Eishockey in Kaufbeuren

Rückkehrer beim ESVK: „Wenn Sami auf dem Eis ist, muss jeder Gegner aufpassen“

Sami Blomqvist traf gegen Heilbronn zweimal für den ESVK. Unser Foto entstand im Dezember im Spiel gegen Bietigheim.

Sami Blomqvist traf gegen Heilbronn zweimal für den ESVK. Unser Foto entstand im Dezember im Spiel gegen Bietigheim.

Bild: Harald Langer

Sami Blomqvist traf gegen Heilbronn zweimal für den ESVK. Unser Foto entstand im Dezember im Spiel gegen Bietigheim.

Bild: Harald Langer

Der ESVK zeigt beim 3:1-Sieg in Heilbronn eine abgeklärte Leistung und profitiert auch von der Rückkehr seines Topstürmers.
Sami Blomqvist traf gegen Heilbronn zweimal für den ESVK. Unser Foto entstand im Dezember im Spiel gegen Bietigheim.
Von Martin Peter
08.02.2021 | Stand: 08:36 Uhr

Julian Eichinger hat nicht vergessen, wie es ist. Natürlich: Nach dem zweiten Sieg binnen elf Tagen musste auch der Verteidiger des ESV Kaufbeuren konstatieren, dass Heilbronn ein gutes Pflaster für die Joker ist. Sechs wichtige Punkte hat der ESVK bei den Falken abgestaubt, das 3:1 (2:1, 1:0, 0:0) am Freitagabend war genauso verdient wie der 6:3-Erfolg an selber Stelle ein paar Tage zuvor. Aber Eichinger dachte auch an den Gegner, den Tabellenletzten der DEL 2. „Wenn man unten drinsteht, läuft es nicht für einen. Das haben wir selbst gemerkt“, sagte er.

Mannschaft hat laut Trainer einen wichtigen Schritt gemacht

Mit ihrem Sieg in Heilbronn jedoch haben die Joker diese belastende Zeit wieder ein kleines Stück mehr hinter sich gelassen, sind in der Tabelle ein kleines Stück vorangekommen. Was aber am wichtigsten war: Die Mannschaft von Trainer Rob Pallin hat in ihrem Reifeprozess einen wichtigen Schritt gemacht. „Wir haben verstanden, wie man mit einer Führung umgehen muss, um auch einen Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu bringen“, sagte Eichinger. (Lesen Sie auch: Die Rückkehr von Andreas Brockmann: Er kam, sah und siegte)

Vorsprung Sami Blomqvist zu verdanken

Den Vorsprung hatten sie in erster Linie ihrem Rückkehrer Sami Blomqvist zu verdanken. Der Schwede war kaum zurück, da traf er auch schon – aber mit freundlicher Unterstützung der Gastgeber: Bei seinem Pass zum eigenen Mitspieler hatte Falken-Verteidiger Arkadiusz Dziambor den Kaufbeurer glatt übersehen, legte ihm die Scheibe perfekt auf. Blomqvist – ganz in seinem Element – vollstreckte in der zweiten Minute eiskalt. Besser hätte der Angreifer auch von seinen Kollegen nicht in Szene gesetzt werden können. Ein perfekter Start für ihn. Und ein perfekter für die Joker. Weil es so schön war, legten die Gäste keine zwei Minuten später nach: Heilbronn gab die Scheibe hinter dem Tor allzu leichtfertig her, diesmal verrichtete Brandon Gracel die Vorarbeit und legte zurück auf den einschussbereiten Kollegen Blomqvist: 2:0 (4., News und Ergebnisse von den Eishockey-Clubs im Allgäu immer aktuell in unserem Eishockey-Newsblog).

„In sieben Spielen mit ihm haben wir fünf Siege geholt“

„Gut, dass er wieder zurück ist“, zeigte sich Pallin erleichtert. Mit diesem Start und dem Vorsprung im Rücken dominierten die Kaufbeurer die Partie in der Anfangsphase beinahe nach Belieben. Heilbronn hatte nicht viel zu melden, zeigte mit der Zeit aber ein paar brauchbare Ansätze, aus denen wenige, aber gefährliche Chancen entstanden. An Max Meier war jedoch kein Vorbeikommen. Wie schon vor elf Tagen war er ein starker Rückhalt, wurde von allen Seiten gelobt. „Überragend“, meinte Eichinger. Seitdem Meier gegen Weißwasser vor einigen Wochen ins kalte Wasser geworfen worden sei, „hat er uns immer die Chance gegeben, die Spiele auch zu gewinnen“. Pallin hatte nach dem Spiel am Freitag auch die entsprechende Statistik parat: „In sieben Spielen mit ihm haben wir fünf Siege geholt.“ Nummer fünf am Freitag geriet nicht wirklich in Gefahr. Zwar verkürzten die Falken noch im ersten Abschnitt auf 1:2. Kevin Maginot hatte mit ordentlich Wut im Bauch von der blauen Linie getroffen (17.). Aber gleichziehen? Das wusste Kaufbeuren gekonnt zu verhindern. „Wir haben mitten in die Druckphase von Heilbronn das 3:1 erzielt, das hat uns Sicherheit gegeben“, sagte Eichinger. Wieder war die zweite Reihe erfolgreich, nur diesmal traf Wörle, der die Wahl zwischen einen Querpass auf Gracel oder den Abschluss hatte. Der Stürmer entschied sich für Letzteres – und das war auch gut so (35.).

„Wenn Sami auf dem Eis ist, muss jeder Gegner aufpassen“

Trotz des knappen Spielstands und noch genug Zeit war es schon die Vorentscheidung in diesem Duell. Heilbronn versuchte zwar alles, aber kam nie mehr richtig durch. Für Eichinger kein Wunder. „Alle auf dem Eis denken defensiv. Und wir machen die Kleinigkeiten wieder besser.“ Und der Trainer, der am Freitag ausdrücklich alle seine Reihen lobte, ist froh, dass er mit der Rückkehr von Blomqvist wieder zwei ganz gefährliche Linien hat: „Wenn Sami auf dem Eis ist, muss jeder Gegner aufpassen.“

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0:1 (2.) Blomqvist, 0:2 (4.) Blomqvist, 1:2 (17.) Maginot, 1:3 (35.) Wörle. Strafminuten: 16/10. Schiedsrichter: Klein, Singer.

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