Erhöhte Einsturzgefahr

Lourdesgrotte in Emmenhausen muss saniert werden

Die Lourdesgrotte in Emmenhausen muss saniert werden, da erhöhte Einsturzgefahr besteht. Das Bild entstand beim Patroziniumsfest 2020.

Die Lourdesgrotte in Emmenhausen muss saniert werden, da erhöhte Einsturzgefahr besteht. Das Bild entstand beim Patroziniumsfest 2020.

Bild: Rita Hiemer

Die Lourdesgrotte in Emmenhausen muss saniert werden, da erhöhte Einsturzgefahr besteht. Das Bild entstand beim Patroziniumsfest 2020.

Bild: Rita Hiemer

Die Marktgemeinde Waal beteiligt sich an statischem Gutachten für das kirchenhistorische Kleinod. Warum auch der Dorfladen erneut finanzielle Hilfe bekommt.
18.02.2021 | Stand: 05:35 Uhr

An der Lourdesgrotte am Emmenhausener Kalvarienberg, einem kirchenhistorischen Kleinod, nagt der Zahn der Zeit. Die katholische Kirchenstiftung St. Ulrich hat die Gemeinde deshalb um einen Zuschuss für ein statisches Gutachten gebeten. Eine Begehung von Mitgliedern der Kirchenverwaltung Emmenhausen, Vertretern eines Ingenieurbüros und der bischöflichen Finanzkammer Augsburg habe ergeben, dass aufgrund erhöhter Einsturzgefahr eine zeitnahe Sanierung notwendig ist. Für das statische Gutachten wurden 5000 Euro angesetzt. Der Marktgemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme, die bisherige Zuschusspraxis bei kirchlichen Maßnahmen beizubehalten und stimmte der Übernahme von zehn Prozent der anfallenden Kosten für das Gutachten zu. Weitere Themen in der Sitzung waren unter anderem:

  • Dorfladen: Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, sich mit einer weiteren Einlage von 10 .000 Euro als stiller Gesellschafter an der Dorfladen UG zu beteiligen. Trotz – oder Dank – Corona schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem leichten Plus. Allerdings sollen in diesem Jahr fünf kleinere Klimageräte für insgesamt etwa 7000 Euro angeschafft werden. Die ursprünglich geplante große Klimaanlage wurde aufgrund der hohen Kosten von 30. 000 Euro verworfen. Eine erfreuliche Nachricht überbrachte Ratsmitglied Matthias Bultmann: Der Dorfladen hat beim Wettbewerb „Dorfladennetzwerk“ mit hervorragenden Noten abgeschlossen und qualifizierte sich damit wohl für den anstehenden Bundeswettbewerb.
  • Kinderbetreuung: Aufgrund der Pandemielage hat die Staatsregierung ab 16. Dezember 2020 Notbetrieb in den Kindertagesstätten angeordnet. Die Notbetreuung läuft, mit kleinen Unterbrechungen zwischen Weihnachten und Heilig Drei Könige, vorerst bis Mitte Februar. Wenn die Kinderbetreuung innerhalb eines Monats an fünf oder weniger Betreuungstagen in Anspruch genommen wurde, werden Elternbeitrag, Essensbeitrag und sonstige Beiträge nicht erhoben. Für Kinder, die eine Betreuung im Januar/Februar an sechs oder mehr Betreuungstagen in Anspruch genommen haben, werden die Beiträge vertragsgemäß eingezogen. Diese Regelung gilt über den Februar hinaus, falls die Corona bedingten Einschränkungen fortgeführt werden.
  • Feuerwehrkostensatzung: Der Marktgemeinderat hat die Feuerwehrkostensatzung geändert, da dies zuvor der Bayerische Gemeindetag ebenfalls getan hat. Das betrifft vor allem die Berücksichtigung der zusätzlichen Kosten für Wärmebildkameras, Atemschutznotfallausrüstung, Digitalfunkgeräte und Navigationssysteme sowie Tablets. Außerdem wurde die Personalkosten von derzeit 24 Euro je Feuerwehrmann auf 28 Euro angehoben. Die Kosten orientieren sich an den Personaldurchschnittskosten im öffentlichen Dienst. Die letzte Anhebung hatte 2013 stattgefunden. Die neue Satzung wurde einstimmig beschlossen und tritt am 1. März 2021 in Kraft.
  • Bauanträge: Einer formlosen Bauvoranfrage für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Bronnen, Waaler Straße 3, wurde das gemeindliche Einvernehmen einstimmig in Aussicht gestellt. Dem Antrag auf Baugenehmigung für den Neubau einer Doppelgarage mit Carport in Waalhaupten, Kirchweg 2, erteilten die Räte die Befreiung von zwei der drei Befreiungsanträge. Begründung: Entsprechend des Bebauungsplans „Waalhaupten – Ost“ müsste die Garage an der Südseite des bestehenden Gebäudes angebaut werden und verhindere somit den gesamten Tageslichteinfall in das bestehende Gebäude. Ebenso kann die Dachneigung der Nachbargarage übernommen werden und muss sich nicht an der Dachneigung des Hauptgebäudes orientieren. Position drei des Befreiungsantrags bezüglich der Überschreitung des Giebelüberstands lehnte das Gremium ab, da hier die harmonische Gestaltung des dörflichen Ortsbilds beibehalten werden soll – und in diesem Sinne auch ein Bebauungsplan erlassen wurde, hieß es in der Sitzung.
  • Ratsinformationssystem: Die Einführung des Ratsinformationssystems (RIS) und der elektronischen (Ein)Ladungen machte eine Änderung der Geschäftsordnung der Marktgemeinde Waal notwendig. Einladungen, Übermittlung der Tagesordnung, Beschlussvorlagen und kurzfristige Änderungen werden ab Inbetriebnahme des neuen Systems nicht mehr an die Ratsmitglieder per E-Mail versendet, sondern können per zugesandtem Link von den Mitgliedern im RIS abgerufen werden.