Buchloer Kammerkonzert

Kammerkonzert der Buchloer Musikschule im Corona-Modus

13 Schüler der Musikschule der Buchloer Vhs haben beim Kammerkonzert mitgespielt.

13 Schüler der Musikschule der Buchloer Vhs haben beim Kammerkonzert mitgespielt.

Bild: Lucia Buch

13 Schüler der Musikschule der Buchloer Vhs haben beim Kammerkonzert mitgespielt.

Bild: Lucia Buch

13 Schüler der Musikschule zeigten beim Kammerkonzert, was sie im Instrumentalunterricht gelernt haben.
13 Schüler der Musikschule der Buchloer Vhs haben beim Kammerkonzert mitgespielt.
Von Lucia Buch
04.11.2020 | Stand: 16:43 Uhr

„Ich bin sehr dankbar, dass dieses Konzert überhaupt stattfinden kann.“ Mit diesen Worten begrüßte Christiane Eberhard die coronabedingt sehr ausgedünnten Reihen der Zuhörer zum Kammerkonzert der Musikschule in der Aula des Buchloer Gymnasiums - kurz bevor die neuen Corona-Regeln in Kraft traten. Bis zum Tag zuvor war noch unklar gewesen, ob es stattfinden kann. Als dann am Donnerstag das „grüne Licht“ aus dem Buchloer Rathaus kam, war klar, dass neben den Musikern und ihrer Ausrüstung dieses Jahr vor allem Zollstock, Masken und Desinfektionsmittel einen großen Auftritt haben würden.

Vier Musiker mussten vor Konzert in Quarantäne

Nach einem Nachmittag, an dem außer den musikalischen Proben vor allem das Aufstellen der Stühle im richtigen Abstand wichtig war, durften dann ab 19 Uhr 13 statt 17 junge Musiker – vier waren noch kurzfristig in Quarantäne geschickt worden – in einem abwechslungsreichen Schnelldurchlauf mit aussagekräftigen Stücken ihr Können zeigen. In normalen Jahren treten 20 bis 30 Nachwuchskünstler auf, ohne 60-Minuten-Zeitlimit. Auch im Zuschauerraum ging es sehr überschaubar zu: Normalerweise wünscht man viele Zuhörer, nun lauschte pro Schüler maximal ein Angehöriger der Musik. Zusammen mit den betreuenden Lehrkräften, wenigen Vertretern des Freundeskreises der Musikschule sowie Bürgermeister Robert Pöschl konnte man also locker die maximal zulässige Anzahl von 50 Menschen in einem Raum einhalten und sogar noch unterschreiten.

Durchweg gute Darbietungen der jungen Musiker

Auch wenn eine gewisse Corona-Beklommenheit nie ganz ausgeblendet werden konnte – ganz zur Nebensache geriet die Musik zum Glück nicht. Die Darbietungen der jungen Musiker waren in diesem Jahr durchweg von guter bis erlesener Qualität, zeugten von technischer Sicherheit und viel Gestaltungswillen und -können.

Die größte Besetzung war heuer ein Violintrio: Julianna Lindner und Raphael Auer interpretierten selbstbewusst und stilsicher Musik von Mozart und J.G.Wittauer – die erste Geige musste kurzfristig Lehrerin Eberhard übernehmen, da die dritte Musikerin in Quarantäne war. Alle weiteren Darbietungen waren Solostücke, mit und ohne Begleitung.

Stark über die Rampe kam als Klaviersolistin Yifan Zhou, die mit „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ lässig-locker den Abend eröffnete, der nachfolgende „Geistertanz“ konnte als klingender Beitrag zu Halloween gewertet werden. Solide Leistung an den Tasten zeigten auch Alena Wech mit Kabalewskis „Clowns“ sowie Leah Konnerth – eine der drei Gewinnerinnen der Unterrichts-Stipendien – mit einer Klavier-Sonatine von Clementi. Der Freundeskreis der Musikschule hatte die Auslosung coronabedingt eingedampft und bereits im Vorfeld entschieden: Neben der jungen Pianistin kamen Annika Dworschak (Gitarre), die mit tröstlicher Wärme die Ballade „Simple Truth“ interpretierte und Anna Reinschmidt (Saxophon) zum Zuge, die in Willis Coggins „Aria“ herbstliche Melancholie traf.

Reizvolle Querflöten-Beiträge

Sehr reizvoll waren auch die Querflötenbeiträge: Johannes Hartig spielte „Pingpong“ von Johannes Gretz, Laura Lazar und Mia Kratschmer brachten „Manolo´s Song“ von Daniel Hellbach zu Gehör. Abgerundet wurde der Abend mit der Klavier-Invention in C-Dur von Bach, gespielt als Violin-Duo von Étienne Isenburg und Christiane Eberhard, sowie „Victor´s Tale“ von John Williams. Freya Richter sorgte hier mit ihrer Klarinette (Klavier: Kilian Reißner als Gast) dafür, dass die Musik sehr eindringlich unter die Haut ging.

Am Schluss verkündete Eberhard, dass das Staatsministerium zumindest für die Weiterführung des Instrumental-Einzelunterrichts an Musikschulen unter Einhaltung aller Hygieneregeln grünes Licht gegeben habe.

Wie der Instrumentalunterricht während des ersten Lockdowns umgesetzt wurde, lesen Sie hier.