten in „An der Achstraße“ umbenannt und ein landwirtschaftliches Anwesen in den ursprünglichen Plan einbezogen. Der Entwurf des geänderten und ergänzten Bebauungsplans muss nun erneut öffentlich ausgelegt werden. Der Marktgemeinderat beschloss, dass Stellungnahmen nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen abgegeben werden können.

  • Haushaltsplan: Monika Götzfried von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe erläuterte den vorläufigen Haushaltsabschluss 2021 und den Haushaltplan 2022. Die Rücklagen konnten demnach 2021 im Vergleich zum Vorjahr um knapp eine halbe Million Euro erhöht werden. Der Schuldenstand zum Jahreswechsel betrug knapp 5,5 Millionen. Dies sind 750.000 Euro weniger als im Vorjahr. Zurückzuführen seien die positiven Zahlen vor allem auf höhere Steuereinnahmen von 470.000 Euro und geringere Ausgaben. Ferner fielen Ausgaben für Investitionen niedriger aus als vorgesehen.
    Der Verwaltungshaushalt 2022 wird mit gut 4,4 Millionen Euro ausgewiesen, der Vermögenshaushalt mit gut 3,6 Millionen . Für Investitionen rechnet man in 2022 mit 1,8 Millionen Euro. Die Rücklagen sollen zum Jahresende etwa 430.000 Euro betragen, der Schuldenstand rund 4,5 Millionen Euro. Dies sind 900.000 Euro weniger als in 2021. Dieser deutliche Rückgang ist auf die Tilgung eines Darlehens zurückzuführen. Für die geplanten Investitionen sieht der Haushaltsplan eine Darlehensaufnahme in Höhe von 960.000 Euro vor.

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