Totenkopfschwärmer im Wachstum

Lamerdinger Hobbygärtner entdecken eine ungewöhnliche Raupe

Diese gelb-grau gemusterte Raupe fühlte sich in einem Schrebergarten in Lamerdingen offensichtlich ziemlich wohl.

Diese gelb-grau gemusterte Raupe fühlte sich in einem Schrebergarten in Lamerdingen offensichtlich ziemlich wohl.

Bild: Wolfgang Baur

Diese gelb-grau gemusterte Raupe fühlte sich in einem Schrebergarten in Lamerdingen offensichtlich ziemlich wohl.

Bild: Wolfgang Baur

Ein Lamerdinger Ehepaar findet bei der Erbsenernte eine gelb-graue Raupe. Unsere Redaktion findet heraus, was einmal daraus wird und wo sie eigentlich herkommt.
12.08.2020 | Stand: 18:10 Uhr

Die Eltern von Anita Brunner aus Lamerdingen haben beim Ernten von Erbsen in ihrem Schrebergarten eine Raupe entdeckt. Das Prachtexemplar ist gelb-grau gemustert, etwa zehn Zentimeter lang und fingerdick. Die Familie möchte gerne wissen, was daraus einmal wird. Recherchen unserer Redaktion haben ergeben, dass es sich dabei um die Raupe des Totenkopfschwärmers (Acherontia atropos) handelt.

Eigentlich lebt der Totenkopfschwärmer in den Tropen Afrikas

Das Hauptverbreitungsgebiet des Schmetterlings aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae) sind die Tropen Afrikas. Der Nachtfalter kommt auch im äußersten Süden Europas vor, von wo aus er als Wanderfalter nach Mittel- und Nordeuropa fliegt.

Totenkopfschwärmer
Der Totenkopfschwärmer kommt eigentlich in den Tropen Afrikas vor.
Bild: Andreas Filke

Die Art ist gemeinsam mit ihren beiden Verwandten aus der Gattung Acherontia innerhalb der Schwärmer einzigartig, da sie durch einen Mechanismus in der Mundhöhle pfeifende Geräusche erzeugen kann. Auch die Lebensweise der Falter, sich von Honig zu ernähren und dafür in Bienenstöcke einzudringen, ist sehr ungewöhnlich.

Der Totenkopfschwärmer stilisiert im Roman "Das Schweigen der Lämmer" das Böse

Auf Grund seiner Lebensweise und der imposanten Erscheinung mit dem namensgebenden „Totenkopf“ auf dem Thorax galt der Falter lange Zeit als unheilbringend. Auch heute wird er, etwa im Roman Das Schweigen der Lämmer von Thomas Harris, für das Böse stilisiert.