Jengen Gemeinderat

Pläne und Kritik zu Kindertagesstätte in Weinhausen

Die Kindertagesstätte St. Felizitas soll grundlegend erneuert werden – das ehemalige Lehrerhaus durch einen Neubau ersetzt werden.

Die Kindertagesstätte St. Felizitas soll grundlegend erneuert werden – das ehemalige Lehrerhaus durch einen Neubau ersetzt werden.

Bild: Georg Dedler

Die Kindertagesstätte St. Felizitas soll grundlegend erneuert werden – das ehemalige Lehrerhaus durch einen Neubau ersetzt werden.

Bild: Georg Dedler

Gemeinderat Jengen befasst sich mit der Kita in Weinhausen. Dafür sind PV-Anlagen geplant. Einige Anwohner sind jedoch unzufrieden.
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Von Reiner Plieninger
01.08.2022 | Stand: 04:30 Uhr

Zwei öffentliche und fünf private Bauprojekte beschäftigten den Jengener Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. Dabei stand die Kindertagesstätte St. Felizitas in Weinhausen im Mittelpunkt.

Die Einrichtung soll erweitert und zugleich erneuert werden. Dazu referierte Thomas Lutzenberger vom Ingenieurbüro Lutzenberger über PV-Anlagen auf den Dächern der neuen und alten Kindertagesstätte. Lutzenberger stellte verteilt auf Altbau und Neubau vier Varianten vor: 10 Kilowatt Peak (kWp) – ein Maß, um die Leistung von Photovoltaik zu messen, 10 kWp mit Speicher, 15 kWp und 15 kWp mit Speicher. Da aber aktuell von der Bundesregierung ein neues Förderprogramm diskutiert werde, will seine Firma erst noch eine Neukalkulation machen, kündigte Lutzenberger an.

Anlieger monieren Informationsfluss

Insofern konnte der Gemeinderat auch keine Entscheidung treffen, wurde aber von Grundstücksanliegern, die von der Kindergarten-Erweiterung in Weinhausen betroffen sind, kritisiert. Sie seien enttäuscht von der Informationsfreudigkeit der Gemeinde zu dem Projekt. Das aber wurde vom Bürgermeister Ralf Neuner mit Nachdruck zurückgewiesen: Die Einsicht in die Baupläne sei immer möglich gewesen, zudem hätten auch mehrere direkte Gespräche stattgefunden, erklärte er.

Die Kosten der Kanalanlage

Ein zweiter Fachvortrag fand zur Inspektion und Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes für die kommunale Kanalanlage statt. Erika Gröber vom Bauamt der VG Buchloe informierte dabei über die nächsten Schritte bei der Kanalsanierung – und vor allem für deren Kosten. Für die Kanalsanierungsplanung 2021 nannte das Ingenieurbüro RIWA Angebote von knapp 9.600 Euro und für die Vorbereitungen zur Inspektion und Zustandsbewertung des Hauptkanals rund 12.200 Euro. Für die Vorbereitungen zur Inspektion und Zustandsbewertung der Hausanschlüsse seien weitere knapp 7.000 Euro fällig. Ob und wie viel Fördergelder gewährt werden, sei von der VG noch zu klären. Für alle drei Angebote erhielt das Ingenieurbüro die Aufträge vom Gemeinderat.

Bautätigkeiten gebilligt

Daneben gab es noch eine Reihe privater Vorhaben. Aus Jengen kam eine Voranfrage für den „Neubau von sechs Reihenhäusern mit zehn Carports und vier Stellplätzen“. Das Vorhaben befindet sich im Gewerbegebiet Urbansfeld. Das Grundstück mit 2.401 Quadratmetern ist als Mischgebiet festgesetzt und soll in 1.401 m² -Wohnbebauung und 1.000 m² -Gewerbefläche unterteilt werden. Der Plan wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt – für die endgültige Planfreigabe ist jedoch das Landratsamt Marktoberdorf verantwortlich. Vier weitere Vorhaben – zwei aus Beckstetten und je eins aus Ummenhofen sowie Weinhausen – wurden vorgestellt und einstimmig gebilligt.

Energiesparen in der Sporthalle

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Zudem gab Neuner bekannt, dass nun auch in der Jengener Sporthalle Energie gespart werden soll: So sei eine zeitlich angepasste Warmwasserbereitstellung angedacht. Betrübt berichtete der Bürgermeister obendrein von der Dorfmeisterschaft der Stockschützen: Dort erreichte der Gemeinderat den nicht ganz befriedigenden sechsten Platz von 24 Teams, die teilgenommen hatten.