Ausstellung

Museumstriple mit Uli Steins Tierwelt

Uli Steins Cartoons sind nun zum dritten mal im Schwabmünchner Museum zu sehen.

Uli Steins Cartoons sind nun zum dritten mal im Schwabmünchner Museum zu sehen.

Bild: Uli Stein

Uli Steins Cartoons sind nun zum dritten mal im Schwabmünchner Museum zu sehen.

Bild: Uli Stein

Werke des kürzlich verstorbenen Cartoonisten werden wieder in Schwabmünchen gezeigt.

Uli Steins Cartoons sind nun zum dritten mal im Schwabmünchner Museum zu sehen.
Von Buchloer Zeitung
05.09.2020 | Stand: 09:26 Uhr

Alle guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal sind ab dem kommenden Wochenende Werke des bekannten und gerade verstorbenen Cartoonisten Uli Stein im Museum und der Galerie der Stadt Schwabmünchen (kurz: Mugs) zu sehen.

Museumsleiterin Sabine Sünwoldt eröffnet am Sonntag, 6. September, um 11.30 Uhr die Ausstellung „Uli Steins Tierwelt“ mit Musik von Class Brass und einem „Vitrinenbüfett“ von Rieger, Großaitingen. Um den Corona-Auflagen zu entsprechen, findet diese teilweise im Freien mit Sitzplatzzuweisung statt. „Bei der letzten Eröffnung haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht, alles klappte wunderbar. Es ist aber wichtig, dass die Besucher einen Regenschutz mitbringen“, so Sünwoldt. Man kann sich bis kommenden Donnerstag für die Eröffnung per E-Mail anmelden unter museum@schwabmuenchen.de.

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Uli Stein - Der wohl bekannteste Cartoon-Zeichner Deutschlands

Zum dritten Mal sind Uli Steins Arbeiten nun im Mugs zu Gast. Etliche Besucher werden sich noch an „Viel Spaß“ von 2008 erinnern. Im Jahr 2016 konnte das Museum dann mit „Wow! Wau!“ eine Ausstellung präsentieren, die den Künstler nicht nur als begnadeten Cartoonisten zeigte, sondern auch als hoch talentierten Tierfotografen.

Uli Stein fand einen Draht zu seinen Modellen, er porträtierte sie in ihren individuellen Eigenheiten. Seine Hundefotografien zeigten nicht einfach nur Hunde, sondern Charakterköpfe.

„Ähnlich erleben es die Besucher nun in ,Uli Steins Tierwelt‘. Die Ausstellung bringt neben zahlreichen seiner besten Tiercartoons auch hervorragende Tierfotografien“, sagt Sünwoldt. Entstanden sind sie auf den täglichen Fotosafaris, die Stein an seinem Wohnort in Norddeutschland unternimmt. Viele Bilder schoss er auch an der „Imbissbude“ in seinem Garten, der vielen Tierarten eine reichliche Mahlzeit biete. Zur Ausstellung entstand ein Buch, das an der Museumstheke erhältlich ist. Ein Teil des Verkaufserlöses geht an die Uli-Stein-Stiftung für Tiere in Not.

Uli Stein wurde 1946 in Hannover geboren und arbeitete zunächst als freier Journalist, Fotograf und Drehbuchautor für Radio-Comedy, bevor er seine Karriere als Cartoonist startete. Mitte der Siebziger- jahre erregte sein Humor die Aufmerksamkeit verschiedener bedeutender Zeitschriften. 

200 Millionen Postkarten

In der Folge erschienen seine Cartoons in mehr als 100 Zeitschriften und Magazinen in ganz Europa. 1982 kamen erste Postkarten und Bücher von Uli Stein auf den Markt, seither entstanden Hunderte von Produkten mit seinen beliebten Charakteren, eieräugigen und knollennasigen Menschen, Katzen, Hunden und Pinguinen, die, wie seine „Freche Maus“, längst zu Markenzeichen wurden. Allein im deutschsprachigen Raum sind bislang fast 200 Millionen Postkarten und mehr als elf Millionen Bücher verkauft worden.

Seit einiger Zeit fand Uli Stein außerdem noch die Zeit, sich einer weiteren Leidenschaft zu widmen, dem Fotografieren. Er war auch mit seinen Fotoausstellungen sehr erfolgreich. Uli Steins tägliche Bild- und Texteinträge in seinem Blog „Mein Notizbuch“ waren für zahlreiche seiner Fans seit einigen Jahren ein Muss mit hohem Suchtfaktor.

Vor einer Woche starb er im Alter von 73 Jahren.