Kommentar

Raus aus dem Hamsterrad

Das Weihnachstfest steht heuer zum zweiten Mal unter dem Corona-Stern. Auf eine dritte Runde in diesem Hamsterrad hat unser Autor keine Lust.

Das Weihnachstfest steht heuer zum zweiten Mal unter dem Corona-Stern. Auf eine dritte Runde in diesem Hamsterrad hat unser Autor keine Lust.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild), Sandra Heitmann (Archivbild)

Das Weihnachstfest steht heuer zum zweiten Mal unter dem Corona-Stern. Auf eine dritte Runde in diesem Hamsterrad hat unser Autor keine Lust.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild), Sandra Heitmann (Archivbild)

Ob Impfverweigerer oder Impfjünger: Sich gegenseitig anwettern bringt nichts. Damit Weihnachten 2022 wieder ein frohes Fest wird, gibt es nur eine Möglichkeit.
03.12.2021 | Stand: 18:53 Uhr

Weihnachtsfeiern sind abgesagt, Adventsmärkte fallen aus und es gelten bald auch die 2G-Regeln im Einzelhandel. Kurz gesagt: Diese Weihnachtszeit wird eine triste – erneut. Das Murmeltier lässt grüßen. Für viele Geschäfte wäre es die umsatzstärkste Zeit im Jahr, für viele Menschen eine Zeit der Geselligkeit – es kann niemandes Wunsch sein, in diesem Hamsterrad noch weiter zu verharren.

Nun sind erfahrungsgemäß nur zwei Maßnahmen effektiv, wenn es um die Bekämpfung eines Virus geht, dessen Langzeitfolgen wir noch nicht kennen und das sich ständig weiterentwickelt: Die Immunabwehr bestmöglich stärken. Das bedeutet konkret? Impfen oder infizieren lassen. Teststrategien und Hygienekonzepte sind zwar hilfreich, bergen aber nicht das Potenzial, den pandemischen Zustand zu beenden.

Wenn sich aber große Teile der Bevölkerung infizieren, führt das zu vielen schweren Verläufen und zu überlasteten Intensivstationen, die keine Patienten mehr aufnehmen können. Im schlimmsten Falle sind Coronakranke der Atemnot allein zuhause ausgeliefert.

Wenn sich dagegen bei der geplanten Impfoffensive in den kommenden Wochen genügend Menschen immunisieren lassen – von Experten wird eine Impfquote von 90 Prozent angepeilt, das Ostallgäu liegt aktuell bei 62 Prozent – können wir aus dem Hamsterrad herausspringen. Dann dürfen wir uns erlauben, die Hoffnung auf eine gesellige Adventszeit 2022 aufkeimen zu lassen: mit Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, mit Klassentreffen, mit Betriebsfeiern und einem Fest mit Oma und Opa.

Wenn nicht, können wir weiter in einer Endlosschleife über die Nebenwirkungen der verschiedenen Impfstoffe diskutieren, können Impfverweigerer gegen Impfprediger wettern und andersherum, bis wir unversehens zum dritten Mal die Adventskerzen allein anzünden müssen.

Lesen Sie auch
##alternative##
Pandemie-Bekämpfung

Bekannte Buchloer: Warum ich (noch nicht) geimpft bin

Kommentar-Thema: Warum ich (noch nicht) geimpft bin

Sie wollen immer über die neuesten Nachrichten aus Buchloe informiert sein? Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen, täglichen Newsletter "Der Tag in Buchloe".