Bauvorhaben in Gemeinderat

Kanalsanierung in Lamerdingen geplant

Bürgermeister Manuel Fischer stellt vor: Die neue Gemeindesekretärin Anika Kimmerle hatte gestern ihren ersten Arbeitstag. Sie löst Viktoria Engelhart (rechts) ab, die sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet.

Bürgermeister Manuel Fischer stellt vor: Die neue Gemeindesekretärin Anika Kimmerle hatte gestern ihren ersten Arbeitstag. Sie löst Viktoria Engelhart (rechts) ab, die sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet.

Bild: Barbara Bayer

Bürgermeister Manuel Fischer stellt vor: Die neue Gemeindesekretärin Anika Kimmerle hatte gestern ihren ersten Arbeitstag. Sie löst Viktoria Engelhart (rechts) ab, die sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet.

Bild: Barbara Bayer

Der Gemeinderat Lamerdingen will ein Teil des Kanalnetzes für rund 100 000 Euro sanieren lassen. Im Rathaus gibt es einen Personalwechsel.
Bürgermeister Manuel Fischer stellt vor: Die neue Gemeindesekretärin Anika Kimmerle hatte gestern ihren ersten Arbeitstag. Sie löst Viktoria Engelhart (rechts) ab, die sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet.
Von Karola Schenck
02.10.2020 | Stand: 11:21 Uhr

Erfreulich einig waren sich die Räte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Lamerdingen. Sämtliche Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Eine aussagekräftige Präsentation hatte Erika Gröber vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe vorbereitet. Sie informierte die Gemeinderäte über die Kanalinstandhaltung und -sanierung.

Die Länge des Kanalnetzes in der Gemeinde Lamerdingen beträgt circa 40 Kilometer. Einige Bereiche davon sind in einem schlechten Zustand, bis zu 30 Jahre alt und haben somit die Hälfte ihrer kalkulierten Lebensdauer bereits erreicht. Ein Instandhaltungskonzept würde folgende Posten vorsehen: Bestandsaufnahme, Zustandserfassung und -beurteilung, Sanierungskonzept, Objektplanung und Bauausführung. 2017 wurde bereits eine optische Inspektion auf einer Länge von 4,6 Kilometer in der Gennachstraße gemacht. Eine Sanierung der Schmutz- und Mischwasserkanäle mit einer Länge von 27 Kilometer koste etwa 108  000 Euro. Gemeinderat Stefan Geirhos befürwortete, noch weitere Angebote von Ingenieurbüros einzuholen.

Ein Molch im Rohr

Abschließend zeigte Erika Gröber den Gemeinderäten noch anschauliche Beispiele aus der Praxis. Dazu hatte sie Materialmuster aus dem Rohrleitungsbau mitgebracht. Gemeinderat Robert Sing sprach die Schwefelwasserstoff-Ausdünstungen an, die in der Gennachstraße/Ecke Bergstraße auftreten. Dies liege laut Auskunft von Gemeinderat Helmut Herz daran, dass die Druckleitung zwischen den Ortsteilen Dillishausen und Lamerdingen sehr lang sei und nur ein geringes Gefälle aufweise. „Stoffe bleiben liegen und fangen an zu faulen.“ Seiner Ansicht nach wäre „Molchen“ das beste Verfahren. Dabei wird ein Pfropfen mit Druck durch den Kanal geschickt. „Das ist einfach zu realisieren. Andere Gemeinden machen das monatlich. Es wären geringe Kosten und ein geringer Aufwand“, argumentierte Herz.

Weitere Punkte in der Gemeinderatssitzung:

  • Bauvorhaben Lamerdingen wurde als Nachbargemeinde von Hurlach zu einem geplanten Baugebiet beteiligt. Sowohl dazu, als auch zu den beiden weiteren Bauvorhaben in Großkitzighofen – „Poststraße“ und „Kapplgass“ – gaben die Räte ihre Zustimmung.
  • Zuschuss Der Schützenverein Hubertus Lamerdingen beantragte die Übernahme der Materialkosten für den bereits erfolgten Fassadenanstrich. Dafür wird vom Gemeinderat ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 332,33 Euro gewährt. Zudem beantragt der Schützenverein auch die Kostenübernahme für eine Überdachung des Eingangsbereichs. Nach einer längeren Debatte beschlossen die Räte erst die Abschlussrechnung der Montagefirma abzuwarten. Im Anschluss daran werden dann die Materialkosten von der Gemeinde bis zu einem Höchstbetrag übernommen.
  • Wald Im Waldgebiet in der Eschenlohe sollen zwei Schadflächen wieder aufgeforstet werden. In einer der beiden Freiflächen mussten Eschen gefällt werden, die vom Eschentriebsterben befallen waren. Diese Fläche soll mit Vogelkirsche bepflanzt werden. Die zweite Freifläche ist durch Borkenkäferbefall und teilweise auch durch Windwurf entstanden. Dort soll Spitzahorn mit Hainbuche gepflanzt werden. Die Gesamtkosten sind mit insgesamt etwa 8300 Euro veranschlagt. Nach Abzug einer staatlichen Förderung ergebe sich ein Eigenanteil von circa 3800 Euro. Die Räte stimmten auch hier einstimmig zu.
  • Bauhof Aufgrund von Feiertagen – wie auch diesen Samstag – kann es vorkommen, dass der Wertstoffhof in Lamerdingen geschlossen bleibt. Es wurde beschlossen, dass bei Bedarf und nach Möglichkeit die Öffnungszeiten entsprechend vertagt werden. In diesem Fall erfolge eine zeitige Information in der Presse.
  • Ehrenamt Bürgermeister Fischer informiert, dass die Bürger der Gemeinde aufgerufen sind, Ehrenamtliche, die sich in ihrer Gemeinde besonders engagieren, für die Verleihung der Ostallgäuer Ehrenamtskarte vorzuschlagen. Mit dieser Karte können die Inhaber diverse Angebote kostenlos nutzen, wie zum Beispiel Bäder, Museen oder auch eine Schifffahrt auf dem Forggensee.
  • Personal Nachdem sich die beliebte Gemeindesekretärin Viktoria Engelhart in den Ruhestand verabschieden wird, wurde in den vergangenen Monaten eine Nachfolgerin gesucht. Anika Kimmerle aus Großkitzighofen wurde unter 19 Bewerberinnen ausgewählt. Nach ihrem Studium der Medienpädagogik, Politik- und Kommunikationswissenschaft war sie zuletzt in einer Bank für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Fischer wünschte ihr viel Glück in ihrer neuen Tätigkeit im Rathaus.