Jubiläen in Waal

Große Feier im kleinen Rahmen

Serenade im Schlosshof: Nur 200 Besucher waren zum Konzert der Musikgesellschaft Waal zugelassen.

Serenade im Schlosshof: Nur 200 Besucher waren zum Konzert der Musikgesellschaft Waal zugelassen.

Bild: Michael Lindemann

Serenade im Schlosshof: Nur 200 Besucher waren zum Konzert der Musikgesellschaft Waal zugelassen.

Bild: Michael Lindemann

In Waal gibt es viele Gründe für die Serenade. Die Fürstenfamilie ist seit 200 Jahren im Ort, die Burgschützen bestehen seit 100 Jahren und ein Musikstück hat Premiere

Serenade im Schlosshof: Nur 200 Besucher waren zum Konzert der Musikgesellschaft Waal zugelassen.
Von Michael Lindemann
18.08.2020 | Stand: 06:30 Uhr

Besondere Anlässe müssen standesgemäß gefeiert werden, auch und gerade in Zeiten wie diesen. So fand am Wochenende eine Serenade der Musikgesellschaft Harmonie Waal im Schlosshof statt. Diese Konzerte sind eine langjährige Tradition, in der sich auch die Verbundenheit der Fürstenfamilie von der Leyen mit den örtlichen Vereinen widerspiegelt. Entsprechend hoch war auch der Andrang der Besucher, die in den Schlosshof strömten, um einen schönen Abend bei unterhaltsamer Musik zu genießen. Wegen der durch die Corona-Pandemie notwendigen Beschränkung auf 200 Gäste mussten aber viele Interessenten abgewiesen werden.

Seit 200 Jahren ist die Familie von der Leyen in der Marktgemeinde ansässig und sie nahm dieses Jubiläum zum Anlass für eine kleine Feierstunde im Rahmen der Serenade. In seiner Begrüßung ging Prinz Philipp kurz auf die Familiengeschichte ein. Seine Familie fühle sich im Allgäu sehr wohl und das Miteinander mit den Waalern sei ihr sehr wichtig. So engagieren sie sich gerne für die Vereine, die „der Kit sind, der eine Gemeinde zusammenhält“, sagte der Schlossherr.

Fahnenband der Burgschützen

Neben dem Familienjubiläum gab es noch zwei weitere Anlässe, die in der Serenade ihren würdevollen Rahmen fanden. Die Emmenhausener Burgschützen haben in diesem Jahr ebenfalls ein bedeutendes Jubiläum. Sie können auf ein 100-jährige Geschichte zurückblicken. Eigentlich sollte dieser Anlass mit der Ausrichtung des Gauschützenfests 2020 gefeiert werden, doch Corona machte den Planungen einen Strich durch die Rechnung. So nutze Prinzessin Elisabeth die Serenade, um den Burgschützen das von der Fürstenfamilie gestiftete Fahnenband zu übergeben.

Der zweite Anlass war die Übergabe von zwei Bänken aus Hartholz und Salzburger Marmor. Die hat Steinmetz Leo Novacek, der aus Bronnen stammt, als seine Meisterstücke angefertigt. Sie ersetzen die alten Holzbänke in den Nischen der Balustrade und werden den Besuchern des Schlosshofs ab sofort ins Auge fallen.

Die Musik kam natürlich an diesem Abend nicht zu kurz. Dirigent Hansi Daxer hatte eine feine Auswahl von Blasmusikstücken ausgesucht, die von den Musikern der Musikgesellschaft Harmonie in gewohnt guter Qualität den Zuhörern dargeboten wurden. Mit verschiedenen Märschen, Walzern und Polkas präsentierten sie ein breites Spektrum der klassischen Blasmusik. Die gefühlvolle Interpretation von „One Moment in Time“ zeigte, dass sie sich auch in der poppigen Richtung sehr wohl fühlen.

Ein namenloser Marsch

Als Zugabe gab es noch eine weitere Enthüllung. Dirigent Hansi Daxer hat einen eigenen Marsch komponiert. Dieser hat zwar bisher noch keinen Namen, wurde aber vom Publikum mit sehr viel Applaus bedacht.